Tatort Libyen
Folter von Geflüchteten als Geschäftsmodell

In den Niederlanden ist ein mutmaßlicher Menschenhändler angeklagt. Er soll in Libyen Geflüchtete gefoltert und Lösegeld erpresst haben. Der Fall zeigt, wie Folter zum Geschäftsmodell wurde und welche Rolle die Flüchtlingspolitik Europas dabei spielt.

Heisterkamp, Lucia; Hildebrandt, Paul |
Libysche Grenzposten beobachten eine kleine Gruppe Flüchtender, die nah der libysch-tunesischen Grenze durch unbewohntes Gebiet laufen.
Die Folter von Geflüchteten in Libyen wurde zum lohnenden Geschäftsmodell - einer der mutmaßlichen Täter, Walid Amanuel Gebreyesus Negash, steht in den Niederlanden vvor Gericht (AFP / Mahmud Turkia)