Montag, 05. Dezember 2022

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Neue Deutschlandfunk-Produktion
Bernard Benoliels Ensemblemusik

Sein Name ist kaum publik: Bernard Benoliel wurde 1943 in Detroit geboren, 2017 starb er in Amsterdam. Der Komponist, Musikwissenschaftler und Bibliothekar hatte in England und Holland seine Hauptwirkungsorte. Die Utrechter Formation Insomnio hat im Deutschlandfunk seine Ensemblemusik eingespielt.

Am Mikrophon: Yvonne Petitpierre | 26.04.2021

    Vor einem beinah schwarzen Hintergrund steht ein Mann mit Bart und längerem Haar seitlich und schaut nach vorne knapp an der Kamera vorbei.
    Hat nur 15 Werke komponiert: Bernard Benoliel. (Hag Hargreaves)
    Ein französischer Auswanderer und die Tochter eines italienischen Emigranten waren seine Eltern. Sein Gefallen an Beethoven stellte Weichen zum Berufsfeld Musik. Für eigenes Komponieren war schließlich ein Privatstudium bei Stefan Wolpe prägend, in den 1960er Jahren. Bernard Benoliels Klangvorstellungen folgen allerdings deutlich spätromantischen Traditionen, wenngleich mit seriellen Techniken gearbeitet wird.
    Benoliel hat wenig und sehr langsam komponiert. In ihrer Komplexität verweigert sich seine Musik dem breiteren Publikumsgeschmack. Einen Großteil der Aufnahmen, die zu seinen Lebzeiten entstanden, ließ der Urheber vernichten. Mit seinen im Deutschlandfunk Kammermusiksaal Anfang 2020 eingespielten Aufnahmen wirft das Utrechter Ensemble Insomnio einen neuen Blick auf den kaum bekannten Komponisten.
    Bernard Benoliel (1943-2017)
    "Invoking Sonic Stone"
    "Nonet Boangers"
    "The Black Tower"
    "String Quartett"
    Virpi Raisänen, Mezzosopran
    Steven van Gils, Tenor
    Ensemble Insomnio
    Leitung: Ulrich Pöhl