DIW-Berechnung
Etwa 300.000 Kitaplätze fehlen - vor allem in Westdeutschland

In Deutschland fehlen laut einer aktuellen Berechnung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft weiterhin rund 300.000 Kitaplätze für unter Dreijährige. Das entspreche rund 14 Prozent, meldete die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die Untersuchung. Besonders im Westen bleibe die Lage angespannt. 

    Ein Kind spielt mit einer Erzieherin im Sandkasten einer Kita. Im Vordergrund ist ein buntes Plastikspielzeug zu sehen.
    Besonders in westdeutschen Bundesländern fehlen Krippenplätze. (picture alliance / dpa / Christoph Soeder)
    Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Situation demnach nur wenig verbessert. Bereits damals erklärte das IW, der Ausbau von Betreuungsplätzen schreite kaum voran. Die Forscher erneuerten daher ihre Forderung an die Politik, den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur zu beschleunigen - vor allem im Westen.
    Für die ostdeutschen Bundesländer prognostiziert das Institut hingegen einen Abbau von Kita-Plätzen. Das sei "unausweichlich", da die Zahl der unter Dreijährigen dort seit 2019 regelrecht eingebrochen sei, heißt es in der Studie.
    Diese Nachricht wurde am 29.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.