
Fraktionschefin Haßelmann sagte der AFP, die Stärkung dieser Säule der Rente sei richtig und notwendig. Ihre Partei setzte sich seit langem für einen verlässlichen, unbürokratischen Bürgerfonds ein. Zudem begrüßte sie eine weitgehende Abschaffung der Rente mit 63. Es müsse allerdings ein einfacherer Renteneintritt für jene gesichert sein, die tatsächlich nicht mehr arbeiten könnten. Auch der arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD, Springer, wies auf - Zitat - "brauchbare Vorschläge" hin - etwa, Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Springer kritisierte, dass Medien den Bericht bereits kennten, während das Parlament außen vor bleibe. Die Vorschläge sollen offiziell morgen vorgelegt werden. Der Vorsitzende der Senioren-Union, Hüppe, bezeichnete die Vorschläge der Rentenkommission als ausgewogen und maßvoll, der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Radtke, als "starke Grundlage". Bundesarbeitsministerin Bas sprach von einem - Zitat - "Gesamtkunstwerk", das nun diskutiert werden müsse. Die SPD-Politikerin hatte zuvor erklärt, wenn die Empfehlungen des von der Bundesregierung eingesetzten Gremiums einstimmig ausfielen, würden sie eins zu eins umgesetzt.
Kritik von Gewerkschaften und Sozialverbänden gab es vor allem an einer schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters. - Laut Medienberichten sehen die Vorschläge des Gremiums unter anderem vor, durch Geldanlagen am Aktienmarkt das Rentenniveau auf 50 Prozent zu steigern und das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, sodass es in den 2090er-Jahren bei 70 Jahren liegen würde.
Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.










