
Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.
Dienstag, 3. März
+++ Bundeskanzler Merz hat Zweifel, ob die US-Militärschläge im Iran auch zu einem politischen Wechsel in dem Land führen.
Merz sagte nach einer Unterredung mit Präsident Trump im Weißen Haus in Washington, der Plan sei nicht ohne Risiko. Die USA wüssten derzeit nicht, wer das Führungsvakuum im Iran füllen könnte. Auch hätten die Vereinigten Staaten keine wirklich ausformulierte Strategie über die zukünftige zivile Führung im Iran. Die USA hätten von Anfang an gesagt, sie zerstörten die militärische Infrastruktur und überließen es dann dem iranischen Volk, sein Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen.
+++ Der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) liegen keine Belege dafür vor, dass der Iran eine Atombombe baut.
Dies teilte IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Die großen Vorräte an fast waffenfähigem Uran und die Weigerung der Regierung in Teheran, den Inspektoren vollen Zugang zu gewähren, seien jedoch Anlass zu großer Sorge. Solange der Iran nicht bei der Klärung offener Fragen helfe, könne die IAEA nicht bestätigen, dass das Atomprogramm des Landes ausschließlich friedlichen Zwecken diene.
+++ Frankreich zieht angesichts des Irankrieges seinen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" aus der Ostsee ab und schickt ihn ins Mittelmeer.
Präsident Macron erklärte, das Kriegsschiff werde von einem Luftgeschwader und Fregatten eskortiert und solle die verbündeten Streitkräfte im Nahen Osten schützen. Als Grund für die Verlegung nannte er den Angriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern. Zypern sei EU-Mitglied und habe kürzlich eine strategische Partnerschaft geschlossen. Deshalb habe er beschlossen, zusätzliche Luftverteidigungsmittel dorthin zu schicken.
+++ In Dubai ist in der Nähe des US-Konsulats nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen.
Wie Korrespondenten unter Berufung auf Anwohner melden, wurde der Brand unter Kontrolle gebracht. Zuvor habe es eine Explosion gegeben.
+++ Im Iran-Krieg will US-Präsident Donald festsitzenden Öltankern notfalls Geleitschutz geben.
"Falls nötig, wird die US-Marine so schnell wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist derzeit effektiv gesperrt.
+++ Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen Gebäudekomplex im Iran zur Entwicklung von Atomwaffen angegriffen.
Die Anlage habe dazu gedient, "notwendige Fähigkeiten" dafür bereitzustellen. Belege liefert die Armee zunächst nicht. Eine Stellungnahme des Irans liegt nicht vor.
+++ Der bei den US-israelischen Luftangriffen getötete iranische Führer Ayatollah Ali Chamenei soll in seiner Geburtsstadt Maschhad beigesetzt werden.
Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars. Ein Datum für die Beisetzung in der heiligen Stadt wurde nicht genannt. Die ostiranische Pilgerstadt Maschhad ist die zweitgrößte Stadt des Iran.

+++ Nach dem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt auf Zypern verstärken Großbritannien und Frankreich ihre Präsenz in der Region.
Großbritannien entsendet Hubschrauber zur Drohnenabwehr und ein Kriegsschiff. Der britische Premierminister Starmer sagte, sein Land setze sich uneingeschränkt für die Sicherheit Zyperns und der dort stationierten Briten ein. Frankreich unterstützt Zypern nach offiziellen Angaben mit Raketen- und Drohnenabwehrwaffen und einer Fregatte. Zuvor hatte Griechenland bereits Schiffe und Kampfjets entsandt. Der Drohnenangriff in der Nacht zum Montag wird der Hisbollah-Miliz aus dem Libanon zugerechnet. Verletzt wurde niemand.
+++ Der türkische Außenminister Hakan Fidan kritisiert die iranischen Angriffe auf Golfstaaten als Reaktion auf das militärische Vorgehen der USA und Israels.
Dies sei eine "unglaublich falsche Strategie", sagt Fidan dem Sender TRT Haber. Teheran verfolge das Prinzip: "Wenn ich untergehe, reiße ich die Region mit."
+++ Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs hat die proiranische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon wieder Raketen auf den Großraum der israelischen Großstadt Tel Aviv gefeuert.
Die israelische Armee teilte nach Sirenengeheul in der Küstenmetropole mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden, die vom Libanon aus nach Israel geflogen seien. Die Luftabwehr habe die meisten davon abgefangen. Ein Geschoss sei auf offenem Gebiet niedergegangen.
+++ Israels Ministerpräsident Netanjahu hat der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einer weiteren Verschärfung der Angriffe gedroht.
Die Hisbollah habe einen schweren Fehler begangen, als sie Israel attackiert habe, sagte Netanjahu bei einem Besuch eines Luftwaffenstützpunktes. Die pro-iranische Miliz hatte in der Nacht zum Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Chamenei Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Daraufhin begann das israelische Militär Ziele im Libanon anzugreifen, vor allem im Süden des Landes und in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut.
+++ Die Europäische Union hilft mehreren Mitgliedstaaten bei der Evakuierung ihrer Staatsbürger aus dem Nahen Osten.
Italien, die Slowakei und Österreich hätten den Katastrophenschutzmechanismus der EU aktiviert, teilte die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Lahbib, mit. Die EU kann so einen Teil der Rückholungsmaßnahmen finanzieren. Die ersten Evakuierungsflüge sind auf dem Weg, etwa eine Linienmaschine von Abu Dhabi nach Madrid mit rund 175 Spaniern an Bord.
+++ US-Präsident Trump hat die Regierungen von Spanien und Großbritannien kritisiert.
Trump sagte im Weißen Haus, Spanien habe gesagt, dass die USA ihre Stützpunkte nicht nutzen dürften. "Niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, "alle Deals" mit Madrid einzustellen. Trump kritisierte auch das Vereingte Königreich. Großbritannien hatte den USA britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen. Am Sonntagabend lenkte der britische Premierminister Starmer ein und erlaubte die Nutzung in begrenztem Umfang.

+++ Bundeskanzler Merz hat die Hoffnung auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs geäußert.
Dieser solle "so bald wie möglich" enden, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Der Krieg schade der Wirtschaft, sagte Merz zur Begründung. Er verwies auf die gestiegenen Öl- und Gaspreise.
+++ Der Iran verfügt nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nicht mehr über eine Flugabwehr.
Der Oberste Führer sei ausgeschaltet, und es sei heute ein weiterer Schlag gegen die neue Führung gelungen, sagt Trump an der Seite von Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office. "Wir werden weiter machen."
+++ Nach Angriffen der USA und Israels auf die Atomanlage Natans ist iranischen Medien zufolge kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden.
Der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Nadschafi, erklärte, die Anlage sei bei den Militäreinsätzen gegen sein Land getroffen worden.
+++ Die Lufthansa hat Details zum geplanten Evakuierungsflug im Auftrag der Bundesregierung genannt.
Demnach soll ein Jet vom Typ Airbus A340-300 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Kinder, Kranke und Schwangere nach Hause bringen. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze. Außenminister Johann Wadephul hatte den Einsatz zuvor in Berlin angekündigt.
+++ Im Libanon sind seit Beginn des Krieges bereits mehrere 10.000 Menschen vertrieben worden.
Wegen der andauernden israelischen Luftangriffe wurden nach Angaben der Vereinten Nationen bisher rund 30.000 Menschen in staatlich ausgewiesenen Notunterkünften registriert. Viele weitere Vertriebene hätten die Nacht in ihren Autos, am Straßenrand und in Staus verbracht, teilte ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bei einer Pressekonferenz in Genf mit.
+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine großangelegte Angriffsserie in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen.
Ziel der Luftangriffe seien Einrichtungen der iranischen Führung, teilte ein Sprecher mit. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, wurde auch das Gebäude des Expertenrats während einer laufenden Sitzung beschossen. Das südlich von Teheran in der Stadt Ghom tagende Gremium wählt den Nachfolger für den getöteten obersten Führer Chamenei.

+++ Das iranische Militär hat nach erneuten Luftschlägen Israels und der USA weitere Ziele in der Golfregion angegriffen.
In Saudi-Arabien wurde unter anderem die amerikanische Botschaft mit Drohnen attackiert. Die US-Vertretung in Kuwait blieb bis auf Weiteres geschlossen, nachdem sie gestern von einer Drohne getroffen worden war. Im Oman geriet nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur die zivile Infrastruktur unter Beschuss. In Katar wurde der internationale Flughafen von Doha dem Außenministerium zufolge mehrfach mit Raketen attackiert. Die Angriffe seien jedoch vereitelt worden.
+++ Bundesaußenminister Wadephul ist wegen seines Umgangs mit dem Krieg im Iran in die Kritik geraten.
Die Grünen-Politikerin Amtsberg sagte der Funke Mediengruppe, obwohl sich die Lage in der Region seit Wochen zugespitzt habe, wirke die Bundesregierung vollkommen unvorbereitet. Die außenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Özdemir, kritisierte, dass man zunächst nur ältere Menschen, Kinder, Kranke und Schwangere ausfliegen wolle.

+++ Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere morgen starten.
Ein erster Flug für die in Nahost gestrandeten Deutschen sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister Wadephul (CDU) im Sender Welt TV an.
+++ US-Präsident Donald Trump hat Gespräche mit der iranischen Führung vorerst ausgeschlossen.
"Ihre Luftabwehr, Luftwaffe, Marine und Führung sind weg", schrieb Trump am Dienstag auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Sie wollen reden. Ich habe gesagt: 'Zu spät!'"
+++ Das Auswärtige Amt hat nach eigenen Angaben den iranischen Botschafter in Berlin einbestellt.
Das Ministerium teilte auf der Online-Plattform X mit, man habe das iranische Regime "unmissverständlich" dazu aufgefordert, seine "rücksichtslosen Angriffe" auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen. "Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region", betonte das Auswärtige Amt.
+++ Die Bundesregierung setzt wegen der Folgen des Nahost-Krieges auf die Energiepreise einen Krisenstab ein.
Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Beteiligt seien unter anderem die Bundesnetzagentur, der Bundesnachrichtendienst, das Auswärtige Amt sowie das Bundeskanzleramt. Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Die dortigen Öltransporte sind durch die Kämpfe in Nahost weitgehend zum Erliegen gekommen. Dies führte zu deutlichen Preissteigerungen bei Öl und Gas. Das Ministerium betonte, an der Versorgungslage habe sich nichts geändert. Alle Lieferungen von Flüssiggas (LNG) erfolgten planmäßig.
+++ Ein erstes Flugzeug der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai ist in Frankfurt am Main gelandet.
Der Linienflug landete um kurz nach 13.30 Uhr. Die Airline äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren.
+++ Wegen der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran zeigen sich Menschenrechtler zunehmend besorgt über das Schicksal der Häftlinge in der islamischen Republik.
Die Organisation Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo warnte vor schlechten Haftbedingungen, staatlichen Repressionen und Gefahren durch den Krieg. In den ersten beiden Monaten des Jahres seien mindestens 141 Menschen im Iran hingerichtet worden, berichtete die Organisation. Die Gefahr sei groß, dass weitere Todesstrafen vollstreckt würden, insbesondere mit Blick auf die Repressionen gegen die jüngsten Massenproteste. Im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran hätten einige Familien keinen Kontakt zu ihren Angehörigen, hieß es.

+++ In Katar sitzen nach Angaben des Außenministeriums mehr als 8.000 Reisende im Transit fest.
Diese würden vorerst in Hotels untergebracht, sagt ein Sprecher in Doha. Zudem seien Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen versorgt worden. Das gesamte katarische Territorium war den Angaben zufolge das Ziel von iranischen Angriffen, nicht nur militärische Einrichtungen.
+++ Nach dem Ausbruch des Iran-Krieg sind die Preise für Benzin und Diesel an deutschen Tankstellen erneut angestiegen.
Laut ADAC kostet derzeit ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt rund 1,89 Euro und damit fast sechs Cent mehr als an den Vortagen. Bei Diesel stieg der Preis um rund neun Cent auf ebenfalls 1,89 Euro. Der Iran-Krieg hat den Rohölpreis in die Höhe getrieben. Der Iran attackierte wiederholt Anlagen für die Verarbeitung von Öl und Gas in den Golfstaaten. Er kontrolliert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus. Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert.
+++ Das UNO-Büro für Menschenrechte fordert eine Untersuchung der Bombardierung einer Mädchenschule im Iran.
Der Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, verlange eine unparteiische Aufklärung des "schrecklichen" Vorfalls, teilte eine Sprecherin in Genf mit. Die Verantwortung für die Untersuchung liege bei den Streitkräften, die den Angriff verübt hätten: "Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten." Iranischen Staatsmedien zufolge waren bei dem Angriff auf die Schule in Minab im Süden Irans am Samstag über 160 Schülerinnen, Lehrerinnen und Eltern getötet worden. US-Außenminister Rubio erklärte, die US-Truppen würden "nicht absichtlich eine Schule ins Visier nehmen".
+++ Im Libanon sind nach Angaben der UNO mindestens 30.000 Menschen vertrieben worden.
Die Zahl beruhe auf "konservativen Schätzungen" derjenigen Menschen, die in Sammelunterkünften untergebracht und gemeldet worden seien, erklärte ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Genf. Aus Teilen des Südlibanon, der Bekaa-Ebene im Ostlibanon und südlichen Vororten von Beirut seien "bedeutende Bevölkerungsbewegungen" gemeldet worden, erklärte der UNHCR-Sprecher weiter.
+++ Die israelische Armee will im Libanon weiter vorrücken, um gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz vorzugehen.
Ein Sprecher kündigte die Schaffung einer "Pufferzone" an. Dafür sollten die Bewohner von mehr als zwei Dutzend Ortschaften ihre Siedlungen verlassen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, drangen israelische Bodentruppen bereits in eine Grenzregion im Südlibanon vor. Israel hatte zuvor Luftangriffe auf die Hauptstadt Beirut geflogen. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der Hisbollah gewesen, hieß es. Die islamistische Miliz griff ihrerseits mit Drohnen Militärstützpunkte in Israel an. Auch der Beschuss eines britischen Stützpunkts auf Zypern wird der Hisbollah zugerechnet.
+++ Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge bei Luftangriffen wichtige Regierungsgebäude in Teheran getroffen.
In der Nacht habe die israelische Luftwaffe "Einrichtungen des Führungskomplexes des iranischen Terrorregimes angegriffen" und dabei das "Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats" bombardiert, erklärte die Armee.
+++ Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist die iranische Atomanreicherungsanlage Natans bei Angriffen beschädigt worden.
Die Schäden hätten sich aber auf den Eingangsbereich zum unterirdischen Teil der Atomanlage konzentriert, teilte die IAEA mit. Es seien "keine radiologischen Folgen zu erwarten".

+++ In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Amazon-Tochterfirma AWS durch Drohnenangriffe beschädigt worden.
Das teilte das Unternehmen mit. Zudem sei in Bahrain eine Einrichtung durch einen Einschlag in unmittelbarer Nähe beeinträchtigt. Die Angriffe hätten strukturelle Schäden und Unterbrechungen der Stromversorgung verursacht. Teils seien Löscharbeiten nötig gewesen. Man arbeite mit lokalen Behörden zusammen und priorisiere die Sicherheit der Mitarbeitenden, hieß es von AWS.
+++ Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen.
Die Hilfsorganisation berichtete auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3.600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten werden demnach Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt.
Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach zuvor sogar von mehr als 1.500 Todesopfern. Rund 1.300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 seien Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land.
+++ Ein erstes Flugzeug ist von Dubai nach Frankfurt am Main unterwegs, um "gestrandete" Passagiere auszufliegen.
Eine Sprecherin des Frankfurter Flughafens sagte der Deutschen Presse-Agentur, eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates werde am frühen Nachmittag in Frankfurt erwartet. Die Vereinigten Arabischen Emirate bieten Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Emirates erklärte, man werde zunächst Passagiere mit bereits bestehenden Buchungen berücksichtigen.
+++ Grüne, Linke und AfD werfen der Bundesregierung ein schlechtes Krisenmanagement im Umgang mit festsitzenden Touristen vor.
Die Grünen-Politikerin Döring sagte dem Deutschlandfunk, die Lage in der Region habe sich seit Wochen zugespitzt. Die Bundesregierung wirke dennoch vollkommen unvorbereitet. Die außenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Özdemir, kritisierte, dass man nun zunächst nur ältere Menschen, Kinder, Kranke und Schwangere ausfliegen wolle, schüre weitere Verunsicherung. Die Bundesregierung müsse schnellstmöglich Pläne vorlegen, wie eine Evakuierung für alle rund 30.000 Betroffenen erfolgen könne. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Münzenmaier kritisierte, die Bundesregierung lasse deutsche Staatsbürger im Stich und gebe den Reisenden auch noch selbst die Schuld für ihre Lage.
+++ Der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani hat wenig Hoffnung auf einen Regimewechsel im Iran geäußert.
Kermani sagte im Deutschlandfunk, er befürchte, dass die USA das Land blind bombardierten und es danach noch schlimmer werde. Mit Blick auf die Gräueltaten des Regimes an Zehntausenden seiner Gegner kritisierte der Publizist, man habe die Mittel des internationalen Rechts nicht ausreichend genutzt. Der Westen habe die Verbrechen zu lange geduldet. Dabei sei die rechtliche Aufarbeitung des Massakers ein Hebel, um die Führung in Teheran unter Druck zu setzen. Die Angriffe auf den Iran wiederum bezeichnete Kermani als Bruch des Völkerrechts.
+++ Ein längerer Krieg im Nahen und Mittleren Osten erhöht nach Angaben der Europäische Zentralbank die Gefahr eines Inflationsschubs in der Euro-Zone.
Das Ausmaß hinge hinge vor allem von der Dauer des Konflikts ab, sagte Chefvolkswirts Lane der Financial Times. Die EZB werde die Lage beobachten. Ähnlich äußerten sich andere Ökonomen. Der Chefvolkswirt der Commerzbank Krämer erklärte, sollte sich der Iran-Krieg über Wochen oder sogar Monate hinziehen, würde die Inflationsrate schätzungsweise um mehr als einen Prozentpunkt auf knapp drei Prozent steigen.
+++ Das US-Außenministerium hat die Evakuierung von Botschaftspersonal aus Bahrain, Jordanien, Katar, Irak und Kuwait angeordnet.
Die Anweisung gelte für nicht dringend benötigtes Personal und sei "aufgrund von Sicherheitsrisiken" erfolgt, hieß es in der Online-Mitteilung. Das Außenministerium legte außerdem US-Bürgern im gesamten Nahen Osten nahe, die Region zu verlassen. Die US-Botschaft in Jerusalem teilte mit, man sei nicht in der Lage, US-Bürger bei der Evakuierung oder Ausreise aus Israel zu unterstützen. Betroffene sollten das Land über Jordanien verlassen.
+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht den Sitz des iranischen Staatsrundfunks im Norden Teherans angegriffen.
In einer Erklärung hieß es, die Luftwaffe habe das Kommunikationszentrum des iranischen Terror-Regimes in der Hauptstadt zerstört. Für die dortigen Aktivitäten seien die Revolutionsgarden verantwortlich.
Zudem griff Israel erneut Ziele der islamistischen Terrorbewegung Hisbollah im benachbarten Libanon an. Die Miliz steht dem iranischen Regime nahe. Gestern hatte die libanesische Regierung ihre Sicherheitskräfte aufgefordert, Hisbollah-Anhänger am Beschuss Israels zu hindern. Die Hisbollah gilt allerdings als eine Art Staat im Staate.
+++ Der Deutsche Reiseverband geht davon aus, dass noch mehr Touristen in der Golfregion festsitzen als bislang angenommen.
Man habe nur Kenntnis von Urlaubern, die eine Pauschalreise gebucht hätten, sagte DRV-Sprecher Schäfer im Deutschlandfunk. Dies seien rund 30.000. Wie viele Individualtouristen sich in den Ländern des Mittleren Ostens aufhielten, darüber könne man nur spekulieren. Kritik an deutschen Veranstaltern, Reisen in die Krisenregion angeboten zu haben, wies Schäfer zurück. Man könne den Menschen nichts verbieten. Bei Pauschalreisen sei es zudem für die Anbieter verpflichtend, ihre Kunden auf Sicherheitshinweise und Warnungen des Auswärtigen Amtes hinzuweisen. Dies geschehe automatisch bei der Buchung.
+++ Die US-Botschaft in Riad ist nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums mit zwei Drohnen angegriffen worden.
Die US-Botschaft bestätigte den Angriff und bat darum, die Botschaft bis auf Weiteres zu meiden. US-Bürger in Riad, Dschidda und Dharan wurden dazu aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu verbleiben. Die Einrichtung bleibe am Dienstag geschlossen. US-Präsident Trump kündigte an, die US-Armee werde "bald" Vergeltungsmaßnahmen wegen des Angriffs auf die US-Botschaft ergreifen.
+++ Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich für eine Fortführung des Krieges gegen den Iran bis zu einem Ende des islamistischen Regimes ausgesprochen.
Dies liege auch im nationalen Interesse Deutschlands, sagte Zentralratspräsident Schuster in Berlin. Die Bundesregierung solle daher die USA und Israel bei ihren Angriffen unterstützen. Zwinge man die Mullahs in die Knie, hätte das unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheit in ganz Deutschland. Die atomare Bedrohung durch Teheran sei trotz der Erfolge im sogenannten Zwölftagekrieg im vergangenen Jahr gewachsen. Zudem sei der Iran seit vielen Jahren einer der wichtigsten Architekten des globalen Terrors.
+++ Israels Regierungschef Netanjahu hat den Angriff auf den Iran mit dem Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme gerechtfertigt.
"Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten", sei, dass der Iran mit dem Bau "neuer Anlagen, unterirdischer Bunker" begonnen habe, sagte Netanjahu. Das Raketen- und "Atombombenprogramm" wäre sonst "innerhalb von Monaten" unangreifbar gewesen, behauptete Netanjahu im Interview mit dem US-Sender Fox News.
Montag, 2. März
+++ Das US-Außenministerium fordert Amerikaner zur sofortigen Ausreise aus mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf.
Dies solle auf regulärem Weg geschehen, teilt die zuständige Abteilungsleiterin mit. Auf der Warnliste stehen Bahrain, Ägypten, der Iran, der Irak, Israel, das Westjordanland und der Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, der Libanon, der Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen.
Auch das Auswärtige Amt warnte vor Reisen in den Nahen Osten. Deutsche Staatsangehörige vor Ort wurden aufgefordert, sich in die Krisenvorsorgeliste des Ministeriums einzutragen.
+++ Das israelische Militär hat mitgeteilt, dass eine neue Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt Teheran begonnen hat.
Zuvor hatte das Militär die Bewohner aufgerufen, insbesondere die Gegend um den Sitz des staatlichen Fernsehens zu verlassen. Iranische Medien berichten von mehreren Explosionen in Teheran.
+++ Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran ist die Zahl getöteter US-Einsatzkräfte auf sechs gestiegen.
Die Streitkräfte hätten die Überreste zwei vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen worden sei, teilte das für die Region zuständige US-Kommando mit.
+++ Die USA sind nach Angaben von Außenminister Rubio derzeit nicht für einen Einsatz von Bodentruppen im Iran aufgestellt.
Rubio sagte in Washington, die US-Regierung gehe davon aus, die gesetzten Ziele auch so zu erreichen. Präsident Trump verfüge aber über entsprechende Optionen. Zugleich erklärte Rubio, die US-Regierung werde morgen Maßnahmen zur Dämpfung der steigenden Energiepreise vorstellen.
+++ Der Iran hat die wichtige Straße von Hormus für geschlossen erklärt.
Der Kommandeur der Revolutionsgarden drohte damit, jedes Schiff, das versuche, die Meerenge zu passieren, unter Beschuss zu nehmen. Kurz zuvor hatten iranische Medien von einem brennenden Tanker berichtet. Der Schiffsverkehr in der für die Weltwirtschaft zentralen Region ist bereits weitgehend zum Erliegen gekommen.
+++ Das Militär von Kuwait hat das erste Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet.
Der Soldat sei bei einem Einsatz getötet worden, teilte die Armee des Golfstaats mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Der Iran hat als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Angriffe auch Ziele in den Golfstaaten angegriffen.
+++ Die NATO plant nach Angaben von Generalsekretär Rutte keine Beteiligung an den militärischen Aktionen gegen den Iran.
Es gebe absolut keine Pläne, dass die NATO in die Sache hineingezogen oder Teil davon werde, sagte Rutte dem ARD-Studio Brüssel. Zugleich betont der Niederländer, dass er die Angriffe auf den Iran uneingeschränkt gutheiße. Dadurch werde die Fähigkeit des Iran, sich nukleare Kapazitäten und ballistische Raketen zu beschaffen, eingeschränkt und geschwächt. Der Iran sei seit Jahren eine "echte Bedrohung" für Europa.
+++ Die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Düring, hat der Bundesregierung angesichts gestrandeter Reisender Versäumnisse vorgeworfen.
Die Regierung wirke vollkommen unvorbereitet, sagte sie dem Deutschlandfunk. Das sei unverständlich, da sich die Lage seit Wochen zugespitzt habe.
+++ Der türkische Präsident Erdogan hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als Verstoß gegen das Völkerrecht kritisiert.
Erdogan kündigte in Ankara an, sich auf allen diplomatischen Ebenen für einen Waffenstillstand einzusetzen. Die Fortsetzung des Konflikts bringe ernsthafte Risiken für die Region und die Welt mit sich, sagte der türkische Präsident. China sicherte dem Iran Unterstützung bei der Wahrung seiner Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität zu. Konkrete Maßnahmen nannte Außenminister Wang Yi nicht. China und der Iran sind strategische Partner. Irans Präsident Peseschkian warf Israel und den USA vor, auch Schulen und Krankenhäuser angegriffen zu haben. Dies verstoße gegen humanitäre Grundsätze, schrieb Peseschkian auf der Plattform X. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, das Vorgehen zu verurteilen.
+++ Katar hat nach eigenen Angaben zwei iranische Kampfflugzeuge abgeschossen.
Laut einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums handelte es sich um zwei Maschinen vom Typ Suchoi Su-24 sowjetischer Bauart. Sie seien von der Luftwaffe abgeschossen worden. Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auch Nachbarstaaten beschossen, die nicht direkt an dem Konflikt beteiligt sind. In Katar stellte der staatliche Energiekonzern QatarEnergy nach eigenen Angaben die Produktion von Flüssigerdgas wegen militärischer Angriffe auf Produktionsanlagen ein.
+++ US-Präsident Trump hat angekündigt, die Angriffe auf den Iran noch zu verstärken.
In einem Interview mit dem Sender CNN sagte er, die USA hätten noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen. Die große Welle komme bald. Er bekräftigte sein Ziel, den Krieg in etwa vier Wochen zu beenden. In einem Interview mit der "New York Post" schloss Trump die Entsendung von Bodentruppen nicht aus. Er habe keine Angst vor Bodentruppen, sagte er wörtlich. Er fügte jedoch hinzu, dass dies wahrscheinlich nicht nötig sein werde.
+++ Nach Angaben des US-Militärs wurden vor Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran wichtige Verteidigungssysteme der Islamischen Republik durch Cyberangriffe außer Gefecht gesetzt.
Mit den Attacken habe man die iranischen Streitkräfte "gestört, desorientiert und verwirrt", sagte US-Generalstabschef Caine. Die Führung in Teheran sei dadurch nicht mehr in der Lage gewesen, das Ausmaß der Angriffe in vollem Umfang einzuschätzen und eine Reaktion zu koordinieren.
+++ Der Tankstellen-Interessenverband rechnet in der Folge des Krieges mit steigenden Preisen.
Ein Sprecher der Vereinigung kritisierte dabei auch die Preispolitik der Großkonzerne. Diese würden zwei bis drei Prozent auf die Preise aufschlagen, die sie selbst wegen des Kriegs im Iran mehr zahlen müssten. Der Tankstellen-Interessenverband steht für rund 1000 Tankstellen-Pächter in Deutschland.
+++ Ein weiterer US-Soldat ist an seinen im Krieg mit dem Iran erlittenen Verletzungen gestorben.
Das amerikanische Zentralkommando teilte mit, der Soldat sei in der Frühphase der Operation "Epic Fury" verwundet worden. So nennen die USA den seit Samstag laufenden Großangriff gegen den Iran, an dem auch Israel beteiligt ist. Die Gesamtzahl der seither getöteten Militärangehörigen aus den USA stieg damit den Angaben zufolge auf vier.
+++ Der britische Premierminister Starmer weist Kritik von US-Präsident Trump an seiner Iran-Politik zurück.
Er stehe zu seiner Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels nicht unterstützt zu haben, sagt Starmer. Es sei seine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens liege. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben.
+++ Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat sich zutiefst besorgt über die Folgen des Iran-Kriegs auch auf die Zivilbevölkerung der Region geäußert.
Viele Länder beherbergten bereits Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebene, teilte das UNHCR in Genf mit. Weitere Gewalt könnte nun noch mehr Menschen in die Flucht zwingen, die humanitären Helfer überfordern und zusätzlichen Druck auf die Aufnahme-Gemeinschaften ausüben. Das UNHCR forderte von den Konfliktparteien Dialog und Deeskalation, Achtung der Menschenrechte, Schutz der Zivilbevölkerung und eine uneingeschränkte Einhaltung des Völkerrechts. An der Grenze zur Türkei wurde inzwischen eine erste verstärkte Ausreisebewegung gesichtet. Augenzeugen berichteten von zunächst mehreren Hundert Iranern, die den Übergang Kapiköy überquert hätten.
+++ Der Vorsitzende der Linkspartei, van Aken, hat vor einem Bürgerkrieg im Iran gewarnt.
Im schlimmsten Fall würden die aktuellen Angriffe durch die USA und Israel nicht der Demokratie den Weg ebnen, sondern bewaffneten Milizen oder anderen Autokraten zur Macht verhelfen. Van Aken erklärte, er begrüße prinzipiell die Tötung des obersten Führers des Irans und anderer Funktionäre. Die Einsätze der USA und Israels seien dennoch völkerrechtswidrig. Man könne gleichzeitig an der Seite der Demokratiebewegung im Iran und an der Seite des Völkerrechts stehen. Das schließe sich nicht aus.
+++ Die Bundesregierung bereitet nun doch eine Rückholaktion für deutsche Touristen vor, die wegen des Iran-Kriegs in der Golfregion gestrandet sind.
Nach Angaben von Außenminister Wadephul sollen Flugzeuge nach Riad in Saudi-Arabien und Maskat im Oman geschickt werden. In beiden Ländern seien die Lufträume noch geöffnet, erklärte der CDU-Politiker. Neben der Lufthansa sei man auch mit TUI und dem Deutschen Reiseverband in Kontakt, um den Menschen bei der Rückkehr nach Deutschland zu helfen. Besonderes Augenmerk gelte dabei der Ausreise vulnerabler Personen wie Kinder, Kranke oder Schwangere. Wadephul zufolge ist die Bundesregierung auch bereit, Privatmaschinen auf Steuerzahlerkosten zu chartern oder - als letztes Mittel - auf Flugzeuge der Bundeswehr zurückzugreifen. Wadephul hatte gestern noch erklärt, er sehe keine Möglichkeit, deutsche Touristen aus dem Konfliktgebiet auszufliegen.
+++ Seit Beginn des Iran-Kriegs am Samstag hat Israels Luftwaffe nach eigenen Angaben mehr als 600 Stellungen im Iran angegriffen.
Darunter seien mehr als 200 Luftverteidigungssysteme und 150 Boden-Boden-Raketen gewesen. Zudem seien 20 iranische Militärführer anvisiert worden. Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben in den ersten 24 Stunden mehr als 1.000 Ziele attackiert. Nach Angaben der iranischen Hilfsorganisation Roter Halbmond kamen bisher mehr als 550 Menschen ums Leben. Im Tagesverlauf startete Israel neue Angriffe auf Ziele in Teheran. Augenzeugen berichteten von Bombardierungen nahe dem Parlament.
+++ Iran-Expertin Mirzaei: “Trump macht es sich zu einfach”
US-Präsident Trump hat die iranische Bevölkerung aufgefordert, ihr Regime zu stürzen. Dabei seien die Menschen unbewaffnet und damit beschäftigt, zu überleben, sagte Diba Mirzaei vom GIGA-Institut Deutschlandfunk Kultur. Mit einem demokratischen Wandel rechnet sie nicht.
+++ China hat die Angriffe auf den Iran erneut verurteilt.
Eine Sprecherin des Außenministeriums forderte alle beteiligten Parteien auf, ihre Militäraktionen unverzüglich einzustellen. Durch die Kampfhandlungen wurde nach Angaben Pekings ein chinesischer Staatsbürger im Iran getötet. Bei Evakuierungsaktionen seien mehr als 3.000 Menschen aus dem Land gebracht worden. Peking dementierte Berichte, wonach man mit dem Iran kurz vor dem Abschluss eines Vertrags über den Kauf von Überschall-Anti-Schiffs-Raketen stehe. China sei eine verantwortungsbewusste Großmacht, die stets ihren internationalen Verpflichtungen nachkomme, hieß es.
+++ Israels Botschafter Prosor hat nach den Angriffen auf den Iran vor Racheakten des Regimes auf deutschem Boden gewarnt.
Man müsse sich darauf gut vorbereiten und in höchster Alarmbereitschaft sein, sagte Prosor der Deutschen Presse-Agentur. Bei Bundesinnenminister Dobrindt bedankte er sich für die Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen an jüdischen Einrichtungen, Schulen, Synagogen und auch an der israelischen Botschaft. Am Abend beginnt für Juden das Purim-Fest.
+++ Deutschland wird sich nach Angaben der Bundesregierung nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen.
Im Nahen Osten stationierte Bundeswehrsoldaten würden sich im Fall eines Angriffs ausschließlich verteidigen, erklärte Regierungssprecher Kornelius. Eine gemeinsame Erklärung Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens zum Iran-Krieg hatte Spekulationen über eine deutsche Beteiligung genährt. Darin heißt es, die drei Länder würden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Interessen und die der Verbündeten in der Region zu verteidigen.
+++ Das israelische Militär meldet die Tötung des Hisbollah-Geheimdienstchefs.
Hussein Makled sei bei einem Angriff in Beirut im Libanon ums Leben gekommen, teilte die israelische Armee mit.
+++ Die internationale Atomenergiebehörde IAEA hat bisher keine Hinweise auf Schäden an iranischen Nuklearanlagen.
Bislang gebe es keine vergleichbaren Angriffe wie die im Juni 2025. Damals nahmen die USA und Israel Anlagen des iranischen Atomprogramms unter Beschuss, nach eigenen Angaben um den Iran an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu hindern. Der iranische Botschafter bei der IAEA hatte zuvor laut Nachrichtenagenturen gesagt, dass die Nuklearanlage nahe der Stadt Natanz Ziel der Angriffe gewesen sei.
+++ Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben den Amtssitz des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu angegriffen.
Auch das Hauptquartier des israelischen Luftwaffenkommandanten sei mit Raketen beschossen worden. Reporter bestätigten eine Reihe von Explosionen über Jerusalem. Israels Armee meldete den Einsatz von Abfangsystemen. Über Schäden oder Opfer ist noch nichts bekannt.
+++ In Indien hat es bei Protesten gegen die Tötung Chameneis in Kaschmir Zusammenstöße mit der Polizei gegeben.
Einsatzkräfte hätten Tränengas eingesetzt, als die Demonstranten ihre Aufforderungen ignorierten, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Demonstranten gingen bereits am zweiten Tag in Folge auf die Straße. Mehrere Organisationen riefen zu Steiks auf. Kaschmir wird sowohl von Indien als auch von Pakistan für sich beansprucht; beide Staaten kontrollieren Teile der Region.

+++ Die libanesische Regierung will die Hisbollah von weiteren Angriffen auf Israel abhalten.
Die Sicherheitsbehörden wurden aufgefordert, den Einsatz von Raketen und Drohnen zu unterbinden und Verantwortliche festzunehmen. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz hatte Raketen auf Israel gefeuert, nach eigenen Angaben als als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers des Iran, Chamenei. Israel reagierte mit Luftangriffen. Nach Angaben aus Beirut wurden dabei mehr als 30 Menschen getötet und fast 150 verletzt.
+++ Der Iran soll Energieinfrastruktur in Katar mit Drohnen angegriffen haben.
Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, es habe keine Opfer gegeben. Die Islamische Republik habe mit Drohnen einen Wassertank an einem Kraftwerk in der Staat Messaieed im Süden Katars ins Visier genommen sowie eine Energieeinrichtung in der Industriestadt Ras Laffan, die vom Staatskonzern Qatar Energy betrieben werde.
+++ Drei in Kuwait abgestürzte US-Kampfflugzeuge sind nach Angaben des US-Militärs versehentlich abgeschossen worden.
Die drei Maschinen seien von der kuwaitischen Luftabwehr getroffen worden. Der Zwischenfall ereignete sich bei Kämpfen, die auch Angriffe durch iranische Flugzeuge, ballistische Raketen und Drohnen umfassten. Kuwaits Behörden hätten die Besatzungsmitglieder der US-Flugzeuge entdeckt und ins Krankenhaus gebracht, hieß es aus Kuwait. Ihr Zustand sei stabil.
+++ Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf Ziele im Iran gestartet.
Gestützt auf Geheimdienstinformationen ziele der Angriff "im Herzen von Teheran" auf Sicherheitseinrichtungen des Landes, teilte das Militär mit. Zuvor hatte ein Sprecher bekanntgegeben, zwei Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstministeriums seien getötet worden, darunter ein für Israel zuständiger Beamter. Augenzeugen in Teheran bestätigten schwere Bombardierungen in der Stadtmitte. Sie sollen sich in der Nähe des Parlaments ereignet haben. Auch im Norden der Metropole mit rund 15 Millionen Einwohnern wurden Raketeneinschläge beobachtet.

+++ Irans Präsident Peseschkian hat einen kommissarischen Verteidigungsminister benannt.
Madschid Ebn-ol-Resa, derzeit Brigadegeneral der mächtigen Revolutionsgarden, werde vorübergehend mit der Leitung des Ressorts beauftragt, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Verteidigungsminister Nasirsadeh war am Samstag bei einem der israelisch-amerikanischen Luftangriffe getötet worden.
+++ Vor der Küste des Omans ist ein Öltanker von einem mutmaßlich iranischen Drohnenboot angegriffen worden.
Ein aus Indien stammendes Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben gekommen, teilte die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die überwiegend aus Indien und Bangladesch stammende Mannschaft sei mit Hilfe eines Handelsschiffs, das sich in der Nähe befunden habe, in Sicherheit gebracht worden.
+++ Israels Armee wirft dem Iran vor, bei seinen Angriffen in Israel gezielt zivile Ziele ins Visier zu nehmen.
"Wir haben konkrete Informationen erhalten, die belegen, dass der Iran systematisch zivile Wohnhäuser in Israel angreift", sagte Militärsprecher Schoschani. Die iranische Führung wolle auf diese Weise Panik in Israel auslösen und die öffentliche Meinung beeinflussen. Die Islamische Republik wiederum betonte, Ziel der Angriffe seien etwa Einrichtungen des israelischen Militärs oder der israelischen Regierung. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig prüfen.
+++ Bei den Angriffen auf den Iran soll auch die Atomanlage nahe der Stadt Natanz getroffen worden sein.
Der iranische Botschafter bei der UNO-Atomenergiebehörde IAEA sagte, die Anlage sei gestern Ziel der Angriffe gewesen. Über mögliche Schäden und deren Ausmaß machte er keine Angaben. Die IAEA teilte mit, man habe bisher keine Hinweise auf Schäden an iranischen Atomanlagen durch die jüngsten Angriffe. Allerdings seien Versuche bislang ohne Erfolg geblieben, Kontakt mit den iranischen Atomaufsichtsbehörden aufzunehmen. Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms attackiert und schwer beschädigt.

+++ Der israelische Botschafter in Deutschland, Prosor, wirft dem Iran vor, Europa in den Krieg im Nahen Osten hineinziehen zu wollen.
Der mutmaßliche Drohneneinschlag auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt im EU-Staat Zypern sei für ihn ein Anzeichen dafür, dass der Iran versuche, die Europäer in Kampfhandlungen zu verwickeln, sagte Prosor der Deutschen Presse-Agentur. "Hoffentlich wird Europa das mal sehen und darauf auch reagieren - in welcher Art und Weise, das ist eine Entscheidung, die in Europa getroffen wird." Der Botschafter verwies in diesem Zusammenhang auf die in Artikel 42 des EU-Vertrags festgeschriebene Beistandsklausel, die die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, angegriffene EU-Partnerländer zu unterstützen.
+++ Nach dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt in Zypern ist ein dort geplantes EU-Europaminister-Treffen kurzfristig abgesagt worden.
Die unvorhergesehene Entwicklung beeinträchtige leider die Flüge zu der Mittelmeerinsel, teilte die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit. Das Treffen hätte eigentlich heute Nachmittag beginnen und bis Dienstagabend dauern sollen.
+++ Frankreichs Außenminister Barrot hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran kritisiert.
Der Einsatz von Gewalt erlange nur durch den UN-Sicherheitsrat die nötige Legitimität. Das Vorgehen hätte in den entsprechenden Gremien debattiert werden müssen, erklärte Barrot in Paris.
+++ Vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation will Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen vorerst geschlossen halten.
Die israelische Militärbehörde Cogat, die für die zivilen Angelegenheiten der Palästinenser und die Koordination an den Grenzübergängen zuständig ist, teilte mit, ein sicherer Betrieb sei wegen der Gefahr von Raketenangriffen nicht möglich. Dies dürfte erhebliche Auswirkungen für die Versorgung der notleidenden Bevölkerung mit humanitärer Hilfe haben. Während Cogat erklärte, es gebe im Gazastreifen inzwischen ausreichende Bestände an Lebensmitteln, um eine längere Zeit zu überbrücken, widersprachen dem mehrere Hilfsorganisationen, darunter die Organisation World Central Kitchen, die Suppenküchen im Gazastreifen betreibt.
+++ Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen getötet worden.
Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung der Organisation in der Islamischen Republik. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen. In einer Analyse der in Washington ansässigen Denkfabriken Institute for the Study of War (ISW) und American Enterprise Institute heißt es, bislang seien mehr als 2.000 Ziele attackiert worden
+++ Der frühere deutsche Botschafter in den USA, Wittig, sieht eine Kehrwende in der Politik des US-Präsidenten Trump in dessen zweiter Amtszeit.
In seiner ersten Phase im Weißen Haus habe Trump militärische Verwicklungen gescheut. Inzwischen sei aus dem selbsternannten Friedenspräsidenten "fast ein Kriegspräsident" geworden,
sagte Wittig im Deutschlandfunk
. Innerhalb der laufenden Amtszeit habe Trump "bereits acht Militäraktionen angeordnet". Die jüngsten Angriffe auf den Iran seien gerechtfertigt, auch wenn sie durch das Völkerrecht nicht gedeckt würden. Denn die Islamische Republik unterdrücke die eigenen Bevölkerung grausam und bedrohe andere Staaten, vor allem Israel. Ein atomar bewaffneter Iran sei "immer eine Albtraumvorstellung" gewesen, betonte der Ex-Diplomat.

+++ Bei Angriffen im Westen des Irans sollen mindestens drei Menschen getötet worden sein.
Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA. Es seien zwei Wohngebäude in der Stadt Sanandadsch getroffen worden. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgetteilt.
+++ Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt.
Alle Besatzungsmitglieder hätten verletzt überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Die Ursache des Absturzes werde derzeit untersucht. Die iranische Armee erklärte, sie habe den Stützpunkt Ali Al Salem der US-Luftwaffe in Kuwait beschossen. In der Hauptstadt Kuwait-Stadt war Luftalarm zu hören, wenig später stieg von der Botschaft der USA Rauch auf. Die diplomatische Vertretung bestätigte zunächst keinen Einschlag, rief jedoch dazu auf, dem Botschaftskomplex fernzubleiben.
+++ China hat zum sofortigen Stopp der Angriffe aufgerufen.
Die Volksrepublik stehe bereit, zusammen mit der internationalen Gemeinschaft zur Verhandlungslösung des Konflikts beizutragen, teilt das Außenministerium in Peking mit. Es bekräftigt seine Haltung, die israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran seien eine Verletzung des internationalen Rechts.
+++ EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sichert Zypern Unterstützung zu.
Von der Leyen äußerte sich nach einem Drohnenangriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern. Auch wenn die Republik Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU ihren Mitgliedern bei jeder Bedrohung geschlossen und fest bei, erklärte sie in Brüssel. Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern war in der vergangenen Nacht von einer iranischen Drohne getroffen worden, wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei niemand verletzt worden, hieß es.
+++ Bundesaußenminister Wadephul hat mit Blick auf die Angriffe der USA und Israels erhebliche völkerrechtliche Fragen eingeräumt.
Zugleich müsse man berücksichtigen, dass die iranische Staatsführung Russland, die Hisbollah im Südlibanon, die Hamas im Gazastreifen und die Huthi-Miliz im Jemen unterstützt habe,
sagte Wadephul im Deutschlandfunk
. Der Iran habe sich zudem den Staatsauftrag gegeben, Israel auszulöschen. Mit Blick auf die Rechtfertigung eines Präventivschlags sagte der CDU-Politiker, dass es im Iran ein erhebliches ballistisches Raketenprogramm gebe. Deutschland werde sich an den militärischen Aktionen indes nicht beteiligen.

+++ In mehreren Golfstaaten hat es Explosionen gegeben.
AFP-Reporter und Augenzeugen berichten von lauten Detonationen in Katars Hauptstadt Doha, in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi und in Bahrains Hauptstadt Manama. Das bahrainische Innenministerium erklärte, bei iranischen Angriffen sei ein Mensch getötet worden. Die kuwaitische Armee fing derweil nach Angaben der kuwaitischen staatlichen Nachrichtenagentur eine unbekannte Anzahl "feindlicher" Drohnen ab, die auf das Golfemirat abgefeuert worden seien.

+++ Durch Bombardements sind nach iranischen Angaben bisher sieben Kliniken des Landes beschädigt worden.
Das Gandhi-Krankenhaus in der iranischen Hauptstadt Teheran sei am späten Sonntagabend von einer Rakete getroffen worden, berichten iranische Medien übereinstimmend. Beschädigt wurde demnach auch eine Klinik in der südwestlichen Provinzhauptstadt Ahwas. Außerdem seien landesweit drei Rettungswachen angegriffen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
+++ Bei den israelischen Luftangriffen auf Ziele im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens 31 Menschen getötet worden.
Es habe rund 150 Verletzte gegeben, erklärte das Gesundheitsministerium. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP in der Küstenstadt Sidon berichtet von einer großen Fluchtbewegung aus dem Südlibanon.

+++ Das Pentagon hat für den Nachmittag deutscher Zeit eine Pressekonferenz von US-Verteidigungsminister Hegseth angekündigt.
Hegseth werde um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MEZ) vor die Presse treten. US-Generalstabschef Caine werde ebenfalls teilnehmen. Am Dienstag wird Hegseth außerdem gemeinsam mit Außenminister Rubio die Kongressabgeordneten über den Fortschritt des Armeeeinsatzes informieren, wie das Weiße Haus bekanntgab. Die oppositionellen Demokraten werfen der US-Regierung vor, vor dem Beginn des Einsatzes nicht konsultiert worden zu sein.

+++ Irans Sicherheitsratschef Laridschani hat jegliche Gespräche mit den Vereinigten Staaten abgelehnt.
"Wir werden nicht mit den USA verhandeln", erklärte Laridschani im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, mit Washington Kontakt aufzunehmen. Laridschani warf US-Präsident Trump vor, die Region "ins Chaos gestürzt" zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
+++ Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes sind rund 30.000 Touristen deutscher Veranstalter von der Eskalation am Golf betroffen.
Wie ein Sprecher mitteilte, handelt es sich dabei unter anderem um Reisende auf Kreuzfahrtschiffen sowie um Passagiere, deren Flüge abgesagt wurden und die an den Flughäfen festsitzen. Wie viele Deutsche sich aktuell in der Golfregion aufhielten, sei unklar. Bundesaußenminister Wadephul sieht derzeit keine Möglichkeit, die im Nahen Osten und in der Golfregion Festsitzenden ausfliegen zu lassen. Wegen der Sperrung der Lufträume für zivile Flugzeuge sei man dazu nicht in der Lage, sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung.

+++ Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) kommt an diesem Montag zu einer Sondersitzung zusammen.
Die Sitzung erfolgt auf Antrag Russlands, eines wichtigen Verbündeten des Irans. Nach dem Beginn der Angriffe am Samstag hatte die IAEA die Konfliktpartien zur Zurückhaltung aufgerufen. Westliche Staaten, allen voran die USA und Israel, werfen der Islamischen Republik vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und besteht auf seinem Recht zur Nutzung der Atomtechnologie für zivile Zwecke.
+++ Drohnenangriff auf britischen Militärstützpunkt auf Zypern Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist von einer Drohne getroffen worden.
Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei niemand verletzt worden. Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Britische Flugzeuge schießen Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten unter anderem in Bahrain und auf Zypern.
+++ Das katarische Innenministerium hat die Bevölkerung aufgerufen, angesichts der Lage in der Region zu Hause zu bleiben.
In einem Beitrag in sozialen Medien forderte das Ministerium die Menschen auf, nur in "absoluten Notfällen" nach draußen zu gehen und sich von Fenstern und offenen Bereichen fernzuhalten.
+++ Die Staaten in der Region des Persischen Golfs haben Irans Angriffe auf ihre Territorien verurteilt und ihr Recht auf Selbstverteidigung betont.
Man werde alle nötigen Maßnahmen ergreifen, Sicherheit und Stabilität zu gewähren sowie alle Bürger zu schützen, erklärten Saudi-Arabien, Katar, Oman, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Iran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe seit Samstag auch mehrfach Ziele in den Golfstaaten angegriffen. Teils richteten sie sich gegen Stützpunkte des US-Militärs dort, aber auch gegen Flughäfen und Hotels. Bislang haben die Länder in der Region die Angriffe des Irans nur abgewehrt und nicht zurückgeschlagen.
+++ Israel bombardiert Hisbollah im Libanon
Der Krieg im Iran hat sich auf den Libanon ausgeweitet. Die libanesische Hisbollah-Miliz schoss Raketen auf Israel, nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Chamenei. Die Hisbollah wird vom Iran unterstützt. Israel reagierte seinerseits mit Luftangriffen im Libanon. Nachrichtenagenturen berichten von Explosionen auch in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut, einer Hochburg der Hisbollah. Nach Angaben von Rettungskräften wurden mindestens zehn Menschen getötet. Die israelische Armee rief Zivilisten im Osten und Süden des Libanons auf, ihre Häuser zu verlassen und sich mindestens einen Kilometer von den Dörfern entfernt in offene Gebiete zu bewegen.

+++ Öl deutlich teurer Die Preise für Öl sind gestiegen.
Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um 14 Prozent und kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Iran hatte als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt. Sie ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Die Staaten des Ölkartells Opec+ hatten gestern beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern.
+++ Trump rechnet mit weiteren getöteten US-Soldaten
US-Präsident Trump rechnet damit, dass im Krieg mit dem Iran noch weitere amerikanische Soldaten getötet werden. Er würdigte in einem Video die drei getöteten Soldaten als amerikanische Patrioten. Das für die Region zuständige Zentralkommando des Militärs hatte zuvor bekannt gegeben, dass drei Angehörige des US-Militärs getötet und fünf schwer verletzt worden seien. Trump kündigte Vergeltung an.

+++ Starmer erlaubt USA Nutzung britischer Stützpunkte
Großbritannien erlaubt den USA nach den Worten von Premierminister Starmer die Nutzung britischer Stützpunkte für die Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen. Starmer sagte in einer Video-Ansprache, da der Iran eine Strategie der verbrannten Erde verfolge, unterstütze Großbritannien die gemeinsame Selbstverteidigung mit den Verbündeten in der Region. Er betonte, an den am Samstag begonnenen Angriffen der USA und Israels auf den Iran sei Großbritannien nicht beteiligt. Großbritannien, Frankreich und Deutschland unterschrieben am Abend eine gemeinsame Erklärung, in der die drei Staaten verhältnismäßige militärische Defensivmaßnahmen nicht ausschließen, um die Fähigkeiten des Iran zum Abfeuern von Raketen und Drohnen zu zerstören.
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