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Zusammenarbeit mit islamischen VerbändenVom Religionsunterricht bis zum Staatsvertrag

Die Hälfte aller Bundesländer bietet derzeit islamischen Religionsunterricht beziehungsweise Islam- oder islamkundlichen Unterricht an Schulen an. Doch seit dem Putschversuch in der Türkei und Erdogans "Säuberungen" wächst die Kritik an DITIB, dem größten islamischen Dachverband in Deutschland, der auch an der Organisation des islamischen Religionsunterrichts beteiligt ist.

Moderation: Dörte Hinrichs | 05.10.2016

Mehrere Ausgaben des Schulbuches "Mein Islambuch" liegen an der Henri-Dunant-Schule in Frankfurt (Hessen) auf einem Tisch.
Mehrere Ausgaben des Schulbuches "Mein Islambuch" liegen an der Henri-Dunant-Schule in Frankfurt (Hessen) auf einem Tisch. (dpa / picture alliance / Roland Holschneider)
Ihm wird vorgeworfen, Sprachrohr der türkischen Regierung zu sein. Nun überdenken einige Bundesländer ihre Zusammenarbeit mit DITIB, unter anderem Niedersachsen. Hier wurde der geplante Islamvertrag vorerst auf Eis gelegt, der auch Regelungen zur Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen sowie zum Moscheebau und Bestattungswesen umfasst. Wie sieht die Kooperation der Bundesländer mit den Islamverbänden konkret aus und wie soll sie künftig gestaltet werden? Wie unabhängig sind die Islamverbände und rückt ihre Anerkennung als Religionsgemeinschaft nun in weite Ferne?
Diesen Fragen werden heute in der Länderzeit diskutiert und Sie können sich unter der kostenfreien Tel. Nr. 00800 44 64 44 64 oder per mail unter laenderzeit@deutschlandfunk.de beteiligen.
Studiogäste:
  • Frauke Heiligenstadt, Niedersächsische Kultusministerin
  • Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg
  • Murat Kayman, Koordinator der DITIB Landesverbände
  • Prof. Dr. Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI), Universität Frankfurt am Main