
In Teilen Nordrhein-Westfalens und Sachsens sollen heute Busse und Straßenbahnen in den Depots bleiben; in Sachsen wurde auch gestern schon gestreikt, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Sie hat auch für Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen - unter anderem in Bayern und Hamburg.
In Nordrhein-Westfalen sollen laut Aufruf morgen zudem die Werkstätten von Nahverkehrsbetrieben bestreikt werden. Das hat Auswirkungen auf den Verkehr: Die Kölner Verkehrs-Betriebe teilten mit, dass auch an diesem Tag keine Stadtbahnen fahren werden. Fahrzeuge, die der Strecke liegen blieben, könnten nicht repariert oder auf die Betriebshöfe abgeschleppt werden. Der Busbetrieb werde aber aufrechterhalten. Dieses Mal treffen die Warnstreiks weniger Bundesländer als bei den vorigen Ausständen, bei denen teils über mehrere Tage hinweg der kommunale Nahverkehr nahezu bundesweit zum Erliegen kam. Wie zuletzt dürfte es regional Unterschiede bei Streikdauer und -beginn geben.
Erstmal keine Warnstreiks mehr im hessischen Nahverkehr
Es ist der dritte großflächig koordinierte Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die Verdi parallel in allen Bundesländern führte. In Baden-Württemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen, in Niedersachsen gilt noch bis Ende des Monats die Friedenspflicht. In Hessen wird es vorerst ebenfalls nicht zu neuen Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr kommen. Verdi zufolge gab es eine Einigung mit den Arbeitgebern. Darüber müssten jetzt die Mitglieder entscheiden, hieß es. Einzelheiten wurden noch nicht mitgeteilt.
Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
