Donnerstag, 23.11.2017









Nächste Sendung: 26.11.2017 21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche
Antonín Dvořák
,Stabat mater' op.58 für Soli, Chor und Orchester

Simona Šaturová, Sopran
Elisabeth Kulman, Alt
Steve Davislim, Tenor
Jan Martiník, Bass
Schola des Rundfunkchors Berlin
Benjamin Goodson, Choreinstudierung
Rundfunkchor Berlin
Raustam Samedov, Choreinstudierung
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Jakub Hrůša, Dirigent

Aufnahme vom 17.11.2017 aus der Philharmonie Berlin
Am Mikrofon: Susann El Kassar

„Es stand die Mutter schmerzerfüllt” beginnt ein mittelalterliches Gedicht, in dem die Mutter Jesu um den gekreuzigten Christus trauert. Für Antonín Dvořák war ihr Schmerz ein Spiegel für seinen Schmerz: Im Dezember 1875 starb eine neugeborene Tochter nach nur zwei Tagen, und im August 1877 erlagen innerhalb weniger Tage die elf Monate alte Tochter Ružena einer Vergiftung und der dreijährige Sohn Oskar den Pocken. Dvořák und seine Frau waren wieder kinderlos. Sein Leiden goss der Komponist in das klangopulente Werk für Soli, Chor und Orchester ,Stabat Mater’, op. 58, uraufgeführt 1880 in Prag. Der aus Tschechien stammende, junge Dirigent Jakub Hrùša leitet bei der Aufführung von ,Stabat Mater’ zum ersten Mal auch den Rundfunkchor Berlin.
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