Gesundheitssystem
Ärztekammer begrüßt Sparpläne von Ministerin Warken

Die Bundesärztekammer hat die von Bundesgesundheitsministerin Warken geplanten Einsparungen im Gesundheitssystem begrüßt.

    Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, nimmt an einer Pressekonferenz teil.
    Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (Hannes P. Albert / dpa / Hannes P Albert)
    Angesichts der galoppierenden Ausgaben gebe es nicht viele Alternativen, sagte Präsident Reinhardt im ZDF. Auch die Ärzteschaft müsse unbedingt einen Beitrag leisten.

    Sozialverband warnt vor Härten

    Auf Kritik stoßen vor allem die geplanten Leistungskürzungen für Versicherte und die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner. Der Sozialverband Deutschland warnte vor einer besonderen Belastung für Menschen mit geringem Einkommen. Eine Abschaffung würde soziale Härten bringen und Familien besonders belasten, sagte die Vorstandsvorsitzende Engelmeier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Eine Ausnahme für Kinder bis unter sieben Jahre könne hierbei nicht mehr als eine Abfederung darstellen.
    Auch der Vorstandschef der Krankenkasse DAK, Storm, äußerte Kritik. Wer ein so großes Sparpaket für das Gesundheitssystem auf den Weg bringen wolle, müsse auf eine faire und gerechte Lastenverteilung achten, sagte Storm der Rheinischen Post. Das sei bislang nicht der Fall. Die Vorschläge belasteten nahezu ausschließlich den Leistungsbereich und die Versicherten. Der Spitzenverband der Krankenkassen, GKV, lobte die Kopplung der Ausgaben an die Einnahmen. Für die Krankenkassen sei das ein lang ersehnter Paradigmenwechsel.

    Warken will 20 Milliarden einsparen

    Warken will im kommenden Jahr 20 Milliarden Euro im Gesundheitssystem einsparen. Über drei Viertel der Vorschläge der Expertenkommission sollten umgesetzt werden, hatte die CDU-Politikerin in Berlin mitgeteilt. Beitragen zu den Einsparungen sollten Ärzte, Krankenhäuser, Krankenkassen, ⁠Pharmabranche, ⁠Apotheker und Arbeitgeber sowie die Patienten. Der Gesetzentwurf zu den Plänen soll noch im April ins Bundeskabinett kommen.
    Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.