UNO
Hochkommissar für Menschenrechte Türk: "Töten friedlicher Demonstranten im Iran muss enden"

Angesichts der Gewalt gegen Demonstranten im Iran hat der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, das Handeln des Regimes verurteilt.

    Volker Türk, UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, gibt am europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf eine Pressekonferenz.
    UNO-Menschenrechtskommissar Türk kritisiert Irans Regime. (Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa)
    Das Töten friedlicher Demonstranten müsse enden. Es sei inakzeptabel, diese Menschen als Terroristen zu bezeichnen, um die Gewalt an ihnen zu rechtfertigen, betonte Türk in einer Erklärung. Unterdessen hat die Justiz im Iran erste Anklagen gegen Demonstranten erhoben. Besonders schwere Fälle von - Zitat - "Randalierern" würden vorrangig und gesondert behandelt. Dazu zähle auch der Vorwurf der sogenannten "Kriegsführung gegen Gott". Diese kann nach geltendem islamischem Recht im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden.
    Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iraner gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik; die Proteste werden brutal unterdrückt. Menschenrechtler beziffern die Zahl der Toten seit Ausbruch der Proteste Ende Dezember auf mehr als 600. Beobachter gehen von deutlich höheren Opferzahlen aus. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

    Mehr zum Thema

    Newsblog zur aktuellen Lage im Iran
    Proteste im Iran - Der unerwartete Ruf nach dem Sohn des Schahs
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.