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StartseiteSternzeitDas tägliche Stück vom Himmel01.10.2018

25 Jahre SternzeitDas tägliche Stück vom Himmel

In 105 Sekunden erzählt die "Sternzeit" täglich eine andere Geschichte aus den Weiten des Weltraums - und das seit 25 Jahren. Die Themen sind bunt gemischt: Die "Sternzeit" soll informieren, überraschen und stets zum Staunen oder Schmunzeln anregen. Selbst bei vermeintlich ganz irdischen Ereignissen.

Von Dirk Lorenzen

Ein Mensch steht vor einem Sternenhimmel, auf dem eine Sternschnuppe zu sehen ist.
Die Sternzeit - seit 25 Jahren täglich im Deutschlandfunk
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Aktion Sternschnuppe: Wünsch dir deine Sternzeit! 
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Die Mondsichel trifft am Abendhimmel den Ringplaneten Saturn, in der Bremer Kunsthalle zeigt eine Installation die Sterne über Neuseeland, die Astronomin Henrietta Leavitt hat vor hundert Jahren eine fundamentale Entdeckung gemacht und das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße verschlingt eine Gaswolke. Dies sind die Themen von vier "Sternzeit"-Episoden - vier von inzwischen 9131 (Stand 01.10.2018). Seit 25 Jahren nimmt die Sternzeit 'Forschung aktuell'-Hörer mit auf einen kurzen Streifzug durch den Kosmos - Tag für Tag und Nacht für Nacht, denn inzwischen wird die Sternzeit auch in der Radionacht des Deutschlandfunks ausgestrahlt.

Das Making-of: So entsteht die "Sternzeit" 

 

In 105 Sekunden erzählt die "Sternzeit" täglich eine andere Geschichte aus den Weiten des Weltraums. Die Themen sind bunt gemischt: Sie reichen von aktueller Forschung, über das nächtliche Himmelsgeschehen, bedeutende Personen der Astronomiegeschichte, Jahrestage aus der Raumfahrt, Sagen und Mythen verschiedener Kulturen bis zu "Himmlischem" aus Kunst, Literatur und Musik.

Die "Sternzeit" soll informieren, überraschen und stets zum Staunen und/oder Schmunzeln anregen. Selbst bei vermeintlich ganz irdischen Ereignissen wie einer Fußballweltmeisterschaft oder runden Geburtstagen von John Cage oder Friedrich dem Großen stellt die Sternzeit den kosmischen Bezug her. Sie ist das astronomische Bonbon für den Alltag auf der Erde.

Begonnen haben diese Hörexkursionen in das Universum am 1. Oktober 1993. Seitdem läuft die "Sternzeit" tagtäglich um 16:57 Uhr, am Ende der Sendung 'Forschung aktuell' im Deutschlandfunk. 15 Jahre lang war diese Reihe eine Übernahme des US-amerikanischen 'Stardate' - übersetzt von Ursula Vaughan, produziert von Axel Scheibchen, anfangs gesprochen von Günter Dybus und später von Klaus Eckert.

Der Startschuss fiel am 1. Oktober

Das Jahr 2009 hatten die Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Astronomie erklärt. Daher ging 'Forschung aktuell' am 1. Januar 2009 mit einer eigenen "Sternzeit" an den Start. Den Texten, die Dirk Lorenzen und Hermann-Michael Hahn schreiben, gibt Markus Scheumann - derzeit am Schauspielhaus Zürich tätig - seine Stimme. Das Klangbett der Sternzeit hat Maximilian Schönherr komponiert.

Die Produktion des Deutschlandradio ist auch als Podcast nachzuhören und auf www.deutschlandfunk.de/sternzeit gibt es zudem Abbildungen und weiterführende Verweise auf andere Websites zum aktuellen Tagesthema.

Wir sind Kinder des Weltalls

Ob Urknall, Dunkle Materie oder verschmelzende Galaxienhaufen in der Frühzeit des Kosmos: Dies alles ist auch Teil unseres eigenen Werdens im Weltall. Keine Sonne ohne Galaxien, kein hoch entwickeltes Leben ohne Sonnenstrahlung, kein Kohlenstoff, Sauerstoff oder Eisen ohne die Kernfusion im Innern längst erloschener Sterne. Wir sind im wahrsten Wortsinne Kinder des Weltalls und bestehen aus Sternenstaub.

Die "Sternzeit" soll die Augen und Ohren öffnen für die unendlichen Phänomene des Universums und die Bedeutung des Kosmos für uns Menschen, sowohl auf ganz rationaler wie auch eher sinnlicher Ebene. So erscheint im Idealfall manch alltäglicher Ärger arg klein - und das hoffentlich auch in den nächsten 25 Jahren. Genau wissen das allenfalls die Sterne.

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