
Das sei möglich, antwortete die CDU-Politikerin auf eine entsprechende Frage der "Bild am Sonntag". Neben den Einsparungen sei dies aber auch von der Entwicklung der Konjunktur abhängig. Warken betonte, Ziel ihrer Reform sei es insgesamt, die Beitragssätze zu stabilisieren. Ihr Gesetzentwurf sieht vor, die Gesetzlichen Krankenkassen im nächsten Jahr um 19,6 Milliarden Euro zu entlasten. Das Bundeskabinett wird voraussichtlich am Mittwoch darüber abstimmen.
Beim Koalitionspartner SPD gibt es noch Vorbehalte. SPD-Generalsekretär Klüssendorf kritisierte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, der bisherige Entwurf verlagere zu viel Belastung auf die Menschen, die bereits hohe Beiträge zahlten. Er nannte als Beispiele höhere Zuzahlungen, Einschnitte bei Leistungen und Druck auf das Krankengeld. Klüssendorf forderte, stattdessen die Pharmakonzerne stärker zu belasten. Deutschland habe in Europa die höchsten Arzneimittelausgaben pro Kopf. Der Entwurf müsse daher die Preisgestaltung der Pharmakonzerne begrenzen.
Die Grünen im Bundestag haben einem Zeitungsbericht zufolge einen Gegenentwurf erarbeitet. Dabei dringt die Partei auf eine Senkung der Beiträge, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe schreiben.
Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
