
Nach der bundesweiten Störung im Bahnverkehr wegen Problemen mit dem digitalen Funksystem fordert Bundesverkehrsminister Schnieder eine umfassende Aufklärung. Sollte es sich um Probleme mit Hardware-Komponenten oder um ein Update-Problem eines Servers handeln, müsse die Bahn ihre Systeme so aufstellen, dass sich das nicht wiederhole, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Zorn meinte, der Vorfall zeige einmal mehr, wie verwundbar Teile der kritischen Infrastruktur seien. Ein krisenfester Bahnverkehr sei für Millionen Menschen, Unternehmen und auch für die militärische Sicherheit unerlässlich.
Züge fahren wieder
Nach der bundesweiten Störung lief der Schienenverkehr nach Angaben der Deutschen Bahn seit etwa 1 Uhr Schritt für Schritt wieder an. In der Folge müsse aber weiter mit Verspätungen und Ausfällen gerechnet werden. Gestern waren am späten Abend wegen des Ausfalls des digitalen Funksystems GSMR alle Züge angehalten worden. Dabei handelt es sich um das zentrale Kommunikationsmittel zwischen Lokführern und Leitstellen.
Aus vielen Großstädten war zudem der Ausfall des S-Bahn-Verkehrs gemeldet worden. Auch private Bahnanbieter waren von der Störung betroffen, ebenso der Güterverkehr. Bahn-Chefin Palla sagte der "Bild"-Zeitung, man habe die Lage mit einem Notfallsystem stabilisieren können. Die Ursache der Störung müsse jetzt geklärt werden.
Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.








