Energieversorgung
Vermehrte Brände in Trafostationen während Hitzewelle lösen Stromausfälle aus

Im Westen Deutschlands sind mehrere Transformatorenstationen während der extremen Hitze der vergangenen Tage in Brand geraten. In der Folge kam es zu Stromausfällen. Menschen erlitten Rauchvergiftungen.

    Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei auf der Autobahn.
    Polizei und Feuerwehr im Einsatz. (Matthias Bein)
    Die genauen Ursachen für die Feuer sind unklar.
    In Bonn rückten die Einsatzkräfte gestern Abend aus, weil sich Flammen gleich an zwei Trafostationen ausgebreitet hatten. Im Süden der Stadt waren Haushalte mehrere Stunden ohne Strom. Die Stadtwerke hätten das Problem kurz nach Mitternacht lösen können, hieß es. Auch in Kerpen brannte es an einer Transformatorenstation. In den umliegenden Straßen kam es zu Rauchentwicklung. Mehrere Menschen wurden vor Ort untersucht, eine in ein Krankenhaus gebracht. Auch hier fiel stellenweise der Strom aus, teilweise bis heute früh.

    Hitze führt vermehrt zu Brandentwicklungen an Trafostationen

    Bereits gestern Morgen hatte es ein Feuer in einer Trafostation im Mönchengladbacher Stadtteil Flughafen gegeben, am Vortag einen ähnlichen Vorfall in Brilon. Seit einigen Tagen herrschen im Westen Deutschlands Rekordtemperaturen um die 40 Grad. Bei hohen Außentemperaturen kann es vermehrt zu Brandentwicklung an Trafostationen kommen.
    Über Trafostationen nehmen örtliche Stromversorger elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz auf und regeln sie auf 230 beziehungsweise 400 Volt herunter. Anschließend wird sie über lokale Ortsnetze an die Endverbraucher verteilt. In Deutschland gibt es mehrere hunderttausend Trafostationen.
    Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.