Samstag, 17.04.2021
 






























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Nächste Sendung: 18.04.2021 09:30 Uhr

Essay und Diskurs
Wir sind das Fleisch
Von Jan Brandt
Deutschlandfunk Kultur 2020

Unser Essverhalten beeinflusst unser Denken und Fühlen. Wer wir sind. Für wen wir uns halten. Wann und warum unser Belohnungssystem anspringt. „Wat de Buur nich kennt, dat fret he nich.” Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Schriftsteller Jan Brandt erinnert diesen Spruch aus seiner Kindheit in Ostfriesland und geht mit ihm zurück in die Geschichte des Nahrungsmittels Fleisch. Der ostfriesische Merksatz drückt nicht nur ein Misstrauen allem Fremden und Neuen gegenüber aus, ein kulinarischer Konservatismus, sondern auch, wie wichtig Herkunft und Tradition im Hinblick auf das Essen für die Herausbildung des ländlichen Selbstverständnisses ist: Als dieser Spruch aufkam, gab es noch eine enge Bindung an die Lebensmittel, an die Pflanzen und Nutztiere, die auf dem Küchentisch landeten. Das meiste hatten die Leute im Dorf selbst angebaut und geerntet, gemästet und geschlachtet oder von Bekannten bezogen. Aber was bedeutet es heute, Tiere zu essen? Heute ist Jan Brandt Vegetarier und erörtert in seinem Essay, warum ganz besonders in Zeiten von Corona die Frage des Fleischessens gestellt werden sollte. Denn: Der Mensch is(s)t, was er is(s)t.
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