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StartseiteAus Kultur- und SozialwissenschaftenZwischen Feudalstaat und Industriegesellschaft07.01.2021

Deutsche Reichsgründung vor 150 JahrenZwischen Feudalstaat und Industriegesellschaft

Es war eine Kriegsgeburt, die schließlich zu radikalem Nationalismus führte: Das Deutsche Kaiserreich, in dem der Adel regierte, das Bürgertum die Wirtschaft dominierte, die Wissenschaft prosperierte. Historiker beleuchten die Entstehungsgeschichte, Innovationen und Widersprüche des Obrigkeitsstaates.

Von Matthias Hennies

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Köln am Rhein, Blick auf die Südbrücke mit Straßenbahn und Rhein (Illustration nach einem Foto, vermutlich um 1915) (imago stock&people)
Südbrücke in Köln: Die Konstruktion aus Stahl und Beton, die Fassade wie eine Ritterburg - ein Sinnbild für die Ambivalenz des Kaiserreichs (imago stock&people)
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Seit mehr als hundert Jahren rattern Güterzüge über die Südbrücke in Köln. Der Bau der gewaltigen Stahlbögen begann 1906, in der großen Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Man musste die Brücke am Kölner Dom entlasten, denn die Wirtschaft boomte: Züge rollten, Hochöfen glühten und entlang des Rheins schossen Chemie-Fabriken aus dem Boden. Zugleich war es eine Epoche zahlloser Innovationen: Ingenieure konstruierten mit den neuen Baustoffen Stahl und Beton, Wissenschaftler entwickelten neue Chemieprodukte und optische Geräte. Das Kaiserreich hatte seine Idealform gefunden: ein führender Industriestaat im Gewand der Vergangenheit.

"Für diese Brücke wurden Tor-Türme gebaut, das heißt also, Züge fahren erst durch eine Zweiergruppe von Türmen – eigentlich waren es sogar Torburgen, so wie man das bei der Kölner Stadtmauer auch hatte." erzählt Walter Buschmann, Professor für Industriedenkmalpflege an der RWTH Aachen. "Und die sind im Inneren aus Beton konstruiert und von außen sind sie verblendet mit Natursteinmauerwerk, rotes Natursteinmauerwerk, so wie wir das vom Mittelrhein kennen." Den nackten Beton, den Baustoff des neuen Jahrhunderts, wollte man nicht sehen. Auch die wuchtigen Brückenpfeiler im Rhein wurden aus Beton gegossen und dann mit rotem Naturstein umkleidet.

Der Historismus und die Macht des Adels

Nicht nur der Kaiser, auch die bürgerliche Elite liebte den Historismus. Neoromanik, Neogotik, Neorenaissance: In den Formen lange vergangener Baustile entstanden Kirchen, Banken, Bürgerhäuser – ebenso Maschinenhäuser in den Fabriken und Bahnhöfe, Wasser- oder Elektrizitätswerke in den Städten. "Es ging ja darum nach der Reichsgründung 1871, dass man versuchte, einen Nationalstil zu entwickeln, einen Stil, der das neue Reich repräsentierte, aber darüber hinaus auch die Nation. Man blickte dabei rückwärts und man suchte nach Stilformen, die dem Charakter dieses neuen Reiches gerecht wurden."

Der Rückgriff auf die Vergangenheit und gerade die Anleihen bei der mittelalterlichen Burgen-Architektur entsprachen dem feudalen Charakter, den das Kaiserreich in vieler Hinsicht noch hatte. Professor Christoph Nonn, Historiker an der Universität Düsseldorf, hat gerade eine umfassende Monografie der Epoche publiziert. Er hält fest: "Dass das Reich 1871 eigentlich noch ein Agrarstaat gewesen ist, der tatsächlich auch ländlich-aristokratisch geprägt gewesen ist, mit wenigen Ausnahmen. Einzelne Städte, das Rheinland, Sachsen, die waren schon industrialisiert, aber der ganze Rest war wirklich noch ein Stückweit im Feudalzeitalter stecken geblieben, auch wenn es die feudale Ordnung nicht mehr gab. Die soziale Stellung der Aristokratie war nach wie vor da – und die ist eben politisch auch zementiert worden bis 1918."

Historische Postkarte: Berta Krupp und Gustav von Bohlen und Halbach, im Hintergrund die 1870-73 von Alfred Krupp gebaute Villa Hügel   (imago stock&people)Villa Hügel in Essen - feudales Macht- und Reichtumssymbol einer Industriellenfamilie (imago stock&people)

Wirtschaftsboom sorgt für Stabilität

Der Kaiser war Aristokrat, die Reichskanzler und die Staatssekretäre, quasi die Minister des Kaiserreichs, ebenso. Auf dem Land dominierte der Adel auch das gesellschaftliche Leben – insbesondere auf den riesigen Landgütern östlich der Elbe. "Im Lauf der Zeit ist das zum Problem geworden, weil das Reich immer mehr zum Industriestaat geworden ist, in dem das Bürgertum eine immer stärkere Rolle gespielt hat, die Aristokratie zurückgetreten ist als wirtschaftliche Elite, als soziale Elite, aber politisch hatte sie eben nach wie vor das Sagen."

Doch das Reich scheiterte nicht an diesem Widerspruch, betont Nonn. Vor allem der Wirtschaftsboom sorgte für Stabilität, der nach der Reichsgründung 1871 einsetzte und – trotz eines Dämpfers durch die Börsenkrise von 1874 – immer mehr Fahrt aufnahm. Grundlage war der große, einheitliche Wirtschaftsraum, der in den 1870er Jahren aus 22 deutschen Fürstentümern und drei Hansestädten entstand: Nach und nach wurden Währungen, Post- und Telegraphenwesen, Verkehr und Recht im ganzen Land vereinheitlicht.

Je stärker sich das Land zum kapitalistischen Industriestaat entwickelte, desto mehr glichen sich Adel und Bürgertum an. Manche bürgerlichen "Industriebarone" ließen sich einen Adelspalast bauen wie Alfred Krupp in Essen, meist jedoch übernahmen die Aristokraten, insbesondere die einflussreichen Großgrundbesitzer aus dem östlichen Preußen, die Denkweise des erfolgreichen Wirtschaftsbürgertums.

Spektakuläre Erfolge der Wissenschaft

Einen entscheidenden Anteil am ökonomischen Boom, gerade in den zukunftsweisenden Branchen, hatte die Wissenschaft, die ebenfalls fest in bürgerlicher Hand war. Der Wissenschaftshistoriker Dieter Hoffmann, Professor an der Humboldt-Universität Berlin:

"Es entstehen die ersten wissenschafts-basierten Industriezweige. Vor allem die Chemie, die ohne wissenschaftliche Erkenntnisse ihre Produkte nicht entwickeln kann. Dann in der Physik die optische Industrie; Carl Zeiss und Ernst Abbe sind hier die Repräsentanten. Und eben die Elektroindustrie - auch ein wissenschaftsbasierter Industriezweig, der nicht ohne Kenntnis von physikalischen Gesetzen des Elektromagnetismus zu verstehen ist."

Während des Kaiserreichs feierte die deutsche Wissenschaft Erfolge wie nie zuvor oder danach. Der vor wenigen Jahren verstorbene Rüdiger vom Bruch, Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin, galt als herausragender Kenner der Epoche. In einem Interview machte er deutlich: "Wer in den Naturwissenschaften oder auch in den Geisteswissenschaften auf der Höhe der Zeit sein wollte, musste Deutsch als Wissenschaftssprache beherrschen. Die führenden Zeitschriften, Handbücher, wurden von deutschen Wissenschaftlern auf Deutsch veröffentlicht. Das war also ein Punkt, der zweite Punkt war die Anziehungskraft deutscher Universitäten für ausländische Studierende."

Nobelpreise in Serie für die deutschen Forscher

Schon 1901, bei der ersten Verleihung von Nobelpreisen, gingen die Auszeichnungen in Physik an Wilhelm Conrad Röntgen und in Physiologie an Emil von Behring, 1902 folgte Emil Fischer in Chemie, 1905 Robert Koch wieder in Physiologie - und so ging es weiter. Wie kam es zu diesen spektakulären Erfolgen? "Als die deutsche Forschungsuniversität sich seit dem frühen 19. Jahrhundert etablierte, im Sinn einer Universität, die weniger Lehre als hochspezialisierte Forschungserfolge prämiert, damit war verbunden, dass die Wissenschaft in Deutschland einen Stellenwert im allgemeinen Bewusstsein einnahm, was so für andere Staaten nicht galt."

Die hohe Wertschätzung der Wissenschaft ging auf die bitteren Erfahrungen zurück, die die patriotischen deutschen Intellektuellen in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts gemacht hatten: Die zersplitterten deutschen Staaten, einschließlich Preußens, hatten sich als machtlos gegen die Armeen Napoleons erwiesen – und als der französische Kaiser 1815 schließlich besiegt war, beendeten die reaktionären Beschlüsse des Wiener Kongresses alle Hoffnungen auf eine nationale Einigung und politische Freiheiten. Dichter und Denker wandten sich Künsten und Wissenschaften zu: Nur darin konnte die Nation ihr Potential entfalten. Als 1871 endlich der erste deutsche Staat gegründet worden war, kam es zu einem neuen Schub.

Das sogenannte Observatorium, mitten auf dem PTR-Gelände in Berlin gelegen, galt Ende des 19. Jahrhunderts als das modernste physikalische Forschungsgebäude weltweit. Eindrucksvolle bauphysikalische Pionierleistungen hatten dazu geführt, dass die Experimentatoren nahezu ideale Messbedingungen vorfanden: Erschütterungsfreiheit, Temperaturkonstanz und minimale elektromagnetische Interferenzen zeichneten die Laborräume aus. Auch in den Jahren nach Hermann von Helmholtz, dem ersten Präsidenten der PTR, war das Observatorium Stätte wegbereitender physikalischer Experimente. (Physikalisch-Technische Bundesanstalt)Die Gebäude für die Physikalisch-Technische Reichsanstalt wurden 1887 bis 1896 errichtet (Physikalisch-Technische Bundesanstalt)

Ein neues Wissenschaftssystem

In den 1880er Jahren begann die Regierung eine staatliche Wissenschaftspolitik mit der Förderung langfristig wichtiger Forschungsfelder, wie sie noch heute betrieben wird. Die Universitätsinstitute in Berlin-Dahlem, heute überwiegend Teil der FU Berlin, wurden aufgebaut, zentrale Reichsforschungsanstalten gegründet. Die Physikalisch-Technische Reichsanstalt etwa widmete sich der Grundlagenforschung und aktuellen Fragen der industriellen Anwendung, so Dieter Hoffmann: "Und eine solche war, sich darüber Gedanken zu machen, wie Glühlampen leuchten. Das war ein Erfordernis der deutschen Elektroindustrie und anderseits war das die Grundlage, auf der dann Max Planck sein Strahlungsgesetz und damit die Quantentheorie begründete. Also diese Vernetzung zwischen Industrie, Wissenschaft und Staat, das ist auch eines der Geheimnisse des Erfolgs deutscher Wissenschaft und deutscher Industrie."

Die Hochschul-Landschaft veränderte sich grundlegend, weil naturwissenschaftliche Forschung viel mehr Geld verschlang als die Geisteswissenschaften - gerade in den Gebieten Chemie und Elektrotechnik, in denen die deutsche Wirtschaft führend war. Der Staat war mit der Finanzierung überfordert. Die Lösung bot das auf Industrie und Staat aufgeteilte Wissenschaftssystem, das in ähnlicher Form noch heute existiert. Rüdiger vom Bruch: "Das war privat, also in der Regel von Firmen und Wirtschaftsverbänden eingeworbenes Geld, das zur Finanzierung von Forschungsinstituten diente, die dann um einzelne Persönlichkeiten herum gebaut wurden. Ein herausragender Gelehrter bekam die Gelegenheit, völlig frei zu forschen – wobei einzuschränken ist, dass die industriellen Geldgeber natürlich Wert darauf legten, in welche Richtung diese Forschung kam."

Nationalistische Grundhaltung verband alle Schichten

Höhepunkt der Entwicklung war 1911 die Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, des Vorläufers der Max-Planck-Gesellschaft, die vor allem naturwissenschaftliche Projekte förderte.

Noch vor dem Ersten Weltkrieg kam der Aufbau eines modernen Wissenschaftssystems zu einem Abschluss. Die nationalistische Grundhaltung blieb dabei erhalten, ja, sie nahm eher noch zu. Der Stolz auf Kaiser und Reich verband Professoren und Arbeiter, Aristokraten und Bürgerliche. Wenn es um die Nation ging, paktierten Monarchisten mit Sozialdemokraten und Konservative mit Liberalen. Und doch kam es noch zu Kaisers Zeiten zu einer Revolution – einer Revolution in den Künsten.

Strauss und Salome - Karikatur von W. Bithorn, 1911 Der Komponist Richard Strauss (1864 1949) dirigiert sein Werk vor einem umfallenden Notenständer, während Salome ihm das abgeschlagene Haupt des Jochanaan heranträgt (imago images/KHARBINE TAPABOR )Die Oper Salomé war bei der Uraufführung 1905 starker Tobak für das Publikum, in Wien konnte das Werk wegen „die Sittlichkeit beleidigender“ Handlung nicht gezeigt werden (imago images/KHARBINE TAPABOR )

Aufbruch der Künste - der Expressionismus

"Nicht etwa erst beginnend in den 20er Jahren, die ja manchmal etwas einseitig verantwortlich gemacht werden für das Moment künstlerischer Innovation, es geht so viel früher los," so Professor Kilian Heck, Kunsthistoriker an der Universität Greifswald. "Bereits 1905 hat Richard Strauss die ‚Salomé‘ uraufführen lassen in Dresden, das sind Kunstwerke, die von der Tonalität her ganz neue Dinge hervorgebracht haben, die mit Kompositionsformen gebrochen haben, die über Jahrzehnte tradiert waren."

Ein Riss tat sich auf in der Kunstwelt: Unerhörte Formen, verstörende Bilder provozierten das Bildungsbürgertum. Das Dissonante und das Abstrakte verbreitete sich durch alle Gattungen, auch in die Literatur:

Angststurm

Grausen
Ich und Ich und Ich und Ich
Grausen Brausen Rauschen Grausen
Träumen Splittern Branden Blenden
Sterneblenden Brausen Grausen
Rauschen
Grausen
Ich.

Nicht die akademischen Regeln, nicht die Erkennbarkeit des Gegenstandes bestimmte den neuen Stil, sondern allein die Wahrnehmung des Künstlers, sagt der Historiker Frank-Lothar Kroll, Professor in Chemnitz: Form und Inhalt reduziert auf die Ängste, Visionen und Obsessionen des Ichs. "Kein Reim mehr, die Satzfolge, die Syntax stimmt nicht mehr, die Interpunktion ist oftmals vollkommen aufgelöst – wenn Sie so ein Gedicht von August Stramm lesen, das hat vielleicht acht Zeilen, aber jede Zeile besteht oft nur aus einem Schrei." Und der Expressionismus erfasste auch die Malerei.

Ausschnitt von "Lyrisches (Reiter zu Pferd)", ein Gemälde von Wassily Kandinsky von 1911, zu sehen im Rotterdamer Museum Boymans-van Beuningen. (akg-images)Ausschnitt von "Lyrisches (Reiter zu Pferd)", ein Gemälde von Wassily Kandinsky von 1911 (akg-images)

"Denken Sie an das erste expressionistische Bild von 1911 von Kandinsky, da sieht man eben auch – überhaupt nichts mehr. Man sieht Striche, Punkte, Wellenlinien, die auch nicht mehr erinnern sollen an äußerlich Wahrgenommenes, das soll nicht mehr sein. Alles ist sozusagen Phantasie-Form im Kopf des Künstlers." Kandinsky, der zu dieser Zeit in Deutschland lebte, schlug den Weg zur Abstraktion ein, andere Maler schwelgten im Rausch der Farben und Formen. Häuser leuchteten gelb, Kühe blau, Straßenecken längten sich zu drohenden spitzigen Dreiecken. "Das Neue ist, dass bis dahin die Wirklichkeit abgebildet wurde. Jetzt ist es auf einmal so: Die Wirklichkeit wird geboren im Kopf der Künstler – und sie wird dann ins Bild gebracht. Oder in Ton gesetzt. Oder ins Wort gesetzt. Das ist das Neue an der Revolution der Künste zwischen 1900 und 1905."

Eine neue Gesellschaft der Individuen?

Den Mainstream jedoch bestimmten Andere: Das Kaiserhaus verehrte Anton von Werners überdimensionale Historiengemälde von großen Momenten deutscher Geschichte, im Bürgertum feierte der Impressionismus als eine Art "neue Romantik" Erfolge. Die anti-bürgerliche Revolution, der demonstrative Bruch mit der tradierten Kunstauffassung, ging von einer Handvoll Außenseiter aus. Doch ihr radikales Bekenntnis zum individuellen Ausdruck löste schon in wilhelminischer Zeit den Epochenwandel aus: Den Anfang der Moderne – die nach dem Untergang der Monarchie 1918 zur breiten künstlerischen Strömung wurde.

Die Revolution der Künste spiegelt den grundlegenden sozialen Umbruch am Ende des 19. Jahrhunderts wider: Aus den zerfallenden feudalen Strukturen entstand der bürgerliche Industriestaat. In beiden Umwälzungen zeigte sich dieselbe neue Denkweise: Die Avantgarde der Maler, Musiker und Literaten gab sich zwar anti-bürgerlich, doch das hervorstechende Merkmal ihres Schaffens, der radikale Individualismus, war auch ein zentraler Wert des aufsteigenden Bürgertums. Als sich die aristokratische Ordnung auflöste, begründete das Bürgertum eine Gesellschaft der Individuen, sagt der Historiker Christoph Nonn: "Diese Betonung des Individuums, das ist eigentlich das Neue und das gehört auch zum bürgerlichen Wertehimmel ganz essentiell dazu. Wo auch jeder verantwortlich ist für das, was er tut."

Wilhelm I wird im Beisein von Otto von Bismarck im Spiegelsaal zum Kaiser ausgerufen (Stich nach dem Gemälde von Anton von Werner)  (imago)Der Mainstream verehrte nicht Kandinsky, sondern Impressionisten oder Historienmaler wie Anton von Werner. Und auch die "Werte" des Kaiserreichs wie Nationalismus, Militarismus und Obrigkeitsgehorsam verschwanden keineswegs mit seinem Ende. (imago)

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