Frankfurt am Main
EZB erhöht Leitzins erstmals seit fast drei Jahren - Weltbank erwartet schwächstes Wachstum seit Corona

Die Europäische Zentralbank hat wegen ‌der ⁠durch den ⁠Iran-Krieg zugenommenen Inflation wieder die Zinsen erhöht. Wie die EZB in Frankfurt am Main mitteilte steigt der für ⁠Sparer wichtige Einlagensatz von 2,0 auf 2,25 Prozent.

    Euro-Symbol vor der EZB in Frankfurt am Main
    Die EZB erhöht Leitzins erstmals seit fast drei Jahren. (Imago / Joerg Boethling )
    Zuletzt hatten die ​Währungshüter im September 2023 die Zinsen heraufgesetzt. Weiter hieß es, die Aussichten für die Wirtschaft im Euroraum trübten sich ein. Im laufenden Jahr werde ein Wachstum von 0,8 Prozent erwartet und für 2027 dann 1,2 Prozent. EZB-Präsidentin Lagarde erklärte, der Krieg drohe die Inflation im Euroraum weiter anzufachen, während er die Wirtschaft schwäche.
    Diese Einschätzung gilt nach Ansicht der Weltbank auch für die gesamte Weltwirtschaft. Das Institut mit Sitz in Washington erwartet mit einem Plus von 2,5 Prozent das schwächste Wachstum seit Beginn der Cortona-Pandemie. Auch die Inflation werde durch die Energiekrise weiter angetrieben, was die ärmsten Länder der Welt besonders belaste.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.