
Unabhängig überprüfen lassen sich die Zahlen nicht, weil das Regime das Internet seit Tagen sperrt und weil auch kaum ausländische Reporter im Land ist. Es gibt Befürchtungen, dass die tatsächlichen Opferzahlen noch deutlich höher liege könnten. In Schätzungen ist von vierstelligen Zahlen die Rede.
Proteste gehen weiter
Auch heute kam es im Iran wieder zu Protesten. Der Sender "Iran International", der in Großbritannien ansässig ist, berichtet von einer großen Menschenmenge in Teheran. In Paris und London gab es Solidaritätskundgebungen mit mehreren tausend Teilnehmern.
Der in den USA lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, rief über die Sozialen Medien erneut zur Fortsetzung der Proteste auf. Pahlavis Einfluss gilt allerdings als gering. Der Politologe Vali Nasr von der Johns Hopkins University in den USA sagte dem Magazin "Cicero", Pahlavi verfüge weder über eine politische Organisation im Iran, noch habe er tragfähige Allianzen mit Bürokratie, Militär oder politischen Eliten aufgebaut. Zudem habe er das Land seit Jahrzehnten nicht von innen erlebt.
Diese Nachricht wurde am 11.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



