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Dennis Schröder vor ungewisser Zukunft

In Nordamerikas Basketball-Liga NBA wird um die Playoff-Plätze gekämpft. Mittendrin: Dennis Schröder mit den Los Angeles Lakers. Doch beim Braunschweiger geht es nicht nur um die Qualifikation für die K.o.-Runde, sondern auch um seine Zukunft.

Von Heiko Oldörp | 24.03.2023
Der NBA-Star Dennis Schröder besucht das Basketball Spiel Löwen Braunschweig.
NBA-Star Schröder ist zum Familienmensch geworden. (dpa-Bildfunk / Peter Steffen)
Dass er zum Frühlingsanfang noch nicht weiß, wo er im Herbst spielen wird, ist für Dennis Schröder nichts Neues. Zum dritten Mal nacheinander hatte der Spielmacher vor Saisonbeginn nur einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben - zum dritten Mal ist seine Zukunft ungewiss.
Doch Schröder spielt mittlerweile seine zehnte NBA-Saison, er kennt das Business - und bleibt deshalb beeindruckend unbeeindruckt. 
"Mein Agent macht schon seinen Job, glaube ich, sehr gut, fängt jetzt schon an, mit den Leuten zu sprechen. Deswegen mache ich mir da keine Sorgen. Umso besser wir spielen, um so eine bessere Situation, finde ich. Deswegen erstmal hierauf fokussieren.”

L.A. Lakers kämpfen um Playoff-Platz

Denn die Gegenwart bei den L.A. Lakers ist eine Mischung aus Hoffen und Bangen. Der Verein hat zwar einen klangvollen Namen und mit LeBron James einen Superstar. Aber der ist seit Wochen verletzt - und Tradition alleine garantiert keinen Playoff-Platz. Auch nicht für einen NBA-Rekordchampion. Neun Spiele vor Ende der Vorrunde ist L.A. in der Western Conference Zehnter. Das würde nicht für die direkte Ko-Runden-Qualifikation reichen.
Dass Dennis Schröder all das mit norddeutscher Gelassenheit angeht, liegt auch an seinem Umfeld. Der 29-Jährige, der in der Vergangenheit durchaus schon mal egoistisch aufgetreten ist, ist ein Familienmensch geworden, entscheidet nicht mehr nur nach sportlichen Aussichten. Nein, es gehe auch darum, wie wohl sich Ehefrau Ellen und die gemeinsamen drei Kinder fühlen.

"Family First" in der NBA wenig verbreitet

"Die Familie, da muss ich natürlich auch drauf achten jetzt, dass das alles passt. Und dann ist egal, eigentlich, wo. Aber ich hätte kein Problem, hier weiterhin zu spielen.” 
Family first - das hat Schröder, auf seinen fünf NBA-Stationen bislang nur einmal erlebt: bei den Oklahoma City Thunder.
"Ich find’ das gut. So sind wir aufgewachsen. So ist meine Frau aufgewachsen. So ziehen wir unsere Kinder groß - dass Familie ‘ne große Rolle spielt. In Europa sieht man das ja auch, egal, wo du spielst. In Europa ist das so mehr dieses Familiengebundene. Das gibts halt nicht so häufig hier in der NBA.”
Wie wichtig ihm seine Lieben sind, zeigt Schröder, als er bei einem Interview am Spielfeldrand seinen jüngsten Sohn im Arm hält und davon schwärmt, wie großartig es sei, eine Familie zu haben.

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Die deutsche Nationalmannschaft ist für ihn ebenfalls wie eine Familie - und sie wird Schröder im Sommer wiedersehen. Nach Bronze bei der Heim-EM geht es diesmal zur Weltmeisterschaft - vorneweg der Kapitän, Dennis Schröder.