
Wittig sagte im Deutschlandfunk, es sei ein Irrglaube, dass im Friedensrat eine Harmonie herrschen könne, die der UNO bislang nicht gelungen sei. Er nannte den Rat eine "absurde Konstruktion ohne internationale Legitimation". Besonders Präsident Trumps lebenslanger Vorsitz werde dafür sorgen, dass der Rat nicht lange funktionieren werde, sagte Wittig.
Der ehemalige UNO-Botschafter empfahl Deutschland und der EU, auf den Beitritt zu verzichten. Sie würden sonst ihre Prinzipien mit Füßen treten, sagte er. Der Vorschlag von Präsident Putin, seinen Mitgliedbeitrag aus den in den USA eingefrorenen russischen Konten zu bezahlen, zeige, wie wenig ernst andere Staatschefs den Rat nähmen.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hatten Vertreter von 19 Ländern die Gründungsurkunde unterzeichnet. Der Friedensrat sollte seine Arbeit ursprünglich auf den Gazastreifen konzentrieren, inzwischen besteht laut US-Präsident Trump der Anspruch, weltweit Konflikte zu lösen. Der Rat ist auf Trump zugeschnitten, an seinen Vorsitz ist ein de-facto-Vetorecht geknüpft, weil alle Entscheidungen seiner Zustimmung bedürfen. Für eine langfristige Mitgliedschaft müssen Staaten eine Milliarde Dollar zahlen.
Frankreich lehnt die Neugründung entschieden ab. Für die Bundesregierung erklärte Außenminister Wadephul, es gebe bereits einen Friedensrat, das seien die Vereinten Nationen.
Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







