Sondergipfel zum Grönlandstreit
EU gesteht Fehler in der Arktis ein

Die Europäische Union hat Fehler im Umgang mit Grönland und der Arktis eingeräumt.

    Ursula von der Leyen spricht auf einer Pressekonferenz im Brüsseler Ratsgebäude.
    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem Sondergipfel zur Grönlandkrise. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Omar Havana)
    Es sei zu wenig in die Arktis und ihre Sicherheit investiert worden, sagte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nach dem Sondergipfel in Brüssel. Sie kündigte ein umfassendes Investitionspaket für Grönland an. Zudem solle die Zusammenarbeit mit der weltgrößten Insel intensiviert werden. Einen Teil ihrer gestiegenen Verteidigungsausgaben werde die EU für arktistaugliche Ausrüstung wie einen europäischen Eisbrecher einsetzen. Die Beziehungen zu Partnern in der Region wie Großbritannien, Kanada, Norwegen und Island müssten gestärkt werden, sagte von der Leyen, dies sei eine geopolitische Notwendigkeit.
    US-Präsident Trump hatte seinen Besitzanspruch auf Grönland mit sicherheitspolitischen Überlegungen begründet. Die EU-Staats- und Regierungschefs warnten die USA vor neuen Drohungen und betonten, das ausgesetzte Handelsabkommen mit Washington wieder auf den Weg bringen zu wollen.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.