Geplante Entlastungen
DGB-Vorsitzende Fahimi spricht von einem "richtigen Zeichen"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hält die von der Bundesregierung geplanten Entlastungen für Bürger wegen hoher Kraftstoff- und Energiepreise infolge des Iran-Kriegs für vorerst angemessen.

    Das Foto zeigt Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, DGB.
    Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi (picture alliance / dpa / Christoph Soeder)
    Die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um je etwa 17 Cent brutto pro Liter zu senken, sei ein richtiges Zeichen, sagte die DGB-Vorsitzende Fahimi im Deutschlandfunk. Ob diese Preisreduzierung aber von den Mineralölkonzernen an die Verbraucher weitergegeben werde, müsse man sehen. Zudem seien die angepeilten zwei Monate eine viel zu kurze Laufzeit. Das müsse verlängert werden. Wichtig sei vor allem, dass die Bundesregierung nicht nur in der Logik der Krise Politik mache. Deutschland benötige systemische Veränderungen, die die Menschen nachhaltig entlasteten.
    Außer der Absenkung der Energiesteuer plant die Koalition, Arbeitgebern zu ermöglichen, ihren Beschäftigten steuer- und abgabenfrei eine Prämie zu zahlen. Vorgesehen sind bis zu 1.000 Euro. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Kampeter, erklärte, es sei unrealistisch, davon auszugehen, dass alle Unternehmen die Prämie zahlen könnten. Dafür sei die Wirtschaftslage zu angespannt.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.