Musikszene 

Fünf Jahre Kammermusik auf LesbosMut in jeder Krise

Zwei junge Frauen in schwarzen Kleidern sitzen hintereinander an einem imgaginierten Flügel und spielen. (Amanda Holmes)

Das Musikfestival in Molyvos auf der Insel Lesbos musste seit seiner Gründung 2015 kreativ mit Problemen umgehen. Die Corona-Pandemie hat zudem manche Pläne vereitelt, der Brand des Flüchtlingslagers Moria die Situation noch einmal verschärft. Dennoch wurde im Juli musiziert - unter Krisenbedingen.

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Geigenbau und UmweltschutzRaubbau für die Hochkultur?

Blick auf viel verschiedenes Spezialwerkzeug, das an einer Wand in einer Geigenbau-Werkstatt hängt.  (imago/epd )

Holzknappheit setzt den traditionellen Instrumentenbau unter Druck. Tropenhölzer gelten für hochwertige Musikinstrumente als unersetzbar, dabei stehen viele davon unter Artenschutz. Während der illegale Handel floriert, stoßen Alternativen auf Skepsis.

Chöre in Corona-Zeiten"Im Freien zu singen"

Eine Gruppe von Menschen steht in Abstand zueinander draußen im Freien und singt. (picture alliance / Alexander Farnsworth)

Das Corona-Virus hat die Chorlandschaft in Deutschland hart getroffen. Um Infektionen zu vermeiden, war das gemeinsame Singen über Wochen und Monate komplett untersagt und noch immer ist der Probenalltag undenkbar. Ein kritischer Überblick.

100 Jahre Salzburger FestspieleWeltrevue zeitgenössischer Tonkunst

Auf einer alten Schwarzweißfotografie ist eine breite Straße zwischen massiven Häusern zu sehen, auf der nur wenige Menschen unterwegs sind. (Archiv der Salzburger Festspiele/PhotoEllinger GP 199-1680)

Ambivalenzen, Brüche und Kontinuitäten zeichnen die Festspielgeschichte vor barocker Szenerie an der Salzach. Trotz Mythospflege und intensiver Rückbesinnung auf eine musikalische Tradition rund um Mozart, sollten die Ohren vor der Kulisse historischer Umbrüche aufgeweckt werden.

Corona-Krise in New YorkKlingende Lebenszeichen

Ein Mann steht an einer Betonwand im braunen Mantel, auf dem Boden liegt sein schwarzer Cellokasten. (Jan Vogler / Jim Rakete)

Als sich die Corona-Pandemie in New York verheerend ausbreitete, wollte sich der in New York lebende Cellist Jan Vogler nicht wegducken. Er organisierte einen 24-stündigen Musik-Livestream. Die Rückmeldungen sprengten beinahe sein Mobiltelefon, und der New Yorker Klassiksender WQXR startete eine wöchentliche Sendung mit ihm.

Boom klassischer SaxofonquartetteBack to the roots

Drei Männer und eine Frau stehen überwiegend dunkel gekleidet mit vier unterschiedlich großen Saxophonen in der Hand vor einer weißen Wand. (Harald Hoffmann)

Von seinem Erfinder eigentlich fürs Sinfonieorchester gedacht, hat das Saxofon eine wechselvolle Geschichte durchlaufen. Als klassisches Instrument erlebt es jetzt mit der Gründung zahlreicher Quartette einen Aufschwung und kehrt so gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurück.

40 Jahre Ricercar LabelForschergeist und Entdeckerfreuden

Foto von den Tasten eines frühen Klaviers (imago / fotoimedia)

Vor 40 Jahren gründete Jérôme Lejeune mit Ricercar ein Label nur für Alte Musik. Seitdem begeistert er die Szene immer wieder mit detailverliebten Einspielungen und Entdeckungen.

Klassik-CDsAch du Scheibe!

Mit Musik oder Daten bespielte CD-Scheiben liegen auf dem Boden.  (picture alliance/Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB)

12 Zentimeter Durchmesser, 15 Gramm Polycarbonat, 74 Minuten Musik: Die Größenverhältnisse einer CD wirken lächerlich angesichts der unendlichen Weiten der Streaming-Prärie. Dennoch hängen die Menschen irgendwie an ihr, der ehemaligen Pionierin des Digitalaudios.

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Musikalische Feldforschung in ZentralafrikaDie Polyphonie der Anderen

Drei Schwarze mit Kopfhörern sitzen vor einem weißen, kahlköpfigen Mann mit Aufnahmegerät auf dem Schoß (Harald Schmitt)

1930 in Düsseldorf geboren, überlebte Simha Arom den Holocaust in Südfrankreich. Er emigrierte 1944 nach Israel, studierte in Paris das Instrument Horn und stieß 1963 in Zentralafrika auf sein Lebensthema. Aus dem Musiker wurde ein Musikethnologe, ein Bewunderer und Experte für die Musik Afrikas.

Beethoven und seine GönnerDie Währung des Titanen

Lächelnde Beethoven-Statuen, ein Kunstwerk des Konzeptkünstlers und Bildhauers Ottmar Hörl, stehen auf dem Münsterplatzin Bonn. Zentral im Bild eine goldene Statue, im Hintergund mehrere türkise. (picture alliance/dpa/Rolf Vennenbernd)

Meist unter den Titeln stehen sie, die erst einmal unscheinbaren Widmungen. Doch hinter ihnen verstecken sich wichtige Geschäfte und Gesten von großer Dankbarkeit. Wem widmete Beethoven seine Werke? Und was unterschied ihn von seinem Vorgänger Haydn?

M. Weinbergs KammermusikSpäter Erfolg

Ein Mann stützt auf einer Schwarzweißfotografie versonnen seinen Kopf auf die Hände, die er über eine Stuhlkante gelegt hat. (Mieczyslaw Weinberg / Weinbergsociety)

Seine Oper "Die Passagierin" machte Mieczysław Weinberg posthum berühmt. Vor einigen Jahren wurde sie wiederentdeckt und mit ihr nach und nach auch das vergessene Instrumentalwerk eines herausragenden Komponisten. Wir besichtigen seine Kammermusik.

Freischaffende Musiker im LockdownRaus aus dem Corona-Sumpf

Viele Menschen mit Orchesterinstrumenten in der Hand stehen in einem weißen Raum. (Foppe Schut)

Konzerte abgesagt, Tourneen verschoben, gemeinsame Proben unmöglich: Freie Musikerinnen und Musiker trifft die Corona-Pandemie besonders hart. Die staatlichen Hilfen reichen längst nicht aus, die wirtschaftliche Existenz mitunter bedroht. Trotzdem gewinnen einige von ihnen der Zwangspause Positives ab.

Musikleben in TaiwanZwischen Buddha und Beethoven

Blick auf Hochhäusermeer der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh, besonders hervorstechend: der über 500 Meter hohe Büroturm "Taipei 101" (picture alliance/dpa)

Die Zeiten, in denen Taiwan bei uns für Kinderspielzeug, billige Transistorradios und Dosenananas stand, sind lange vorbei. Während die Coronakrise das Festland lahmlegte, hat unser Autor Taiwan als äußerst dynamischen Ort der Kulturen und Initiativen erlebt.

Konzertleben auf SpitzbergenEis, Kohle und Musik

Ausblick in eine Kohlegrube mit bunten Containern, im Hintergrund erstreckt sich eine winterliche Berglandschaft (Deutschlandradio / Leonie Reineke)

Kohlegruben, Flöze, Wellblechcontainer und schwarzer Schlamm – fast wie im Ruhrgebiet, nur 3000 Kilometer entfernt: Die Insel Spitzbergen ist einer der nördlichsten und kältesten Orte der Erde. Hier herrscht ein beispielloses Musikleben, das Künstler aus aller Welt anlockt.

Die südamerikanische Zarzuela und EuropaEine koloniale Kunstform kehrt zurück

Eine alte Frau in weißen Gewändern hält einen Holzstab in der Hand, an dem viele Glocken und Schmuck hängt. Vor ihr liegt ein Mann auf dem Boden, hinter ihr tanzen Männer und Frauen mit nach oben gestreckten Händen. (Javier del Real)

In Europa kennt man die südamerikanische Zarzuela kaum. Doch in Kuba, Mexiko und benachbarten Ländern ist sie enorm populär. Entwickelt hat sie sich einst aus der spanischen Urform, doch mittlerweile gibt es verschiedene nationale Stile. Auf der Spur einer uns unbekannten Musikgattung.

Musik in Corona-ZeitenElend und Energie

Musiker spielen auf der Bühne im holzgetäfelten Dlf Kammermusiksaal, im Raum vereinzelt fünf Zuhörer (Deutschlandradio / Thomas Kujawinski)

Die jüngste Virus-Pandemie stellt auch das Musikleben vor riesige Probleme und Herausforderungen. Wie reagieren, ringen und kämpfen die Betroffenen? Was geht unter, was entsteht? Eine Reise durch eine veränderte Musiklandschaft.

Dirigent György Vashegyi Ungarns Botschafter der Alten Musik

Ein Mann in schwarzem Frack stützt seinen Kopf mit der linken Hand und hält in der rechten einen Dirigierstab (Wágner Cszapó József)

Dieser Mann folgt einer Mission: György Vashegyi entdeckt lohnenswerte, vergessene Komponisten und führt deren Werke neu auf. Mittlerweile genießen seine Ensembles große internationale Anerkennung. Harte Arbeit, die sich nun auszahlt.

Vom Reiz des DirigierensMacht und Magie

Auf einem s/w-Bild sind zwei Paar Hände vor schwarzem Hintergrund zu sehen, die jeweils einen Taktstock halten. (Julian Kämper)

"Keiner weiß, wie es wirklich funktioniert", sagt Gijs Leenaars über seine Tätigkeit: Dirigieren. Was macht den Reiz seines komplexen Berufs aus? Die Lust, Visionen von Musik zum Klingen zu bringen oder das Verlangen danach, andere zu führen? Eindrücke aus Geschichte und Gegenwart.

musica reanimataIngolf Dahl - Ein musikalischer Allrounder

S/w-Foto eines Anzug tragenden Mannes, der abgewandt von einem Klavier sitzt (Anthony Linick)

Einst kannte jeder in der Musikwelt Kaliforniens den Komponisten und Dirigenten Ingolf Dahl, um seine Identität als jüdischer Deutscher namens Walter Marcus wusste jedoch nur seine Frau. Mitte des 20. Jahrhunderts hat Dahl die zeitgenössische Szene von Los Angeles aktiv mitgeprägt.

60 Jahre Musiktheater im RevierEin Fels in der Brandung

Blick auf die Fassade eines quaderförmigen Gebäudes mit vielen großen Fensterflächen. (dpa / picture alliance / Marius Becker)

Offenheit, Freiheit und Transparenz transportiert das Musiktheater im Revier architektonisch durch die großen Glasfassaden. Gelsenkirchen ist 60 Jahre nach der Eröffnung des Musiktheaterbaus eine andere Stadt, mit vielen Schwierigkeiten. Welche Funktion übernimmt hier das Haus für die Menschen der Stadt?

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