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Hohe Schule am langen ZügelDie Wiener Hofreitschule zwischen Kunst und Kommerz

Auf dem Sprung: Ein Pferdetrainer der Spanischen Hofreitschule demonstriert mit seinem Lipizzaner am 20.8.2003 vor dem Schloss Schönbrunn in Wien sein Können. Die Schule ist die einzige Institution der Welt, an der die klassische Reitkunst in der Renaissancetradition seit mehr als 425 Jahren gepflegt wird. (picture-alliance / dpa / epa apa Roland Schlager)

In den Stallungen der Wiener Hofburg riecht es nach dem Erbe der Habsburger: die edlen Lipizzanerhengste, einst angeschafft zum Amüsement der österreichischen Kaiser und damals ausschließlich dem Hochadel vorbehalten, tanzen ihr elegantes Ballett aus Pirouetten und Piaffen bis heute. Die Spanische Hofreitschule, vor 450 Jahren gegründet und von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt.


Nächste Sendung: 04.07.2015 11:05 Uhr

Gesichter Europas
Kakanische Wildnis
Ein Stück Urwald im Herzen Österreichs
Mit Reportagen von Antonia Kreppel
Am Mikrofon: Johanna Herzing
Es ist ein historisch bedingter Glücksfall: Ein 500 Hektar großes Waldgebiet in den niederösterreichischen Kalkalpen ist über Jahrhunderte nie forstwirtschaftlich genutzt worden. Grund waren die abgelegene Lage und ungeregelte Besitzverhältnisse. Er gilt als der größte Urwald Mitteleuropas. Der Wald ist aber nicht nur in biologischer, sondern auch in zeitgeschichtlicher Hinsicht interessant. 1782 wurde das Gebiet an die österreichische Bankiersfamilie Rothschild verkauft, die es jedoch im Wesentlichen unberührt ließ. 1942 eigneten sich die Nationalsozialisten den Wald an, den sie als 'urdeutsch' deklarierten und offiziell unter Naturschutz stellten. 1947 wurde er schließlich restituiert. Heute ist der 'Rothwald' nach den Richtlinien der World Commission on Protected Areas (WCPA) streng geschützt. Braunbär und Schneehase sind dort heimisch. Er ist Kerngebiet des auf 3.400 Hektar erweiterten Wildnisgebietes Dürrenstein. Der Zugang für Besucher ist strikt geregelt. Ein Dorado für Biologen und andere Forscher. Doch die Faszination Wildnis wird nicht von allen geteilt. Die Menschen in der Region fürchten vor allem wirtschaftliche Einbußen. Überzeugungsarbeit ist notwendig, damit Einheimische den Wildwuchs auch als Chance begreifen.
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