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StartseiteSternzeitMond, Venus und Orion – wie gemalt 13.08.2020

Wunderschöner Anblick am frühen MorgenMond, Venus und Orion – wie gemalt

Der östliche Morgenhimmel an den kommenden Tagen wäre eine Zierde für ein romantisches Landschaftsbild eines Caspar David Friedrich: Die Komposition aus Mondsichel, Venus und dem Sternbild Orion ist kaum zu übertreffen.

Von Dirk Lorenzen

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Samstag früh steht die Mondsichel bei der Venus (Stellarium)
Samstag früh steht die Mondsichel bei der Venus (Stellarium)

Die Venus erreicht heute mit 46 Grad ihren größten Winkelabstand von der Sonne und zeigt sich schon zweieinhalb Stunden vor Sonnenaufgang. Morgen früh steht ein gutes Stück über ihr die dünne Mondsichel im Sternbild Stier, das mit dem rötlichen Aldebaran und den Sternhaufen Hyaden und Plejaden das Firmament zusätzlich schmückt.

Samstag leuchtet der Mond dann nah am Morgenstern. Bis Montag früh lässt sich der Lauf des Mondes gut verfolgen, vorbei an der Venus hinein ins Sternbild Zwillinge. Die Sichel wird immer dünner und dann ist der Rest der Mondscheibe in einem aschgrauen Licht zu erkennen – das ist der Schein der hellen Erde auf dem Mond.

Die Wolkenschichten der Venusatmosphäre wirbeln innerhalb von vier Tagen einmal um den Planeten (NASA) (NASA)Die Venus, derzeit prachtvoller Morgenstern, ist von einer dicken Wolkenhülle umgeben (NASA)

Sehr hübsch ist auch das Sternbild Orion, das mit seinem markanten Gürtel und den hellen Sternen Beteigeuze und Rigel ein Stück rechts unterhalb der Venus über den Horizont steigt. Der Anblick dieses klassischen Wintersternbilds lässt einen auch mitten im August etwas frösteln.

Auf der anderen Seite der Venus zeigen sich die Zwillingssterne Kastor und Pollux und über allem thront Capella im Fuhrmann. Sechs helle Sterne, ein strahlender Planet, eine bezaubernde Mondsichel, zwei Sternhaufen, mit etwas Glück auch noch ein paar Sternschnuppen der Perseiden – und das alles vor der rötlich-blauen Leinwand der Morgenröte: ein kosmisches Gemälde!

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