Donnerstag, 07. Juli 2022

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Doping
Seppelt: "Wirkung von Anti-Doping-Gesetz weiter offen"

Ein Jahr nach der Einführung des Anti-Doping-Gesetzes hat ein Gericht in Deutschland erstmals Spitzenathleten bestraft. Ob das Gesetz wirklich funktioniere, bleibe aber unklar, sagt der ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt im Deutschlandfunk.

Hajo Seppelt im Gespräch mit Astrid Rawohl | 14.01.2017

Der ARD-Journalist und Doping-Experte Hajo Seppelt.
Der ARD-Journalist und Doping-Experte Hajo Seppelt. (picture alliance/dpa - Jens Wolf)
Zwei Ringern des ASV Nendingen sind vom Amtsgericht Tuttlingen jeweils wegen des Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz zu Geldstrafen verurteilt worden.
Für die Befürworter des Gesetzes sei es ein Etappensieg, sagte Seppelt. "Ob das Gesetz Wirkung zeigt ist aber offen, weil ein Beschuldigter Einspruch eingelegt hat. Das wird eine spannende Geschichte."
Russland - "Das IOC muss handeln"
Das in dem Verfahren entscheidende Dopingmittel Meldonium spielte auch bei russischen Athleten eine Rolle. Wegen Russlands Staatsdoping fordern führende nationale Anti-Doping-Agenturen den unbefristeten Ausschluss russischer Sportorganisationen von allen internationalen Wettbewerben.
"Die Lage spitzt sich zu", sagt Seppelt. Das Jahr 2017 werde interessant, und es liege in der Hand von IOC-Präsident Thomas Bach zu zeigen, dass ihm ein suaberer Sport am Herzen liege. "Das IOC muss handeln."
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