Freitag, 19. August 2022

Czech Ensemble Baroque: Vivaldis "Vier Jahreszeiten"
Barockes Er- und Verblühen

Sie waren, sind und bleiben ein Klassik-Highlight, unkaputtbar, voller Abwechslung und Lebenslust. Die französische Geigerin Chouchane Siranossian spielt die berühmten Vivaldi-Werke seit sie 12 ist. Doch sie sind so spannend, dass jedes Konzert ein Abenteuer bleibt.

Am Mikrofon: Bernd Heyder | 27.06.2022

Herbstlicher Terrassengarten in Blankenburg mit blumenbehangener Putte.
Antonio Vivaldi schrieb zu jedem Konzert ein eigenes Jahreszeiten-Sonett, in dem er alle Momente, die er musikalisch widerspiegelt, beschreibt. (picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)
Seit ihrem zwölften Lebensjahr steht Chouchane Siranossian mit den vier Vivaldi-Konzerten auf dem Podium. Noch einmal neu ließ sie sich nach dem Wechsel zur Barockvioline auf sie ein. Mit großem improvisatorischen Esprit riss sie das Publikum im Kloster Eberbach mit. „Es ist wichtig, dass man nicht nur über Aufführungspraxis nachdenkt“, so Siranossian, „diese Musik ist extrem lebendig, und so muss man sie ans Publikum weitergeben.“

Jeder Abend bringt Anderes

„Jedes Mal entdecke ich in den Vier Jahreszeiten Neues und spiele Details anders. Wenn man dann so aufeinander reagiert, ist es ganz großartig“, sagt Chouchane Siranossian zu ihrer Aufführung von Antonio Vivaldis berühmtesten Konzerten mit dem Czech Ensemble Baroque. Die französische Geigerin gab damit im August ihr Debüt beim Rheingau Musikfestival.
Rheingau Musikfestival 2021
Antonio Vivaldi
Concerto e-Moll für Violine, Streicher und Basso continuo, RV 277 (op. 11 Nr. 1)
„Le quattro stagioni“ („Die vier Jahreszeiten“). Concerti für Violine, Streicher und Basso continuo, RV 269, 315, 293, 297 (op. 8, Nr. 1 - 4)

Chouchane Siranossian, Violine
Czech Ensemble Baroque
Leitung und Violine: Dagmar Valentová