Iranischer Oppositioneller
Bundesregierung lehnt Empfang von Schah-Sohn Reza Pahlavi für morgen ab

Der Sohn des letzten Schahs im Iran, Reza Pahlavi, wird bei seinem Besuch in Berlin nicht von Vertretern der Bundesregierung empfangen.

    USA: Reza Pahlavi, Sohn des letzten iranischen Schahs, spricht bei einem Interview in Washington, DC.
    Reza Pahlavi, Sohn des letzten iranischen Schahs. (AFP/OLIVIER DOULIERY)
    Die Bundesregierung sehe keinen Anlass, mit ihm das Gespräch zu suchen, sagte Regierungssprecher Kornelius. Pahlavi sei ein Privatmann, der natürlich für eine Bewegung stehe oder von einer Bewegung getragen werde. Die Erwartung der Bundesregierung sei aber, dass das iranische Volk die freie Entscheidung habe, über seine Führung zu bestimmen. Für morgen ist ein Treffen Pahlavis mit Außenpolitikern des Bundestags vorgesehen. Es soll Gespräche geben mit dem Vorsitzenden des Außenausschusses, Laschet (CDU), sowie Abgeordneten weiterer Fraktionen. Pahlavi werde als bedeutender Vertreter der iranischen Oppositionsbewegung empfangen, teilte Laschet mit.
    Pahlavi ist umstritten. Teile der iranischen Opposition unterstützen, andere kritisieren ihn. Pahlavis Vater war 1979 als Schah gestürzt worden. Anschließend errichteten Islamisten die heutige Islamische Republik Iran. Reza Pahlavi lebt heute in den USA im Exil.
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    Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.