Dienstag, 27. September 2022

Cédric Tiberghien spielt Ravel
Mit links!

So hat man Maurice Ravels Klavierkonzerte vermutlich noch nie auf CD gehört. Ein Flügel aus dem Jahr 1892, historische französische Blasinstrumente aus der Entstehungszeit der Musik, die Streicher spielen auf Darmsaiten. Pianist Cédric Tiberghien und das Ensemble Les Siècles mit seinem Dirigenten François-Xavier Roth wagen hier ein spannendes Klangexperiment. Aber das Ergebnis überzeugt unseren Kritiker nicht komplett.

Am Mikrofon: Marcus Stäbler | 12.06.2022

Der Pianist ist am Flügel in sein Spiel vertieft.
Der Pianist Cédric Tiberghien liebt Konzertmomente: "Das ist faszinierend, magisch." (Cédric Tiberghien / Benjamin Ealovega)
Ein Stapel mit Skizzen zu seinem G-Dur-Klavierkonzert auf der einen Seite. Und auf der anderen die Noten zu seinem Klavierkonzert für die linke Hand in der Tonart D-Dur. So sieht es auf dem Flügel von Maurice Ravel aus. Im Jahr 1929, als er zeitgleich an seinen beiden Klavierkonzerten arbeitet.
Die zwei Stücke sind die Hauptwerke des neuen Ravel-Albums, erschienen bei beim Label Harmonia Mundi. Die beiden Klavierkonzerte rahmen einen Mittelteil mit Werken in kleiner Besetzung. Hier rückt das Album die Vokalmusik des Komponisten ins Zentrum. Mit einer Auswahl von Mélodies, Ravels in Deutschland immer noch relativ wenig bekannten Liedern.
Maurice Ravel
Klavierkonzert G-Dur
Klavierkonzert für die linke Hand
Pavane pour une infante défunte
Don Quichotte à Dulcinée
Deux Mélodies hébraïques
Trois Poèmes de Stéphane Mallarmé

Cédric Tiberghien, Klavier
Stéphane Degout, Bariton
Les Siècles
François-Xavier Roth, Leitung

Harmonia Mundi