Wirtschaft
Investitionsbereitschaft im Mittelstand sinkt laut Studie auf tiefsten Stand seit 1995

Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand ist einer Befragung zufolge auf dem tiefsten Stand seit 1995. Wie aus einer Umfrage der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank DZ hervorgeht, planen nur noch 52 Prozent der Firmen, in den kommenden sechs Monaten in ihren Betrieb zu investieren.

    Ein Mitarbeiter arbeitet an einer Wärmepumpe.
    Im Mittelstand wird immer weniger investiert (Archivbild). (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
    Im vergangenen Herbst planten noch rund 63 Prozent der Unternehmen Investitionen. Als Gründe für die Zurückhaltung werden die anhaltende Konjunkturschwäche ohne zwischenzeitliche Erholungsphase sowie die weiterhin unterdurchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten genannt. Außerdem werden hohe Energie- und Materialkosten angeführt. 20 Prozent der Befragten erwarteten zudem eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Selbst während der Finanzkrise, der Corona-Pandemie und der Energiekrise nach Russlands Angriff auf die Ukraine sei die Investitionsbereitschaft höher gewesen, heißt es in dem Bericht.
    Die DZ Bank führt die Mittelsstandsumfrage seit 1995 zweimal jährlich durch. Für die aktuelle Ausgabe wurden mehr als 1000 mittelständische Unternehmen in Deutschland befragt.
    Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.