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StartseiteSport am Wochenende"Die Erfahrung müssen wir erst machen, die haben wir noch nicht"17.03.2018

Leistungssportreform "Die Erfahrung müssen wir erst machen, die haben wir noch nicht"

Seit letztem Donnerstag ist es nun endlich scharf geschaltet: PotAS, das Potentialanalysesystem, mit dem das Bundesinnenministerium die Rahmenbedingungen erfassen will, die zu Medaillen im Leistungssport hierzulande führen. Jetzt müssen zuerst die Wintersportverbände PotAS mit einer Unmenge an Daten füttern.

Reinhard Wendt, der stellvertretende Vorsitzende der PotAS-Kommission, im Gespräch mit Astrid Rawohl

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Die PotAS-Kommission, die Experten-Kommission zur Umsetzung der Leistungssportreform: Reinhard Wendt (l-r), früherer Sportchef der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und des Deutschen Olympiadekomitees für Reiterei, Mirjam Rebel vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft, Vorsitzender Sportpsychologe Bernd Strauß, Fecht-Olympiasiegerin und Mitglied der IOC-Athletenkommission, Britta Heidemann, und Sportwissenschaftler Urs Granacher. (dpa/picture alliance/ Maurizio Gambarini)
Die PotAS-Kommission (dpa/picture alliance/ Maurizio Gambarini)
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Der stellvertretenden Leiter der PotAS-Kommission Reinhard Wendt räumt im Dlf ein, dass der Fragenkatalog für die Verbände eine große Aufgabe darstelle: "Es fällt sicherlich keinem Verband leicht, diese Vielzahl an Fragen zu beantworten. Und immer da, wo eine Frage mit JA beantwortet wird, muss das dann noch mit einem Dokument und möglicherweise mit Erläuterungen hinterlegt werden, dass die Antwort JA auch begründet und nachvollziehbar ist."  

Die Wintersportsportverbände, die den Fragenkatalog als erste beantworten müssen, seien aber gut aufgestellt und sie arbeiteten professionell, so dass sie in der Lage seien, den Fragenkatalog schnell zu beantworten. Wendt verweist hier auf die Vorlaufzeit der Befragung: "Die Abfrage kommt ja nicht überraschend, das ist ja schon ein ziemlich langer Prozess."

Flexibles System

Im Hinblick auf unterschiedliche Kriterien, die nicht für alle Sportverbände gleich passend oder differenziert erscheinen, sagt Wendt, dass das System da inhaltlich flexibel sei: "Wir als PotAS-Kommission haben uns schon bemüht, solche Kriterien zu erarbeiten und die dann auch operabel zu machen, die eigentlich für alle Sportarten gelten – übergreifend. Das kann natürlich sein, dass an der einen oder anderen Stelle mal was gar nicht passt. Dann ist es in dem System aber auch möglich, dass mal ein Unterattribut für eine Disziplin weggelassen wird. Das spielt dann in der Bewertung keine Rolle."

Und alles könne man sowieso nicht vorausplanen: "Bei allem Neuen gibt es auch immer Punkte, die noch nicht bis zum Letzten ausgefeilt sind, weil sie nicht ausgefeilt sein können."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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