Handelsabkommen
EU und Schweiz beschließen engere Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die Europäische Union und die Schweiz auf ein umfangreiches Handelsabkommen geeinigt.

    Ekaterina Zachariewa und Guy Parmelin sitzen an einem Tisch, hinter ihnen sind die Fahnen der EU und der Schweiz.
    Ekaterina Zachariewa, EU-Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation (links), und der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin (picture alliance/KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
    Die in Brüssel unterzeichnete Vereinbarung ersetzt mehr als 120 bisherige Einzelbestimmungen und soll die Zusammenarbeit stabiler und einfacher machen. Zentrale Bereiche sind unter anderem der Strommarkt, die Lebensmittelsicherheit und das Gesundheitswesen. Für einen besseren Zugang zum EU-Binnenmarkt verpflichtet sich die Schweiz, dauerhaft einen kleinen Beitrag zum EU-Budget zu leisten und ihre Gesetze regelmäßig an europäisches Recht anzupassen.
    Das Abkommen muss noch von mehreren Instanzen auf Seiten der Schweiz und der Europäischen Union genehmigt werden. In der Schweiz ist für die Ratifizierung aller Voraussicht nach auch noch eine Volksabstimmung nötig. Gegner bezeichnen die Neuerungen als "EU-Unterwerfungsvertrag". Sie fürchten unter anderem um die Unabhängigkeit der schweizerischen Justiz.
    Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.