Medienberichte
Münchner Sicherheitskonferenz zieht Einladung an iranische Regierungsvertreter zurück

Wegen der massiven Gewalt gegen Protestierende im Iran werden an der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz keine Vertreter der iranischen Regierung teilnehmen.

    Das Logo der Veranstaltung ist für die Tagung auf Stuhlbezüge gedruckt worden.
    Die Münchner Sicherheitskonferenz findet zum 61. Mal statt. (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)
    Das melden übereinstimmend die Nachrichtenagentur AFP und die "Bild"-Zeitung. Eine "Einladung an einzelne Regierungsvertreter aus dem Iran", die vor mehreren Wochen ausgesprochen worden sei, werde angesichts "der aktuellen Vorgänge" nicht aufrechterhalten, wird das Presseteam der Sicherheitskonferenz zitiert. Demnach sind unter anderem der iranische Außenminister Araghtschi und dessen Stellvertreter von der international bedeutenden Veranstaltung Mitte Februar ausgeladen worden.
    Das Auswärtige Amt in Berlin hatte gestern eine mögliche Teilnahme des iranischen Außenministers angesichts der blutigen Niederschlagung von Protesten als unangebracht bezeichnet. Das Ministerium stellte aber auch klar, dass die Sicherheitskonferenz ihre Einladungen "eigenständig" ausspreche und dabei keinen Vorgaben der Regierung folge.
    Diese Nachricht wurde am 17.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.