
Eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes sagte, diese Marke könne im Westen und im Südwesten Deutschland erreicht werde. Ungewöhnlich ist vor allem, dass die hohen Temperaturen bereits zu Beginn des Sommers erreicht werden. Meteorologischer Sommeranfang war erst vor zwei Tagen, am 21. Juni.
Omega-Wetterlage sorgt für längere Hitzeperiode
Grund für die Temperaturentwicklung ist die aktuelle Wetterlage. Über Teilen von Deutschland hat sich eine Hitzekuppel festgesetzt. Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor Hitze in Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland. Bei einigen Bundesländern sind nur Teile von der Warnung betroffen.
Meteorologen sprechen bei der aktuellen Lage auch von einer Omega-Wetterlage. Dies bedeutet, dass ein Hochdruckgebiet seitlich von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird - die Anordnung von Hoch- und Tiefdruckgebieten beschreibt dabei in etwa die Form des griechischen Buchstaben Omega.
Eine solche Wetterlage ist sehr stabil; das Hochdruckgebiet wird quasi von den Tiefdruckgebieten festgesetzt. Zudem gibt es in den Regionen unter der Hitzekuppel nur relativ wenig Luftbewegung. Der fehlende Wind sorgt für eine zusätzliche Hitzebelastung, zudem entstehen nur wenige Schauer und Gewitter, die für Abkühlung sorgen könnten. Eine Omega-Wetterlage hatte auch im Jahr 2003 für eine erhebliche Hitzebelastung in Deutschland gesorgt.
Frankreich meldet Rekordtemperaturen für Juni
Die aktuelle Wetterlage erstreckt sich nicht nur über Südwestdeutschland, sondern erfasst auch Teile von Frankreich. Dort wurde gestern die höchste jemals im Monat Juni gemessene landesweite Durchschnittstemperatur verzeichnet.
Nach Angaben des Wetterdienstes France-Météo lag der landesweite Index - ein Mittelwert aus Tages- und Nachttemperaturen - am frühen Montagabend bei 29,2 Grad. Es handele sich damit um einen Rekordwert für den Juni. Der bisherige Monats-Höchstwert stammt vom 30. Juni 2025.
Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
