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StartseiteSport am Wochenende"Ein bisschen Evolution hat der Sache noch nie geschadet"03.08.2019

Neue Formate im Kanusport"Ein bisschen Evolution hat der Sache noch nie geschadet"

Bei den "Finals" in Berlin probieren die Kanuten erstmalig die 160-Meter-Distanz. Für den 1000-Meter-Spezialisten Max Hoff ist das zwar keine Option, er plädierte im Dlf dennoch für die Weiterentwicklung seiner Sportart - "ohne sie dabei komplett über den Haufen zu schmeißen".

Max Hoff im Gespräch mit Marina Schweizer

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Die Kanuten Max Hoff and Jacob Schopf bei den Europaspielen in Minsk 2019 (imago)
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"Die Finals" in Berlin starten am heutigen Samstag in die heiße Phase. Mit dabei auch die Kanuten, die in diesem Rahmen eine neue Strecke testen: 160 Meter. Der Sport erhofft sich dadurch auch mehr Zuschauer- und Medienpräsenz. Für den Langstrecken-Experten Max Hoff ist die Distanz jedoch keine Option. Er verzichtete auf einen Start. Dennoch sei das Format richtig, meint Hoff. "Man muss sich auch als Verband Gedanken machen: 'Wie können wir es denn schaffen, als Sportart dabeizubleiben'", sagte er im Dlf.

Die Strecke dafür - wie in Berlin - zu verkürzen, "sei ein Weg". "Man muss einfach offen sein. Man darf sich nicht verschließen gegenüber neuen Sachen."

Athleten müssen Chance haben, sich weiterzuentwickeln

Man müsse den Sport immer weiterentwickeln, ohne ihn dabei jedoch "komplett über den Haufen zu schmeißen". Eine Disziplin zu streichen, wie es bei den Kanadiern nach den Olympischen Spielen in Rio 2016 passiert war, sei keine Option. Dort hatte man die 200 Meter gestrichen. Athleten, die auf die Sprint-Disziplinen spezialisiert seien, hätten dadurch kaum Wettkampfmöglichkeiten. "Das sollten die Entscheidungsträger beachten", meint Hoff.

Man dürfe die Athleten bei den ganzen Maßnahmen nicht vergessen. "Dass wir uns der Sache öffnen, ist klar, aber wir müssen auch die Chance kriegen, uns dorthin weiterzuentwickeln. Man darf nicht komplette Disziplingruppen streichen."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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