Mittwoch, 24.07.2019
 
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StartseiteThemaKlimakrise16.06.2019

DossierKlimakrise

Rekordhitze, steigende Meeresspiegel, Not und Elend durch Wetterkatastrophen – die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher spürbar. Auf drei großen Konferenzen in Bonn, New York und Chile in diesem Jahr sucht die Weltgemeinschaft nach Wegen, wie die 2015 in Paris vereinbarten Klimaziele doch noch erreicht werden können.

Abgebrochener Eisberg in Qaqortoq/Grönland (Joe Raedle/Getty Images)
Abgebrochener Eisberg in Grönland: Der Klimawandel ist allgegenwärtig - doch es wird wenig dagegen getan (Joe Raedle/Getty Images)

 

Die Konferenzen

Klimakonferenz Bonn 17.06. - 27.06.2019
UN-Klimagipfel New York 23.09.2019
Weltklimakonferenz Santiago de Chile 02.12. - 13.12.2019

Aktuelle Zahlen und Perspektiven

 14.08.2018, Brandenburg, Jacobsdorf: Am Rande eines Maisfeldes stehen verkümmerte Pflanzen, die keine Kolben gebildet haben. Unter der anhaltenden Trockenheit leiden besonders die Maispflanzen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB | Verwendung weltweit (dpa / Pleul) (dpa / Pleul)Treibhausgase auf Rekordniveau    
Die USA, China und Indien sind für 70 Prozent des weltweiten Anstiegs der Treibhausgase im vergangenen Jahr verantwortlich. Auch in der EU ist die Trendwende noch nicht geschafft - obwohl die Emissionen zuletzt sanken.

  (dpa / Patrick Pleul) (dpa / Patrick Pleul) Hitzewelle 2018 und die Landwirtschaft 
Der Europäische Klimabericht bestätigt: Hitze und Trockenheit sind 2018 in Mitteleuropa "ungewöhnlich lange stabil" gewesen. Das Phänomen könnte häufiger auftreten und Folgen für die Nahrungsmittel-Versorgung haben.

  (dpa / KEYSTONE / Eddy Risch) (dpa / KEYSTONE / Eddy Risch)Gefahren aus Sicht der Wirtschaft 
Welche Gefahren bedrohen die Menschheit? Der Risikobericht des Weltwirtschaftsforums nennt da unter anderem die Folgen des Klimawandels, aber auch den wenig augesprägten Willen, globale Probleme gemeinsam zu lösen.

  (imago/ZUMA Press) (imago/ZUMA Press)Wetterextreme als Bedrohung  
Die wärmsten Jahre seit Beginn der Klima-Aufzeichnungen, der Meeresspiegel mit neuem Rekordstand und immense Schäden aufgrund von wetterbedingten Extremereignissen: Der Bericht der Weltwetterorganisation WMO für das Jahr 2018 gibt Anlass zu großer Sorge.

  (Ingo Wagner, dpa picture-alliance) (Ingo Wagner, dpa picture-alliance)US-Militär und der Klimawandel
US-Präsident Donald Trump bestreitet die Existenz des Klimawandels. Das Verteidigungsministerium hingegen vertraut den Wissenschaftlern der NASA – und sieht konkrete Gefahren für die Einsatzbereitschaft der Truppe.

Interviews

 Demonstranten mit einem farbenfrohen Schild auf dem steht: "Das Klima aussichtsloser als unser Mathe-Abi". Gesehen auf der Demonstration von Schülerinnen und Schüler unter dem Motto FridaysForFuture beim Schulstreik für einen Ausstieg aus der Kohlepolitik. (imago/ IPON) (imago/ IPON)"Die Zukunft der jungen Generation" 
Für die "Fridays for Future"-Bewegung gehen viele Schüler lieber auf die Straße als in den Unterricht. Zu Recht, sagt Carl-Friedrich Schleussner von der Denkfabrik Climate Analytics. 

  (dpa/Kay Nietfeld) (dpa/Kay Nietfeld)"Der Wandel wird schmerzhaft sein" 
Markus Engels Generalsekretär von der Intiative "Global Solutions Summit" fordert ökonomischen und technischen Fortschritt auch immer mit sozialem Fortschritt zu verbinden.

  (imago/Christian Mang) (imago/Christian Mang)"Neue Wohlstandsmodelle entwickeln" 
Weder Verbote noch Protest allein reichen, um etwas zu verändern, sagt die Soziologin Anita Engels. Sie findet: Die Die Jugend muss rein in die politischen Institutionen und dort mitgestalten.

  (picture alliance / Michael Kappeler) (picture alliance / Michael Kappeler)"Mangel an politischem Willen" 
Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisiert die Haltung von CDU/CSU und SPD in der Klimakrise. Für sie ist es höchste Zeit, dass nicht nur die junge Generation für den Klimaschutz auf die Straße geht.

  (pa / Kay Nietfeld) (pa / Kay Nietfeld)"Zeit für Symbole ist vorbei" 
In der Klimaschutzpolitik sei in den vergangenen Jahren zu wenig passiert, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Sie setzt auf das geplante Klimaschutzgesetz.

Hintergrund

  (dpa / Christophe Gateau) (dpa / Christophe Gateau)Flugreisen: Steuerfreie Klimasünde 
Die Luftfahrtbranche ist billig und beliebt – trotz Klimawandel und Flugscham. Umweltschützer kritisieren unter anderem, dass Kerosin nicht besteuert wird. Gibt es langsam ein Umdenken?

  (imago stock&people) (imago stock&people)Australien: Die Folgen der Erderwärmung 
Verheerende Buschfeuer in Tasmanien und Springfluten an den Küsten: Nie waren die Folgen des Klimawandels sicht- und spürbarer. Ganze Landesteile könnten auf Dauer unbewohnbar werden.

  (picture alliance / Tom Mihalek) (picture alliance / Tom Mihalek)New Jerseys Küsten: Vom Meer bedroht 
Der Meeresspiegel steigt, regelmäßig wird der US-Bundesstaat New Jersey von Hochwasserfluten geschädigt. Nun sollen Küstenbewohner ins sichere Landesinnere umgesiedelt werden – doch viele wehren sich.

  (pa / Yonhap) (pa / Yonhap)Südamerika: Kehrseite der E-Mobilität   
Im Dreiländereck Bolivien, Chile, Argentinien sollen 70 Prozent der weltweiten Lithium-Vorkommen lagern. Der Rohstoff wird gebraucht, um Batterien für Elektro-Autos herzustellen. Der massive Abbau zerstört die Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung.

Ausblick

  (picture alliance / Jens Büttner) (picture alliance / Jens Büttner)"Elektroautos sind keine Wunderwaffe" 
Mit Elektroautos könnten bis zum Jahr 2050 mehr als 60 Prozent Kohlendioxid eingespart werden, sagte der Klimaforscher Felix Creutzig im Dlf. Voraussetzung sei aber, dass der Strom für die Fahrzeuge emissionsfrei produziert werde. 

  (Deutschlandradio/Anke Petermann) (Deutschlandradio/Anke Petermann)CO2-Schleudern und Hitzeproduzenten 
In deutschen Städten würden mehr als 60 Prozent des CO2-Ausstoßes verursacht. Gleichzeitig seien sie ein wichtiger Teil der Lösung, sagt Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Sie fordert den Schulterschluss der Kommunen.

  (imago/ Florian Gaertner) (imago/ Florian Gaertner)Deutsche Städte: Hilfe beim Klimaschutz 
Die Kommunen wollen Geld für den Klimaschutz. Die bestehenden Förderprogramme reichen ihnen nicht aus. Sie müssen Klimaschutz und Baupolitik unter einen Hut bringen.

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