Samstag, 04. Dezember 2021

Newsblog zum Coronavirus+++ Coronavirus: Die Entwicklungen vom 13. November bis 15. November +++

Der Mitgründer des Mainzer Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, rechnet mit einer Rückkehr zur Normalität bis Winter 2021. Laut einer Studie aus Italien ist das Corona-Virus SARS-CoV-2 möglicherweise schon viel länger als bisher gedacht im Umlauf. Die weitere Entwicklungen im Newsblog.

13.11.2020

Zwei Hände in blauen Handschuhen ziehen vor rotem Hintergrund eine Spritze auf.
Hat das Wettrennen um einen Corona-Impfstoff nun ein Ende gefunden? (Symbolbild) (Getty Images / Moment RF)
Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in unserem Newsblog
Sonntag, 15. November
+++ Der Mitgründer des Mainzer Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, rechnet mit einer Rückkehr zur Normalität bis Winter 2021. Dafür sei es aber "absolut essentiell", eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus vor dem Herbst zu erreichen, sagte er dem britischen Fernsehsender BBC. Er sei aber optimistisch, dass dies gelingen könnte.
+++ Laut einer Studie aus Italien ist das Corona-Virus SARS-CoV-2 möglicherweise schon viel länger als bisher gedacht im Umlauf – nämlich seit September 2019. Das schließt ein italienisches Forschungsteam aus Daten einer Lungenkrebs-Screening-Studie zwischen September 2019 und März 2020. Bei mehr als zehn Prozent der knapp 1.000 gesunden Probandinnen und Probanden wurden Antikörper gegen Sars-CoV-2 gefunden. Mindestens vier der Personen müssen sogar schon letzten September mit dem Virus in Kontakt gekommen sein. Das ist lange, bevor im Februar in der Lombardei der erste italienische Covid-19-Patient entdeckt wurde.
+++ Die Bundeswehr soll in der Corona-Pandemie mit 5.000 weiteren Soldatinnen und Soldaten Hilfe leisten. Das kündigte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer in der ARD an. Insgesamt 20.000 Kräfte würden künftig zur Verfügung stehen, sagte die CDU-Politikerin. Die Bundeswehr solle in den Gesundheitsämtern, bei den Corona-Tests, in den Krankenhäusern, aber auch in Pflegeheimen und bei der Umsetzung der Impfstrategie helfen.
+++ Nach Beobachtung des Journalisten Olaf Sundermeyer gibt es starke personelle Überschneidungen zwischen der Fußball-Hooligans-Szene und der sogenannten "Querdenker"-Bewegung, die gegen Corona-Maßnahmen demonstriert. Der Kenner der rechten Szene sagte im Deutschlandfunk, rechts motivierte Hooligans würden bereits seit Monaten die Aufgabe als "Rammbock" Anti-Corona-Demonstranten schützen. Sie würden die Polizei-Absperrungen durchbrechen und dafür sorgen, dass Hunderte Menschen demonstrieren könnten, wie beispielsweise am vergangenen Wochenende in Leipzig.
Rauch steigt auf bei Ausschreitungen nach der Demonstration "Querdenken" am 07.11.2020 in Leipzig.
Ausschreitungen nach Demonstration "Querdenken" in Leipzig (Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa )
+++ Ex-SPD-Chef Franz Müntefering pocht auf ein Besuchsrecht für deutsche Altenheime. "Wir dürfen die Bewohner der Altenheime nicht wegsperren, die Grundrechte müssen auch für sie gelten", sagte der 80-Jährige "Zeit Online". Müntefering, der Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen ist, sagte weiter: "Es gibt auch im Sterben eine Lebensqualität. Das Sterben geht manchmal sehr schnell, manchmal dauert es Tage und Wochen. Und da gibt es bei den Sterbenden immer wieder Bedarf zu reden, Erinnerungen hochzuholen, noch mal an die Sonne zu gehen, die Hand zu halten. Oder dass einfach jemand da ist. Das gehört zur Menschenwürde, Virus hin oder her."
Auch Bundeskanzlerin Merkel hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, pflegebedürftige Menschen auch in der Corona-Pandemie nicht allein zu lassen.
+++ Die Bundesländer streben bei dem morgigen Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel zur Corona-Lage keine neuen Entscheidungen an. Die Pandemie-Entwicklung solle zunächst eine weitere Woche beobachtet werden, heißt es in übereinstimmenden Medienberichten. Dies sei in einer Beratung zwischen Vertretern der Länder und Kanzleramtschef Braun heute mehrheitlich gefordert worden. Am 23. November solle es neue Konsultationen geben; erst dann sollten Entscheidungen getroffen werden.
+++ In der Corona-Pandemie erleben nach den Worten von EKD-Chef Bedford-Strohm viele Menschen einen Kontrollverlust. Eine ganze Gesellschaft sei verwundet, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Krankheit und Tod brächen über die Menschen herein. Jeder Einzelne müsse lernen, damit umzugehen und eine gewisse Resilienz zu entwickeln. Tröstende und aufbauende Worte seien noch nie so wichtig gewesen wie in Zeiten dieser Kontaktarmut, betonte Bedford-Strohm.
+++ Österreichs Bundeskanzler Kurz hat Massentests auf das Coronavirus in Teilen der Bevölkerung angekündigt. In einem Interview mit dem Sender ORF sagte der konservative Politiker, die Slowakei sei ein Erfolgsbeispiel. Man habe sich in Österreich für einen ähnlichen Schritt entschieden. Über die genauen Pläne wolle die Regierung in der kommenden Woche informieren. Klar sei aber bereits, dass zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer getestet werden sollen, um im Dezember die Schulen möglichst sicher wieder öffnen zu können. Außerdem seien Tests vor Weihnachten angedacht.
Die gesamte Bevölkerung durchzutesten und auf einen Schlag Gewissheit über den Infektionsstand im Land zu haben, klingt verlockend. Die Hoffnung ist, dass danach Corona-Maßnahmen ganz gezielt eingesetzt werden können. Soweit die Theorie. Doch in der Praxis gibt es etliche Probleme.
+++ Bundesforschungsministerin Karliczek will die Forschung an Medikamenten zur Behandlung von Covid-19-Patienten vorantreiben. Der Zeitung "Welt am Sonntag" sagte die CDU-Politikerin, es gebe zwar bereits Wirkstoffe, die eingesetzt würden, es seien aber auch neue Medikamente entwickelt worden. Deren klinische Erprobung wolle sie unterstützen. Einzelheiten zur Finanzierung nannte Karliczek nicht.
Das Bundesforschungsministerium hatte bereits früher angekündigt, die Medikamentenentwicklung grundsätzlich stärker zu fördern. Die Ministerin hatte damals von Deutschland und Europa gesprochen, die wieder zu einer "Apotheke für Welt" werden müssten.
+++ Bundesweit sollen in den kommenden Wochen Hunderte Zentren für Impfungen gegen das Coronavirus entstehen. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die Gesundheitsministerien der Länder schreibt, sind zunächst ein bis zwei Impfzentren pro Regierungsbezirk geplant. Ähnliches gilt für Stadtstaaten. Als Standorte seien vielfach Messehallen im Gespräch. Zusätzlich sollen mobile Impfteams eingesetzt werden. Ein vollständiges Logistik-Konzept gibt es laut dem Bericht noch nicht.
Hintergrund: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus
+++ Corona-Risikogruppen wie Ältere und Pflegeheimbewohner sollen kostenlos Schutzmasken erhalten können. Das sieht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine geplante Ergänzung eines Gesetzes zu weiteren Krisenmaßnahmen vor. Diese soll am Mittwoch vom Bundestag verabschiedet werden. In der Rechtsverordnung werde auch geregelt, welche Art von Masken und wie viele davon abgegeben werden, hieß es weiter. Geplant ist eine Finanzierung durch den Bund aus Steuermitteln.
Weiterführende Lektüre: Was man zu Schutzmasken wissen sollte
+++ Bundeswirtschaftsminister Altmaier rechnet auch in den kommenden Monaten mit Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Der CDU-Politiker sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", trotz aller Anstrengungen sei eine Wende zum Besseren noch nicht erreicht. Die Infektionszahlen seien nach wie vor viel zu hoch, sogar sehr viel höher als vor zwei Wochen. Für das Öffnen von Restaurants und Kinos sehe er wenig Spielraum. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt vor einer Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen. Hauptgeschäftsführer Landsberg sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Schließungen in Gastronomie und Kultur seien zwar hart, führten aber zu einer deutlichen Reduzierung der Kontakte.
+++ In Deutschland sind 16.947 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Am Wochenende sind die Zahlen immer etwas niedriger, weil weniger getestet wird und nicht alle Gesundheitsämter Zahlen an das Robert Koch-Institut weiterleiten. Im Vergleich zum vergangenen Sonntag gibt es 930 Neuinfektionen mehr. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg seit gestern um 107 auf 12.485.
Die ausführlichen Zahlen zum Infektionsgeschehen haben wir hier für Sie zusammengestellt.
+++ Die großen Kirchen in Deutschland rechnen wegen der Corona-Pandemie mit deutlich sinkenden Steuereinnahmen. Wie die Zeitung "Welt am Sonntag" nach einer Umfrage berichtet, könnten die Einnahmen der Kirchen um etwa eine Milliarde Euro zurückgehen. Das wäre ein Minus von rund acht Prozent. Die Kirchensteuereinnahmen lägen demnach 2020 bei rund 11,7 Milliarden Euro, nach 12,7 Milliarden im Vorjahr.
Samstag, 14. November
+++ In Polen sind innerhalb eines Tages fast 550 Menschen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben – so viele wie noch nie. Das teilte das Gesundheitsministerium in Warschau mit. Insgesamt seien inzwischen mehr als 10.000 Infizierte gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages wurde mit mehr als 25.500 angegeben.
+++ Auch in Frankreich verschärft sch die Lage: Heute sind 32.095 neue Coronainfektionen gemeldet worden.
+++ Die italienischen Behörden melden rund 37.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Tags zuvor wurde mit knapp 41.000 ein neuer Höchstwert erreicht.
+++ Die Polizei in Frankfurt am Main hat eine Demonstration des "Querdenken"-Bündnisses gegen die Corona-Beschränkungen aufgelöst. Trotz mehrfacher Aufforderung seien zahlreiche Teilnehmer nicht der Aufforderung nachgekommen, Masken zu tragen und Sicherheitsabstände einzuhalten, teilte die Polizei mit. Weil die Aufforderung zum Verlassen des Rathenau-Platzes in der Innenstadt nicht befolgt werde, setze man Wasserwerfer ein. Zuvor hatten die Ordnungskräfte bereits Wasserwerfer eingesetzt, als Gegendemonstranten den Protestzug der Querdenken-Anhänger blockierten.
+++ In Österreich gibt es ab Dienstag wieder einen harten Lockdown. Bis zum 6. Dezember müssen Schulen und fast alle Geschäfte schließen. Auch Dienstleistungen wie Friseure müssen pausieren. Öffnen dürfen nur noch Supermärkte, Apotheken und Tankstellen. Das Verlassen des privaten Wohnraums ist nur in begründeten Ausnahmen erlaubt sowie für den Weg zur Arbeit. Überall, wo es möglich ist, soll im Homeoffice gearbeitet werden.
+++ Trotz mehrerer Corona-Fälle in der ukrainischen Fußball-Nationalmannschaft kann das Spiel gegen Deutschland in Leipzig heute Abend stattfinden. Das sagte ein UEFA-Sprecher dem Sport Informationsdienst. Vier ukrainische Spieler und ein Teammanager waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei der deutschen Mannschaft fielen alle Tests negativ aus.
+++ In einem Alten- und Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg sind nach einem Corona-Ausbruch Anfang Oktober zwölf Menschen gestorben. Eine Sprecherin der Betreiberfirma bestätigte entsprechende Presseberichte. Alle im Zusammenhang mit dem Virus Verstorbenen hätten schwerwiegende Vorerkrankungen gehabt oder sich in der Palliativphase befunden.
+++ Bei den "Querdenken"-Protesten in Frankfurt am Main hat die Polizei Wasserwerfer gegen Gegendemonstranten eingesetzt. Sie begründete dies auf Twitter damit, dass die Strecke des Demonstrationszuges blockiert und auch nach mehrfacher Aufforderung nicht wieder freigegeben worden sei. Inzwischen konnten die "Querdenken"-Anhänger ihren Protestzug fortsetzen. Auch die Polizei hatte ihn mehrfach angehalten, weil viele Teilnehmer gegen Hygieneauflagen verstoßen hätten. Korrespondenten berichten, fast niemand trage einen Mund-Nase-Schutz. Auch Mindestabstände würden nicht eingehalten.
Polizei setzt einen Wasserwerfer auf die Gegner der "Querdenken"-Demonstration ein.
Polizei setzt einen Wasserwerfer auf die Gegner der "Querdenken"-Demonstration ein. (dpa / Boris Roessler)
+++ Die Deutschen müssen sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Merkel auf weitere Monate mit Corona-Beschränkungen einstellen. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast sagte Merkel, der bevorstehende Winter werde allen noch viel abverlangen. Die Kanzlerin will am Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder eine Zwischen-Bilanz zu dem seit Anfang des Monats geltenden Teil-Lockdown ziehen. Sie selbst sieht noch keinen Raum für Lockerungen. Ähnlich äußerten sich zahlreiche Koalitionspolitiker. Die Grünen-Abgeordnete Klein-Schmeink verlangte im Deutschlandfunk die Einrichtung eines Pandemierats. Dieser müsse einen Plan erarbeiten, wie man verfahren könne, ohne dass man wieder in einen Lockdown hineinlaufe.
Mehr zur Debatte über Dauer und Wirksamkeit des Teil-Lockdowns erfahren Sie hier.
+++ Die Linksfraktion fordert mehr Einsatz gegen negative Auswirkungen der Corona-Kontaktbeschränkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Korte, rief Bundeskanzlerin Merkel auf, einen "Corona-Sozialgipfel" zu veranstalten. In einem Brief an Merkel schreibt er laut Medienberichten, es sei richtig, Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu ergreifen. Zugleich müssten aber die unerwünschten Nebenwirkungen stärker in den Fokus rücken. Dazu zählte er negative Folgen von Schulschließungen für Kinder aus benachteiligten Familien, psychische Belastungen und häusliche Gewalt.
+++ Die Kanarischen Inseln verlangen von Urlauberinnen und Urlaubern ab sofort einen negativen Corona-Test. Das Ergebnis darf nicht älter sein als 72 Stunden. Wer keinen Test vorweisen kann, muss sich in einem Krankenhaus testen lassen und solange in Quarantäne begeben, bis das Ergebnis vorliegt. Ziel der Maßnahme ist es, die Inzidenz weiter unter der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche zu halten. Die Kanarischen Inseln sind derzeit die einzige Region in Spanien, die aus Sicht des Auswärtigen Amts nicht als Risikogebiet gelten.
+++ Das offiziell bis heute Corona-freie Turkmenistan hat ein neues Spezialkrankenhaus für Infektionskrankheiten eröffnet. Staatschef Berdimuchamedow wertete es laut Staatsmedien als "großen Erfolg", dass es "dank der Vorsorge der Behörden bis heute keinen einzigen Fall von Coronavirus" gebe. Die Spezialklinik verfügt über 200 Betten und soll Patienten mit "Infektionskrankheiten der Atemwege" aufnehmen. Obwohl die Regierung darauf beharrt, dass es bisher in Turkmenistan keinen einzigen Corona-Fall gibt, wird die Bevölkerung zum Masken-Tragen angehalten - offiziell wegen hoher Feinstaubbelastung. Die meisten Geschäfte sind geschlossen und Zugverbindungen eingestellt. Im Juli hatte es Berichte über eine wachsende Zahl von Lungenentzündungen in dem zentralasiatischen Land gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfahl der Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, "als ob Covid-19 zirkulieren würde".
+++ In Südkoreas Hauptstadt Seoul haben mehr als 300 beleuchtete Drohnen Botschaften ans Volk in den Himmel gezeichnet. Im Formationsflug formten die Lichtpunkte unter anderem Aufforderungen zum Maskentragen und ein Dankeschön an Ärzte und Krankenpfleger. Das Ganze geschah im Auftrag der Regierung. Einen ähnliche Aktion hatte das Bau- und Verkehrsministerium bereits im Juli inszeniert. Südkorea gilt als eines der erfolgreichsten Länder im Kampf gegen das Virus Sars-CoV-2. Insgesamt wurden dort nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gut 28 000 Infektionen registriert. Knapp 500 Erkrankte starben. Am Freitag wurden 191 Neuinfektionen festgestellt, der stärkste Anstieg seit 70 Tagen.
Seoul (Südkorea): Mehr als 300 Drohnen haben Botschaften der Regierung in den Nachthimmel gezeichnet - u.a. zum Dank an Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Seoul (Südkorea): Mehr als 300 Drohnen haben Botschaften der Regierung in den Himmel gezeichnet - u.a. zum Dank an Beschäftigte im Gesundheitswesen. (www.imago-images.de)
+++ Polen hat binnen eines Tages 548 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verzeichnet - so viele wie noch nie. Damit sind dort mittlerweile 10.045 Menschen an oder mit dem Virus gestorben, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Zudem wurden 25.571 Neuinfektionen erfasst. Das sind gut 2.000 weniger als vor einer Woche, als der bisherige Höchstwert gemeldet wurde.
+++ Die Zahl der Selbstständigen, die wegen der Corona-Beschränkungen Grundsicherung beantragt haben, ist einem Medienbericht zufolge stark gestiegen. Die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, dass sich von April bis September mehr als 81.000 Selbstständige neu Arbeit suchend meldeten und zumindest vorübergehend Grundsicherung bezogen. Das waren zehn Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Zeitung beruft sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit, die die Links-Fraktion im Bundestag angefragt hatte. Demnach arbeiten die meisten der betroffenen Selbstständigen in den Bereichen Gaststätten, Kultur, Soziales und Gesundheit.
+++ Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Witthaut sieht bei den Gegnern der Corona-Politik eine fortschreitende Radikalisierung. Er sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", der Ton in den Reden habe sich verschärft. Bei den Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie würden offen Umsturzfantasien gegen die deutsche Regierung propagiert. Einzelne Personen schreckten nicht mehr vor Anschlägen zurück.
+++ Ein katholischer Pfarrer will Weihnachten mit bis zu 2.000 Besuchern im Stadion des Fußballvereins Hannover 96 feiern. Voraussetzung sei eine Genehmigung des Gesundheitsamts, sagte Heinrich Plochg von der St.-Joseph-Gemeinde der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Dem Bericht zufolge ist der Mietvertrag für das Stadion bereits unterschrieben. Laut dem Hygienekonzept der Gemeinde sollen professionelle Ordner die Besucher auf der Westtribüne platzieren. Nur jede dritte Reihe soll besetzt werden. Nach Einschätzung aus dem Gesundheitsministerium in Hannover wäre eine solche Veranstaltung nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes möglich.
+++ Der Medizinstatistiker Gerd Antes kritisiert, dass es zur Wirksamkeit der von der Regierung beschlossenen Kontaktbeschränkungen fast gar keine Studien gebe. Über den Sommer sei es komplett versäumt worden, wichtige Daten zu erheben, die bei der Bestimmung effektiver Einzelmaßnahmen hätten helfen können, sagte das ehemalige Mitglied der Ständigen Impfkommission im Deutschlandfunk. Gleichzeitig vermittelten viele Politiker fälschlicherweise den Eindruck, dass sie Bescheid wüssten, wie wirksam bestimmte Regelungen seien. Antes nannte es grob fahrlässig, Busse und Bahnen in voller Auslastung fahren zu lassen. Das sei wahrscheinlich "einer der großen Treiber der Pandemie". Durch die Schließuung der Gastronomie würden Treffen wahrscheinlich in den schwerer kontrollierbaren privaten Bereich gedrängt.
"Lockdown light" im November 2020: Kneipen und Gaststätten sind - wie hier in Berlin - geschlossen. Mit Absperrband sind die Tische vor einem Imbiß in der Warschauer Straße umwickelt.
"Lockdown light" im November 2020: Kneipen und Gaststätten sind - wie hier in Berlin - geschlossen. (dpa/Jens Kalaene)
+++ Die USA verzeichnen 184.514 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht, ist das der bisher höchste Tageswert an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie. Insgesamt wurden in den USA rund 10,7 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Mehr als 244.300 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus - mehr als in jedem anderen Land der Welt.
+++ Das Robert-Koch-Institut hat 22.461 Corona-Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 938 weniger als vor einer Woche und rund 1.080 weniger als gestern, als mit 23.542 Fällen ein neuer Höchstwert verzeichnet wurde. Die Zahl der mit Covid-19 in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg nach den Angaben von heute auf 12.378 - das sind 178 mehr als am Vortag.
+++ Deutschlands Klinikärzte fordern die Bundesländer mit vielen Corona-Fällen zu einem Stopp verschiebbarer Eingriffe in den Krankenhäusern auf. In einer Erklärung der Ärzteorganisation Marburger Bund und der intensivmedizinischen Fachgesellschaften, aus der die Deutsche Presse-Agentur zitiert, heißt es, dass Krankenhäuser aus Umsatzgründen ihre Kapazitäten nicht auf Covid-19-Patienten konzentrierten. Ändere sich dies nicht, dann werde die Belastungsgrenze insbesondere auf vielen Intensivstationen schon bald überschritten.
+++ Der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag, Brinkhaus, hat die Bevölkerung auf weitere harte Wochen eingestellt. Damit nicht wie bei europäischen Nachbarn deutliche schärfere Mittel wie Ausgangssperren, Schließungen von Geschäften und Massentests nötig seien, "müssen wir in den nächsten Wochen erhebliche Anstrengungen unternehmen", schrieb der CDU-Politiker in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Mitglieder der Unionsfraktion. Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hat sich gegen eine Lockerung der für diesen Monat verhängten Corona-Beschränkungen ausgesprochen. Er gehe davon aus, dass man die Maßnahmen verlängern müsse, weil die Wirkung schwächer ausfalle als angenommen, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
+++ Die niederländische Regierung hat aufgrund der Corona-Pandemie ein Feuerwerksverbot an Silvester beschlossen. Damit solle verhindert werden, dass sich Ärzte und Krankenpfleger zusätzlich um Menschen kümmern müssten, die sich an Feuerwerkskörpern verletzen, teilte das Kabinett mit. Im vergangenen Jahr mussten nach offiziellen Angaben mehr als 1.300 Menschen wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt werden.
+++ Die Städte und Gemeinden erhöhen Corona-Schutzmaßnahmen für Wohnungslose. Wie eine bundesweite Umfrage des Evangelischen Pressedienstes ergab, wurde in vielen Städten wegen der Schutzauflagen die Zahl verfügbarer Plätze in den Notunterkünften reduziert. In Düsseldorf wurden nach Angaben der Stadt deshalb sechs Hotels angemietet und dort knapp 200 Menschen untergebracht. Auch die Städte Frankfurt und Bielefeld teilten mit, aus Infektionsschutzgründen würden zusätzliche Gebäude bereitgestellt.
Ein Obdachloser sammelt Flaschen in der Kölner Innenstadt, Ende März 2020 | Verwendung weltweit
Die Lage vieler Obdachloser ist verzweifelt. Corona verschärft die Situation zusätzlich. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Christoph Hardt)
Freitag, 13. November
+++ US-Präsident Trump erwartet nach eigenen Angaben eine schnelle Notfallzulassung für den Covid-Impfstoff von Pfizer, der zusammen mit BioNTech entwickelt wird. Dies werde "extrem bald" geschehen, sagte er vor Journalisten im Rosengarten des Weißen Hauses. Auch bei anderen Herstellern werde es schnell gehen. Damit werde möglicherweise bereits im April für die gesamte Bevölkerung ein Impfstoff bereitstehen. Gesundheitsminister Azar hatte am Dienstag erklärt, es könnten bereits erste Impfungen im Dezember vorgenommen werden. Pfizer und BioNTech hatten am Montag von positiven Ergebnissen bei der Entwicklung ihres Impfstoffs berichtet.
+++ Italien verschärft die Beschränkungen wegen der zunehmenden Zahl von Corona-Infektionen in weiteren Regionen des Landes. Nach Plänen des Gesundheitsministeriums sollen von Sonntag an auch die Toskana und Kampanien als sogenannte rote Zonen eingestuft werden. Dort gelten Teil-Lockdowns mit Ausgangsbeschränkungen.
+++ Laut US-Medien sind Dutzende Secret-Service-Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert oder in Quarantäne. Die Ausbreitung werde teilweise auf die Serie von Auftritten zurückgeführt, für die Trump vor der Präsidentenwahl quer durchs Land reiste, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf informierte Personen. Nach Angaben der Zeitung sind 130 Mitarbeiter betroffen - rund zehn Prozent des Kern-Sicherheitsteams. CNN berichtet über "mehrere Dutzend" betroffene Mitarbeiter.
+++ Um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Corona-Pandemie zu schützen, haben die Abgeordneten des Europaparlaments in einer gemeinsamen Erklärung die Beendigung von Notstandsregelungen angeregt. EU-Justizkommissar Reynders sagte, die Krise bedeute eine Einschränkung mancher Grundrechte. Dies könnte Probleme im Bereich der Rechtsstaatlichkeit mit sich bringen. Die SPD-Abgeordnete Barley nannte die Corona-Krise eine Herausforderung für die Demokratie.
In der Erklärung der Parlamentarier heißt es, auch im Notstand sollten Parlamente und Gerichte weiterhin ihre Kontrollfunktion ausüben können. Auch dürften Staaten ihre Notstandsrechte nicht dazu nutzen, am Parlament vorbei Regelungen zu treffen, die mit der Corona-Krise nichts zu tun hätten.
+++ In Italien wurde ein neuer Höchstwert an Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Laut Gesundheitsministerium stieg die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus um 40.902. Zudem wurden 550 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.
+++ Die Bundesregierung will Solo-Selbstständige über den November hinaus mit einem einmaligen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro unterstützen. Das berichten das ARD-Hauptstadtstudio und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Angaben aus dem Wirtschafts- und aus dem Finanzministerium. Der Betrag wird demnach als Betriebskostenpauschale gezahlt. Dies solle jenen helfen, die kaum Betriebskosten hätten und daher bei den bisherigen Hilfen zumeist leer ausgingen. Das Geld werde einmalig für die sieben Monate Dezember bis Juni 2021 gezahlt und nicht auf Leistungen aus der Grundsicherung angerechnet. Neben der Kultur- und Eventbranche sollen auch Reisebüros weitere Unterstützung erhalten.
+++ Im Landkreis Berchtesgadener Land haben die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus Wirkung gezeigt. Wie Landrat Kern im Deutschlandfunk sagte, hat sich die 7-Tage-Inzidenz inzwischen mehr als halbiert.
+++ Bei ihrer Videokonferenz am Montag werden Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder nach Einschätzung von Regierungssprecher Seibert an den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie festhalten. Es seien "keine Lockerungen zu erwarten".
+++ Die Bundesregierung stuft ganz Schweden und ganz Kanada ab Sonntag als Risikogebiete ein. Grund sind die gestiegenen Corona-Zahlen in diesen Ländern. Zudem wurden einige Regionen in Griechenland, Großbritannien, Norwegen, Lettland, Estland sowie ein französisches Überseegebiet auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt. Eine Reisewarnung bedeutet zwar kein Reiseverbot, Rückkehrer müssen aber derzeit bis zu 10 Tage in Quarantäne.
Mehr zum Thema: RKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete
+++ In Tschechien flacht sich die Kurve bei den Neuinfektionen weiter ab. Das Gesundheitsministerium meldete knapp 8.000 nachgewiesene Ansteckungen binnen 24 Stunden. Vor einer Woche waren es noch über 13.000. Das Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern weist die höchste Pro-Kopf-Infektionsrate in Europa auf. In Tschechien gilt bis zum 20. November ein Notstand mit weitgehenden Ausgangsbeschränkungen und einer nächtlichen Ausgangssperre. Restaurants und Schulen sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen.
+++ Das Robert-Koch-Institut meldet 23.542 Corona-Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden. Das sind rund 1.700 mehr als am Tag zuvor, an dem 21.866 Fälle registriert worden waren. Den heutigen Daten zufolgen starben weitere 218 Menschen an oder mit dem Virus. Damit summiert sich die Zahl auf insgesamt 12.200. Der bisherige Höchstwert hatte bei 23.399 Neuinfektionen gelegen und war am vergangenen Samstag vom RKI registriert worden.
Ausführlichere Informationen zu den Entwicklungen: Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland
+++ Bundesgesundheitsminister Spahn äußerte sich mit Blick auf die aktuellen Zahlen zurückhaltend. Der Erfolg der zu Monatsbeginn beschlossenen Corona-Maßnahmen lasse sich derzeit noch nicht einschätzen. Das Coronavirus habe eine "lange Bremsspur", sagte der CDU-Politiker im ARD-Fernsehen. Spahn wollte daher noch keine Prognose abgeben, ob die für November verhängten Auflagen im Dezember gelockert werden können. Große Feierlichkeiten hält Spahn den Winter hindurch für nicht machbar. Das werde man durchhalten müssen.
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) sagte im ZDF, wahrscheinlich müsse man mit Lockerungen noch etwas warten. Man sehe eine leichte Verbesserung, allerdings weniger, als man erhofft habe. Wenn man die momentanen Zahlen fortschreibe, sei man erst Weihnachten dort, wo man hinwolle. Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) sagte ebenfalls im ZDF, für Lockerungen gebe es derzeit keinen Anlass.
Über die Wirksamkeit der Einschränkungen und das weitere Vorgehen beraten am Montag die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Merkel.
+++ "Rettungsschirm Kino": Kinobetreiber und die Gewerkschaft Verdi fordern von der Bundesregierung mehr Unterstützung in der Coronakrise. Aktuell müssten alle Kinos bei den Hilfsprogrammen berücksichtigt werden, langfristig brauche es einen Rettungsschirm, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Hauptverbands Deutscher Filmtheater (HDF), der Kinounternehmen Cinedom, Cinemax, Cinestar, Kinopolis, UCI sowie der Gewerkschaft.
+++ Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Linnemann, plädiert dafür, die Gastronomie in den Innenstädten zeitnah wieder zu öffnen. Linnemann sagte im Deutschlandfunk, der stationäre Handel stehe vor dem Aus, weil die Restaurants in den Fußgängerzonen geschlossen seien. Auch der FDP-Vorsitzende Lindner kritisiert die Schließung von Restaurants.
Der FDP-Vorsitzende Lindner hat im ARD-Morgenmagazin eine Modifikation der Corona-Strategie der Bundesregierung gefordert.
Es sei klar, dass Kontakte beschränkt werden müssten, ergänzte Lindner. Daran könne es keinen Zweifel geben. Er sei jedoch dagegen, Bereiche wie die Gastronomie zu schließen, in denen auf Hygiene und Abstand geachtet werden könne und die keinen größeren Effekt auf die Pandemie hätten - im Verhältnis zu dem Schaden, der entstehe.
+++ In Bayern wird wegen der Corona-Krise ab heute fast jeglicher Indoor-Sport untersagt. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Holetschek an. Einzig Schul- und Profisport seien noch in Innenräumen erlaubt. Die Staatsregierung ziehe damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am Montag vorgeschlagen hätte, erklärte Holetschek. Hintergrund ist ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.
+++ In den USA steigt die Zahl der neuen Infektionen binnen eines Tages um mehr als 150.000 auf insgesamt rund 10,5 Millionen, wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte. Damit verzeichneten die Vereinigten Staaten die höchste Zahl für erfasste Ansteckungen mit dem Virus binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie. Mehr als 1.100 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Damit erhöht sich die Totenzahl auf mehr als 242.000.
Ein Mann macht einen Coronatest durch ein Autofenster.
Ein Coronatest in den USA (Imago)
+++ Diabetiker sind nicht zwangsläufig Corona-Risikopatienten. Darauf hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) kurz vor dem Weltdiabetestag am 14. November hingewiesen. "Man kann nicht alle Diabetes-Patienten über einen Kamm scheren. Vor allem bei jungen Menschen mit Typ-1-Diabetes, die mit ihrer Insulintherapie eine normnahe Einstellung erreichen und die noch keine Folgeerkrankungen haben, ist kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion gegeben", sagte Sprecher Baptist Gallwitz der Deutschen Presse-Agentur.
+++ Brasilien verhandelt nach Angaben von Pfizer über die Lieferung des mit BioNTech entwickelten Impfstoffs im ersten Quartal 2021. Das Mittel werde zu drei verschiedenen Preisen verkauft, sagt Pfizers Brasilien-Chef Murillo. Unterschieden werde zwischen zahlungskräftigen Ländern, Ländern mit mittlerem Einkommen wie Brasilien und Ländern mit geringen finanziellen Mitteln. Bislang hat Brasilien einen Vertrag mit AstraZeneca für deren Impfstoff. Das südamerikanische Land ist weltweit mit am stärksten von der Coronavirus-Krise betroffen. Zuletzt meldete es 33.207 Neuinfektionen und 908 weitere Tote in Zusammenhang mit dem Virus.
Mehr zum Thema Impfen gegen das Coronavirus finden Sie hier.
+++ Der Weihnachtsmann darf trotz Corona-Pandemie durch die Welt reisen, um die Kinder zu beschenken - dies hat zumindest der italienische Regierungschef Conte versichert. Der Weihnachtsmann trage eine Atemschutzmaske und habe eine Sondergenehmigung, um die Welt zu bereisen, erklärte Conte in einer jetzt veröffentlichen Botschaft auf Facebook. Der Ministerpräsident antwortete damit auf die bange Anfrage des fünfjährigen Tommaso. Dieser hatte Conte in einem Brief angefleht, "Babbo Natale" - wie der Weihnachtsmann in Italien heißt - nicht das Reisen zu verbieten.
+++ Israel sichert sich acht Millionen Dosen des Impfstoffes von Pfizer und BioNTech. Damit könne fast die Hälfte der Israelis geimpft werden, sagt Gesundheitsminister Edelstein. Mit der Auslieferung solle im Januar begonnen werden. Pfizer und BioNTech bestätigten die Vereinbarung. Zu den finanziellen Details wollten sich die Unternehmen nicht äußern. Ein entsprechender Vorvertrag solle heute unterschrieben werden, teilt Pfizer mit.
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