Kölner Forum für Journalismuskritik 2026
Game over? - Journalismus zwischen Umbruch und Aufbruch

Die westlichen Demokratien stecken in der Krise. Weltweit ist das "Recht des Stärkeren" auf dem Vormarsch. Klassische Medien verlieren gegenüber Plattformen und Künstlicher Intelligenz an Reichweite und Bedeutung. Was kann der Journalismus jetzt tun, was muss anders werden?

Von: Marco Bertolaso, Sina Fröhndrich und Francisca Zecher |
10. Kölner Forum für Journalismuskritik
(© Deutschlandradio)
Sie können die Veranstaltung am Freitag, dem 8.5.2026, ab 14 Uhr im Livestream verfolgen. Den Player finden Sie oben auf dieser Seite.
Polarisierung, Populismus und die Macht digitaler Konzerne prägen die westlichen Gesellschaften. Weltweit handeln Mächtige inzwischen immer öfter ohne Rücksicht auf das Recht. Für den Journalismus stellen sich enorme Herausforderungen. Mit einem reinen „Weiter so“ werden die klassischen Medien ihren Auftrag nicht mehr erfüllen können.
Darüber wollen wir beim 10. Kölner Forum für Journalismuskritik sprechen, am 8. Mai 2026 zwischen 14 Uhr und 18 Uhr im Kölner Funkhaus. Die Jubiläumsausgabe steht unter der Überschrift: "Game over? - Journalismus zwischen Umbruch und Aufbruch".

Zu den Gästen der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion und der Redaktion „Meinung & Diskurs“ gehören die frühere Bundesbildungsministerin Annette Schavan, der ehemalige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn, Fußballlegende Ewald Lienen, die Journalistin Dagmar Rosenfeld und Correctiv-Chefredakteurin Anette Dowideit.
Mitveranstalterin ist die „Initiative Nachrichtenaufklärung“, die auch diesmal den „Günter-Wallraff-Preis für Pressefreiheit und Menschenrechte“ verleihen wird.
Die Veranstaltung findet im Deutschlandfunk-Kammermusiksaal statt. Der Eintritt ist frei. Einlaß ist ab 13:15 Uhr. Sie können sich bereits jetzt über das Anmeldeformular registrieren. Informationen zur Anfahrt finden Sie hier. Freie Parkplätze für Besucherinnen und Besucher sind vorhanden.
Wir bitten das Publikum, bis 13:50 Uhr im Deutschlandfunk-Kammermusiksaal Platz zu nehmen. So können wir um 14 Uhr pünktlich mit der Übertragung beginnen über den Digitalradio-Kanal Dokumente und Debatten sowie über den Livestream, den Sie auf dieser Seite oben finden.
Das Forum startet mit einer Diskussionsrunde zum Spannungsfeld von Politik und Journalismus. Mit dabei sind die frühere Bundesministerin und stellvertretende CDU-Vorsitzende Annette Schavan sowie Jean Asselborn, der beinahe zwanzig Jahre lang als Außenminister Luxemburgs die Politik der EU mitgestaltet hat. Ein weiterer Gast von Sina Fröhndrich ist der Newsfluencer Fabian Grischkat.
Ein zweites Gespräch soll den Blick über die Politik hinaus weiten. Zu den Gästen dieser Runde gehört der frühere Fußballer und Trainer Ewald Lienen, der heute als Podcaster aktiv ist und sich seit langem für soziale und ökologische Themen engagiert.
Kooperationspartner der Deutschlandfunk-Redaktionen Nachrichten sowie Meinung und Diskurs beim Forum Journalismuskritik ist die Initiative Nachrichtenaufklärung. Sie wird in der dritten Diskussion vertreten sein, die als Liveausgabe der Deutschlandfunk-Sendung "Nach Redaktionsschluss" auch über UKW ausgestrahlt wird. Der Geschäftsführer der Initiative, Hektor Haarkötter, stellt sich gemeinsam mit Correctiv-Chefredakteurin Anette Dowideit den Fragen von Medien-Redakteur Michael Borgers.
Abschluss der Veranstaltung ist auch in diesem Jahr die Verleihung des „Günter-Wallraff-Preises für Pressefreiheit und Menschenrechte“.
Das Kölner Forum Journalismuskritik wurde 2015 von der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion und der Initiative Nachrichtenaufklärung ins Leben gerufen. In den beiden Corona-Jahren fiel die Veranstaltung aus, weshalb wir 2026 die zehnte Ausgabe feiern. Aus diesem Anlass haben wir auch einen kleinen Rückblick veröffentlicht.

Hier ein Blick auf das vorläufige Programm:

14:00 Uhr: Begrüßung
14:10 Uhr: Diskussion zum Thema "Ratlose Politik, mutlose Medien? Was wir jetzt tun können."
Gäste:
Annette Schavan, Bundesministerin a.D. und ehemalige stellvertretende CDU-Vorsitzende
Dagmar Rosenfeld, Journalistin, Podcast „Machtwechsel“
Jean Asselborn, ehemaliger Außenminister und Chef der Sozialdemokraten in Luxemburg
Fabian Grischkat, Newsfluencer
Moderation: Christoph Schäfer, Deutschlandfunk
Anschließend: Fragen aus dem Publikum
15:30 Uhr: Live-Sendung "Nach Redaktionsschluss": Vergessene Nachrichten - warum wichtige Themen untergehen
Gäste:
Anette Dowideit, Chefredakteurin Correctiv
Hektor Haarkötter, Initiative Nachrichtenaufklärung, Hochschule Bonn Rhein-Sieg
Moderation: Michael Borgers, Deutschlanfunk
Anschließend: Fragen aus dem Publikum
16:10 Uhr: #nichtvergessen - Erinnerung an Raif Badawi
16:15 Uhr: Diskussion zum Thema "Demokratie- und Medienkrise - Was kann die Gesellschaft tun?"
Gäste:
Sr. Emmanuela Kohlhaas, OSB, Ordensfrau und Autorin
Ewald Lienen, Fussball-Legende, Podcaster, Aktivist für soziale und ökologische Fragen
Juri Rother, Sänger der Band Planschemalör
Moderation: Sina Fröhndrich, Deutschlandfunk
Anschließend: Fragen aus dem Publikum
17:15 Uhr: Die Deutschlandradio-Denkfabrik
Sie können sich jetzt schon an der
Mentimeter-Aktion zum Debattenthema der Denkfabrik 2026 beteiligen.
17:25: Verleihung des „Günter-Wallraff-Preises für Pressefreiheit und Menschenrechte“ der Initiative Nachrichtenaufklärung
Marlene Nunnendorf, Birgit Wentzien, Günter Wallraff