Zweitägiger Besuch
Bundeskanzler Merz reist nach Indien - wirtschaftliche Beziehungen und Rüstung im Fokus

Bundeskanzler Merz bricht heute zu einem zweitägigen Besuch in Indien auf. Neben den wirtschaftlichen Beziehungen wollen die beiden Länder auch die Rüstungskooperation ausbauen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz steigt aus einem Flugzeug mit der Aufschrift Bundesrepublik.
    Bundeskanzler Merz reist nach Indien (Archivbild) (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Indien hat Interesse an deutschen U-Booten und dem Transportflugzeug Airbus A400M. Deutschland will mit Rüstungslieferungen auch die Abhängigkeit der indischen Streitkräfte von russischen Waffenlieferungen verringern. Indien bietet deutschen Unternehmen zudem einen großen Markt und viele gut ausgebildete Fachkräfte.
    Merz wird am Montag von Ministerpräsident Modi in Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat empfangen, der Heimatregion Modis. Am Dienstag ist ein Besuch in der indischen Industrie- und Forschungsmetropole Bangalore geplant. Der Kanzler wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet.
    Es ist die erste größere Asien-Reise von Merz als Regierungschef. Anders als seine Vorgänger Schröder, Merkel und Scholz besucht er Indien als Kanzler noch vor China und dem G7-Partnerland Japan.

    DIHK wirbt für mehr Aufmerksamkeit für Indien in Wirtschaft und Politik

    Die Deutsche Industrie- und Handelskammer drängt darauf, Indiens Wirtschaft stärker in den Fokus zu nehmen. Das Land gewinne angesichts seiner Dynamik, jungen Bevölkerung und wachsenden industriellen Basis rasant an Relevanz für deutsche Unternehmen, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Treier der dpa. Bislang stehe Indien aber trotz seiner Größe nur auf Platz 23 der Handelspartner Deutschlands.

    Hilfswerk Missio: Merz soll sich für den Schutz von Christen einsetzen

    Das katholische Hilfswerk Missio forderte Merz auf, sich in Indien für einen stärkeren Schutzvon Christen und anderen religiösen Minderheiten einzusetzen. Diese litten seit Jahren unter Diskriminierung und Gewalt durch Hindunationalisten, erklärte das Hilfswerk in Aachen.

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    Diese Nachricht wurde am 11.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.