Freitag, 15.10.2021
 
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Nächste Sendung: 17.10.2021 09:30 Uhr

Essay und Diskurs
Die Literatur und das „Wir“ - Wie wird Welt zu Text? (2/4)
Wie wird Gesellschaft zu Text?
Juan S. Guse im Gespräch mit Miriam Zeh
(Teil 3 am 24.10.2021)

In Romanen suchen wir nach Welt, nach Gesellschaft. Erfundene Geschichten werden seit Jahrhunderten zu einem Spiegel ihrer jeweiligen Gegenwart. Aber wo finden Autorinnen und Autoren eigentlich diesen Zeitgeist?
Juan S. Guse baut Romanwelten, die nicht abbilden, sondern irritieren. Es sind nur kleine Details unserer Wirklichkeit, die er verändert. Der Atlantik wird zur Wüste in „Miami Punk“. Und ein Computerspiel, das denselben Namen trägt wie Pierre Bourdieus berühmte Untersuchung der Pariser Banlieus, soll „Das Elend der Welt“ nicht mildern, sondern intensivieren. Dabei kennt sich der studierte Soziologe doch besser aus in der Weltbeschreibung. Seine Wissenschaft will das Verhalten des Menschen in der Gesellschaft so genau wie möglich abbilden. Folgt seine Literatur einem anderen Auftrag? Wie kommt Gesellschaft in einen Roman, wie in eine soziologische Studie? Und was kann der eine oder andere Text tatsächlich zum Verständnis der Welt und der Verständigung der Menschheit beitragen? Juan S. Guse, geboren 1989, wurde für seine literarischen Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Fellowship der Villa Aurora. Sein zweiter Roman „Miami Punk“ erschien 2019. Derzeit promoviert er im Bereich der Arbeits- und Organisationssoziologie an der Leibniz Universität in Hannover.
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