Sonntag, 19.11.2017
StartseiteDossierOsteuropäische Großsiedlungen nach der Wende05.05.2017

Wohnungen in Volkes HandOsteuropäische Großsiedlungen nach der Wende

Als sich der Eiserne Vorhang hob, gab er auch den Blick auf gewaltige Großsiedlungen frei, gemeinhin Plattenbauten genannt. Über vier Jahrzehnte waren sie aus industriell hergestellten Betonplatten errichtet worden, um die enorme Wohnungsnot zu lindern. Nach der Wende bekamen viele Mieter die Wohnungen geschenkt - erhalten konnten sie sie aber kaum.

Von Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz

Die slowakische Hauptstadt Bratislava: Blick auf den Stadtteil Petrzalka mit seinen Neubauten (imago / Peter Widmann)
Die slowakische Hauptstadt Bratislava: Blick auf den Stadtteil Petrzalka mit seinen Neubauten (imago / Peter Widmann)
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Die Neumieter konnten sich über den modernen Standard, billige Mieten und niedrige Energiepreise freuen. Geld für Reparaturen blieb allerdings kaum übrig.

Anfang der 90er-Jahre entschieden die meisten postsozialistischen Regierungen: die Wohnungen denen, die darin leben! Sie verschenkten oder verkauften die Immobilien für einen symbolischen Wert an die Mieter. Ein unerwartet großes Geschenk für die meisten. Und eine folgenreiche Entscheidung: Die wenigsten der neuen Besitzer hatten das Geld, um den Verfall der Häuser aufzuhalten.

Manuskripte zum Download und Nachlesen:

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