
Arbeitskampfmaßnahmen sind zum Beispiel in Bayern und weiterhin in Nordrhein-Westfalen geplant. In der bayerischen Landeshauptstadt München fällt heute der komplette öffentliche Personennahverkehr aus. Betroffen davon ist deshalb auch das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Atalanta Bergamo in der Allianz Arena. Fußballfans, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wollten, sollten umplanen, heißt es von Seiten der Verkehrsbetriebe. Die Fans sollten daher eine möglichst frühe Anreise in Erwägung ziehen.
Hauptstadtflughafen BER stellt Passagier-Flugbetrieb ein
In Berlin und Brandenburg stellen die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER den Passagier-Flugbetrieb vollständig ein. Nach Angaben der Betreibergesellschaft FBB sind rund 57.000 Passagiere betroffen. 445 Abflüge und Landungen seien ursprünglich geplant gewesen. Der Streik werde den ganzen Tag andauern.
Bundesweiter Aktionstag
Bereits gestern hatte es vor allem in NRW Einschränkungen im Nahverkehr gegeben, so in Köln, Düsseldorf, Duisburg und am Niederrhein. Zudem wurden mehrere ostsächsische Nahverkehrsbetriebe bestreikt. Die massivsten Auswirkungen werden für den morgigen Donnerstag erwartet. Dann hat Verdi zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen - in fast allen Bundesländern. Nur in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und gestern Nacht auch in Hessen gab es bereits Einigungen. In Niedersachsen gilt die Friedenspflicht.
Die Beschäftigten kämpfen für bessere Bezahlungen und bessere Arbeitsbedingungen. Die Arbeit im Schichtbetrieb sei kräftezehrend, hieß es. Hier brauche es Entlastung. Zudem müsse die hohe Fluktuation im öffentlichen Personennahverkehr reduziertund die Attraktivität der Arbeitsplätze gestärkt werden. Andernfalls sei der ÖPNV als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge gefährdet.
Verkürzung der Wochenarbeitszeit
Verdi will deshalb die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden kürzen - bei vollem Lohnausgleich. Die Ruhezeit zwischen Schichten soll verlängert und der Sonntagszuschlag deutlich erhöht werden. Die Forderungen liegen laut Gewerkschaft den Arbeitgebern seit November vor. Auch nach zwei Verhandlungsrunden gebe es aber kein verhandlungsfähiges Angebot.
Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
