Sondergipfel zum Grönlandstreit
EU gesteht Fehler in der Arktis ein

Die EU will ihre Präsenz in der Arktis ausbauen.

    Ursula von der Leyen spricht auf einer Pressekonferenz im Brüsseler Ratsgebäude.
    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem Sondergipfel zur Grönlandkrise. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Omar Havana)
    Es sei zu wenig in die Sicherheit von Grönland investiert worden, sagte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nach dem Sondergipfel in Brüssel. Sie kündigte ein umfassendes Investitionspaket an. Einen Teil ihrer gestiegenen Verteidigungsausgaben werde die EU für arktistaugliche Ausrüstung wie einen europäischen Eisbrecher einsetzen.
    Bundeskanzler Merz sagte, die Europäer müssten nun Konsequenzen ziehen und ihre Verteidigungsfähigkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit stärken. Zugleich sprach er sich wie andere Staats- und Regierungschefs weiter für eine enge Zusammenarbeit mit den USA aus.
    Der Sondergipfel war am Wochenende einberufen worden, nachdem Trump Strafzölle gegen Staaten angekündigt hatte, die seine Besitzansprüche auf Grönland nicht akzeptieren wollten. Nach der Entschärfung des Konflikts auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ging es vor allem um eine Bewertung der Beziehungen zu den USA.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.