
Das Europaparlament in Straßburg beschloss mit knapper Mehrheit, ein Gutachten darüber einzuholen, ob das Dokument mit EU-Recht vereinbar ist. Für eine Überprüfung stimmten 334 Abgeordnete, 324 votierten dagegen, 11 enthielten sich. Als Konsequenz könnte sich das Ratifizierungsverfahren um Monate oder sogar Jahre verzögern. Das EU-Parlament kann das Abkommen erst nach einer Entscheidung des EuGH ratifizieren.
Der Antrag zur Anrufung des Gerichtes ging auf französische Abgeordnete zurück. In Frankreich stößt das Mercosur-Abkommen auf breite Ablehnung. Kritik kommt aber auch von Landwirten aus anderen europäischen Ländern sowie von Umwelt- und Verbraucherschützern. Unterstützung erhielt der Vorstoß vor allem von Grünen, Liberalen und Linken. - Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay war am Samstag nach 25 Jahre dauernden Verhandlungen unterzeichnet worden. Mit seinem Inkrafttreten entstünde eine der weltweit größten Freihandelszonen. Wegen des Wegbrechens der USA als verlässlichem Handelspartner hatte es in der EU zuletzt verstärkt Forderungen nach weiteren Freihandelsabkommen gegeben.
Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.









