Irankrieg
Delegationen aus Teheran und den USA reisen nach gescheiterten Verhandlungen ab

Nach den gescheiterten Verhandlungen zu einer Beendigung des Irankrieges haben die Delegationen aus Teheran und den USA Pakistan wieder verlassen. Beide Seiten machten sich gegenseitig dafür verantwortlich, dass es bei den Gesprächen in wichtigen Punkten keine Einigung gab.

    US-Vizepräsident JD Vance spricht auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit Vertretern aus Pakistan und dem Iran.
    US-Vizepräsident JD Vance spricht auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit Vertretern aus Pakistan und dem Iran. (AP / Jacquelyn Martin)
    US-Vizepräsident Vance sagte vor seiner Abreise aus Islamabad, er habe Teheran ein "letztes und bestes Angebot" gemacht. Nach 21-stündigen Gesprächen sei man zu keiner Einigung gekommen. Es habe vom Iran keine feste Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen gegeben.
    Im iranischen Staatsfernsehen hieß es, unangemessene Forderungen der USA hätten die Verhandlungen zum Scheitern gebracht. In den Berichten wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt.

    Pakistan fordert Einhaltung der Feuerpause

    Pakistan forderte als Vermittler beide Seiten auf, die vereinbarte Feuerpause einzuhalten. Dies sei zwingend erforderlich, sagte Pakistans Außenminister Ishaq Dar. Pakistan werde weiter als Vermittler dienen, um den Dialog zwischen Washington und Teheran zu ermöglichen.
    Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran hatten gestern begonnen. Die USA wurden von Vance, dem Sondergesandten Witkoff und dem Schwiegersohn von Präsident Trump, Kushner, vertreten. Für den Iran waren unter anderem Parlamentspräsident Ghalibaf und Außenminister Araghtschi nach Pakistan gereist.
    Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien vor wenigen Tagen auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden. Die Positionen der Kriegsparteien lagen aber von Anfang an extrem weit auseinander.

    Weitere Informationen:

    Newsblog zum Krieg im Nahen Osten
    Diese Nachricht wurde am 12.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.