Entlastungsprämie
Arbeitgeber dämpfen Erwartungen - Kritik an Merz und Klingbeil

Der Arbeitgeberverband BDA dämpft die Erwartungen an die Entlastungsprämie, die die Bundesregierung auf den Weg bringen will.

    Steffen Kampeter sitzt im Anzug hinter dem Pult der Bundespressekonferenz und schaut in die Kamera.
    BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampetergeht davon aus, dass viele Unternehmen die geplante Enlastungsprämie nicht weitergeben werden. (picture alliance / Chris Emil Janssen)
    BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter sagte der "Bild"-Zeitung, es würden erheblich weniger Unternehmen den geplanten steuerfreien Betrag von 1.000 Euro an Beschäftigte auszahlen als vor vier Jahren, als es bereits eine ähnliche Maßnahme gab. Die 2022 beschlossene sogenannte Inflationsausgleichsprämie hatten mehr als 80 Prozent der Tarifangestellten erhalten. 
    Kampeter kritisierte Bundeskanzler Merz, CDU, und Finanzminister Klingbeil, SPD. Beide hätten mit der Prämie Erwartungen geschürt und die Erfüllung dieser Erwartung bei anderen abgeladen. Das gehöre sich nicht.
    Anders als 2022 seien Arbeitgeber und Gewerkschaften auch nicht in die Entscheidung eingebunden gewesen.  
    Diese Nachricht wurde am 16.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.