
Albig sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die deutsche Brandmauerdebatte verkenne, dass sich hinter der Mauer auch ehemalige Wählerinnen und Wähler der SPD befänden. Die dürfe man nicht einmauern. Man müsse ihnen vielmehr Wege zurück über die Mauer bauen, betonte Albig.
Kritik an dessen Aussagen kam von mehreren SPD-Landesverbänden, etwa aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Ott, sagte der "Bild"-Zeitung, alles daran sei falsch und verheerend. Der Feind stehe rechts. Auch der frühere Bundeskanzler Scholz rief erneut dazu auf, die sogenannte Brandmauer zur AfD beizubehalten und die Partei von der Macht fernzuhalten. Auf dem SPD-Parteitag im Juni vergangenen Jahres hatten die Delegierten die Vorbereitung eines Verbotsantrags gegen die AfD beschlossen.
Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
