
Gestern erst hatte Saarbrücken den bundesweiten Temperaturrekord geknackt. Dort wurden nach vorläufigen Daten des DWD 41,3 Grad Celsius gemessen. Wenige Stunden später waren es an einer Messstation im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt noch einmal 0,2 Grad mehr - ein weiterer beunruhigender Rekord.
41,4 Grad in Baden-Württemberg
Auch in vielen Bundesländern wurden neue, bisher nie verzeichnete Spitzenwerte gemessen. Sie reichen von 41,4 Grad in Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg) über 41,1 in Trier und Andernach (Rheinland-Pfalz) bis 39,4 Grad in Hamburg.
Ähnlich sah es in anderen europäischen Ländern aus. So meldeten etwa die Schweiz, Tschechien und Dänemark Hitzerekorde. Nach der Schweiz und Frankreich musste nun auch Ungarn die Leistung eines Atomkraftwerks drosseln. Das Wasser der Donau ist zu warm geworden und kann die Reaktoren nicht mehr wie gewohnt kühlen.
In Deutschland führt die Hitze zu Schäden an der Infrastruktur, unter anderem an den Asphalt- und Betondecken von Autobahnen. Es kam zu Teilsperrungen, etwa auf der A2 zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Laut ADAC gelten zudem Geschwindigkeitsbegrenzungen.
"Nicht dringend notwendige Bahn-Reisen verschieben"
In Nordrhein-Westfalen stellte der private Bahnbetreiber National Express den Betrieb mehrerer Linien vorübergehend ein. Die anhaltend extremen Temperaturen stellten die Züge vor außergewöhnliche technische Herausforderungen, hieß es zur Begründung. Man wolle verhindern, dass es aufgrund der Hitze zu ungeplanten Zugausfällen auf freier Strecke komme. Am Freitagnachmittag war ein Regionalexpress bei Bonn evakuiert worden, weil er nicht mehr weiterfahren konnte.
Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnverkehrsbetriebe riefen ihre Fahrgäste auf, wegen der Hitze zu Hause zu bleiben. Nicht dringend notwendige Reisen im Fern- und Regionalverkehr sollten verschoben werden, so der Appell der Bahn und des Bundesverbands Schienennahverkehr (BSN). Gebuchte Tickets können den Angaben zufolge kostenlos storniert werden.
Städte rufen zum Wassersparen auf
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund rief alle Bürger zum Wassersparen auf.
Vereine sollten beispielsweise kein Wasser für Tennisplätze oder Golfanlagen verschwenden, sagte der Hauptgeschäftsführer Berghegger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bei Unverständnis müssten die Behörden zu Verboten greifen.
Vereine sollten beispielsweise kein Wasser für Tennisplätze oder Golfanlagen verschwenden, sagte der Hauptgeschäftsführer Berghegger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bei Unverständnis müssten die Behörden zu Verboten greifen.
In Teilen Frankreichs und Großbritanniens sinken die Temperaturen inzwischen wieder. Vor allem in Frankreich meldeten Kliniken aber noch immer zahlreiche hitzebedingte Notfälle.
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Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.









