Mittwoch, 01. Februar 2023

Roter Planet strahlt am Himmel
Tödliches Traumziel Mars

In diesen Wochen ist unser Nachbarplanet Mars das dominierende Gestirn am Himmel. Er strahlt im Sternbild Stier – und so mancher Weltraumfan wird sehnsüchtig nach oben blicken und von einer Reise dorthin träumen. Doch der Mars ist bisher unerreichbar.

Von Dirk Lorenzen | 03.12.2022

Die eiskalte, verstrahlte, trockene und tödliche Marsoberfläche.
Wüste, so weit das Auge reicht – die eiskalte, verstrahlte, trockene und tödliche Marsoberfläche. (Curiosity / NASA)
Es gibt kein Raumschiff, mit dem Menschen dieses beschwerliche Abenteuer antreten könnten – und eine passende Rakete fehlt auch noch.
Erde und Mars stehen nur alle zwei Jahre eng genug beieinander, dass eine Reise Sinn ergibt. Die Tour zum Mars wird mehr als ein halbes Jahr dauern. Dann wäre ein langer Aufenthalt nötig, bevor es viele Monate später zurück zur Erde gehen kann.

Die Temperaturen auf dem Mars sind eisig

Der Mars ist größtenteils extrem kalt. Nur selten klettern die Temperaturen tagsüber nahe dem Äquator über den Gefrierpunkt.
Der Planet hat eine sehr dünne Atmosphäre, die fast vollständig aus Kohlendioxid besteht. Da er praktisch über kein Magnetfeld verfügt, gelangt die gefährliche kosmische Strahlung ungehindert bis auf die Oberfläche.

Überleben auf dem Mars nur schwer möglich

Überleben kann man auf dem Mars nur unter einer dicken Stein- und Geröllschicht, die die tödlichen Teilchen abfängt.
Manche träumen von großen Siedlungen auf dem roten Planeten und vom Terraforming – also davon, den Mars zu einer zweiten Erde umzubauen. Doch wer aus der katastrophalen Marsatmosphäre eine saubere Lufthülle zaubern kann, könnte noch viel einfacher die Erdatmosphäre reparieren – dann wäre das Auswandern gar nicht nötig.
Der Mars ist ein wunderbares Traumziel. Tatsächlich aber ist selbst jede Giftmülldeponie auf der Erde wohnlicher als der Rote Planet.