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Arbeitsmarkt Das Jobwunder geht weiter

Ökonomen rechnen für 2019 mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Auch am Arbeitsmarkt wird der Aufschwung wohl vorerst anhalten. Doch die Arbeitslosigkeit ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Von Wolfram Weltzer | 04.01.2019

Logo der Bundesagentur für Arbeit mit Menschenmenge
Am Arbeitsmarkt sinkt die Zahl der Arbeitslosen auf immer neue Tiefstände (imago / Ralph Peters)
Geringer als Jahreszeitlich üblich ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember gestiegen - um nur rund 23.000 auf jetzt 2,21 Millionen. So viele Menschen waren Mitte des Monats offiziell arbeitslos gemeldet, entsprechend einer Quote von 4,9 Prozent.
Regional gibt es dabei erhebliche Unterschiede: In Bayern mit 2,7 und Baden-Württemberg mit 3,0 Prozent herrschte nach offizieller Lesart Vollbeschäftigung. Bremen als Schlusslicht zeigt mit 9,4 Prozent, dass es noch immer Probleme am deutschen Arbeitsmarkt gibt.
Langzeitarbeitslosigkeit bleibt Thema
Insgesamt aber ist der Chef der Bundesarbeitsagentur Detlef Scheele sehr zufrieden: "Die Arbeitslosigkeit ist das fünfte Mal in Folge im Jahresschnitt - also bezogen auf jeweils das ganze Jahr - gesunken. Damit liegt sie auf dem niedrigsten Stand der Wiedervereinigung. Auch bezogen auf den Jahresdurchschnitt."
Und das werde wohl trotz abgeschwächten Wirtschaftswachstums auch 2019 so bleiben, so Scheele. Eines der großen Themen des neuen Jahres bleibt nach Ansicht der Bundesagentur die Langzeitarbeitslosigkeit, auch wenn die Zahl der Betroffenen im vergangenen Jahr auf rund eine Dreiviertelmillion sank.