
2026 ist bereits jetzt das Jahr mit den meisten hitzebedingten Sterbefällen in Deutschland. Allein die Woche vom 22. bis 28. Juni hat laut RKI in Deutschland zu etwa 9.600 hitzebedingten Sterbefällen geführt. Damals hatte es Temperaturen von mancherorts mehr als 40 Grad gegeben. Im Vergleich der vergangenen zehn Jahre wurden vor allem 2018 und 2019 viele Hitzetote verzeichnet: 2018 starben nach neuesten RKI-Angaben 9.400 Menschen hitzebedingt, 2019 waren es 7.700.
Vor allem alte Menschen sind gefährdet
Hitze ist vor allem für ältere und alte Menschen gefährlich. Mit rund 6.300 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Hitze allein ist sehr selten die unmittelbare Todesursache, in den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt.
Ab 20 Grad Wochenmitteltemperatur steigen die Zahlen
Das RKI vergleicht zur Berechnung der Zahlen die durchschnittlichen Sterbefälle in Sommerwochen mit und ohne Hitze. Dem RKI zufolge wird typischerweise ab einer Wochenmitteltemperatur von 20 Grad, also dem Durchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen einer Woche, ein hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit sichtbar. In der Woche vom 27. Juli bis 2. August lag die bundesweite Wochenmitteltemperatur bei 21,6 Grad.
Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







